a. Norbert Geis und Peter Gauweiler (beide CSU), Erzbischof Joachim Kardinal Meisner, Konrad Löw und Gloria von Thurn und Taxis an.
Den „sofortigen Rücktritt von Thomas Krüger“ fordern nun auch die Christdemokraten für das Leben (CDL). Krüger dürfe „seine völlig einseitigen linksideologischen Überzeugungen (…) nicht länger auf Kosten und zu Lasten des Steuerzahlers ausleben“, sagte die CDL-Vorsitzende, Mechthild Löhr in der Jungen Freiheit. Zudem kritisierte Löhr Krügers lobende Worte für die Abtreibungspraxis in der DDR und die „offensichtliche Verherrlichung einer Diktatur“. „Die ideologischen Irrungen und historischen Verzerrungen eines Privatmannes Krüger mögen bei diesem tolerabel sein. Als Präsident der staatlich finanzierten Bundeszentrale für politische Bildung ist Krüger allerdings damit sicherer denn je untragbar geworden.“
Der Sprecher der Christ-Sozialen Katholiken in der CSU, Thomas Goppel, erinnert Thomas Krüger „an das geltende Mäßigungsgebot“ für Personen in hohen staatlichen Positionen. Krüger würde mit seinen Äußerungen das christliche Menschenbild ignorieren und das daraus abgeleitete Verständnis von Familie und Kindererziehung mit Füßen treten. Was Krüger fordere, laufe auf die „Vernichtung des von der Natur vorgesehenen Unterschieds der Geschlechter hinaus“. Goppels Vorwürfe richten sich indes nicht nur gegen Krüger, sondern auch gegen das aus 22 Bundestagsabgeordneten bestehende Kuratorium der Bundeszentrale. Seiner Meinung nach hätte Krüger nie zum Präsidenten der Bundeszentrale ernannt werden dürfen. Entsetzt zeigt sich Goppel zudem über die „inzwischen sichtlich erlahmte Empörungsbereitschaft der Volksvertreter“.
Scharfe Kritik kommt auch vom Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU (AEK), Martin Lohmann. Krüger sei ein „mentales Irrlicht größeren Ausmaßes“ und als Präsident einer solch wichtigen Institution untragbar geworden. „Wer so einen blühenden Unsinn zu Lebensrechtfragen und der Wertschätzung der Familie von sich gibt, sollte eine mehrjährige Auszeit zum Nachdenken nutzen“, so Lohmann.
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