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26.05.2013
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Interview mit Karl-Heinz Däke (BdSt)
Weitere Themen: Finanzkrisen, Reformen



Der Präsident des Bundes der Steuerzahler (BdSt), Dr. Karl-Heinz Däke, heute im Exklusiv-Interview auf FreieWelt.Net.

Der Bund der Steuerzahler setzt sich seit seiner Gründung 1949 für ein gerechtes Steuersystem und eine sparsame Verwendung von Steuergeldern ein. Jeweils im Herbst  veröffentlicht der BdSt das Schwarzbuch "öffentliche Verschwendung".

FreieWelt.Net: Der Bund der Steuerzahler setzt sich für eine Tarifreform des Steuerrechts ein. Wie sollte nach Ihrer Auffassung ein reformierter Steuertarif aussehen?

Dr. Karl-Heinz Däke: Wir fordern eine grundlegende Reform des Einkommensteuertarifes, der den "Knick" im Tarif beseitigt und dadurch den Bürgern und Unternehmen mehr netto vom brutto belässt. Der jetzige Tarif führt trotz der kosmetischen Verbesserungen im Rahmen des Konjunkturpakets II dazu, dass der Staat bei Einkommenserhöhungen immer mehr Steuern  einbehält. Diese heimliche Steuererhöhung gehört abgeschafft. Wir fordern daher die regelmäßige Anpassung des Steuertarifs an die Einkommensentwicklung. Solch ein "Tarif auf Rädern" muss auch gesetzlich fixiert werden.

FreieWelt.Net: Die Steuerbelastung ist auf einem Rekordhoch, zugleich wächst auch der Schuldenstand in astronomische Höhe. Welchen Anteil hat die aktuelle Finanzkrise an dieser negativen Entwicklung und welchen Anteil die Finanzpolitik der großen Koalition?

Dr. Karl-Heinz Däke: Bis vor kurzem war die große Koalition auf einem erfolgsversprechenden  Konsolidierungsweg. Ein Bundeshaushalt ohne neue Schulden war bereits am Horizont erkennbar. Die Finanz- und Wirtschaftkrise hat dem ein Ende gesetzt. Deutschland wird in diesem Jahr einen absoluten Neuverschuldungsrekord aufstellen. Allein der Bund wird am Jahresende über 1 Billion Euro Schulden angehäuft haben. Aber es darf nicht vergessen werden: Auch ohne Krise wäre der Schuldenberg weiter gewachsen, nur eben langsamer.

FreieWelt.Net: Der Bund und Länder haben sich nun auf eine Schuldenbremse verständigt. Wie beurteilen Sie die Regelung. Kann dies den Anstieg der Staatsverschuldung dauerhaft dämpfen?

Dr. Karl-Heinz Däke: Dass sich Bund und Länder überhaupt noch auf einen Kompromiss über eine Schuldenbremse geeinigt haben, ist angesichts der Finanzkrise ein Erfolg für die Steuerzahler. Der Vorschlag bietet die Chance zu Selbstdisziplinierung der Politik. Wir
bemängeln die langen Übergangszeiträume, bis die Bremse greift. Hierüber wird noch im  Gesetzgebungsverfahren bis zum Sommer 2009 zu reden sein, auch über wasserdichte Formulierungen zu den Kreditaufnahmen in Ausnahmeausfällen und den damit verbundenen Tilgungsregeln.

FreieWelt.Net: Ohne drastische Einsparungen in den Haushalten von Bund und Ländern kann es nicht gehen, in welchen Bereichen sehen Sie das größte Sparpotential für den Staat?

Dr. Karl-Heinz Däke: In der Tat - nur auf stetig steigende Steuereinnahmen zum Haushaltsausgleich zu setzen, ist leistungs- und wachstumsfeindlich. So bekommt man die
öffentlichen Haushalte nicht in den Griff. Auf der Ausgabenseite muss dringend ein Subventionsabbau her. Je nach Abgrenzung verteilt hier der Staat jedes Jahr an die 90 Milliarden Euro. Viele Arbeitsmarktprogramme haben keinen messbaren Erfolg. Hier könnten jährlich zwei Milliarden Euro gespart werden. Auch an Einsparungen bei den Verwaltungs- und Personalausgaben wird die öffentliche Hand nicht herum kommen. Da wird die Schuldenbremse helfen.

Internetdresse Bund der Steuerzahler

Foto: Axel Schmidt/ddp

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Redaktion, 23.06.2009 10:01 | Kommentare (1)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (1)

Margit Hutter, 12.07.2010 01:55
Kassenhass Eugen Roth 1931

Ein Mann, der eine ganze Masse
Gezahlt hat in die Krankenkasse,
Schickt jetzt die nötigen Papiere,
Damit auch sie nun tu das ihre.
Jedoch er kriegt nach längrer Zeit
statt baren Gelds nur den Bescheid,
Nach Paragraphenziffer X
Bekomme er vorerst noch nix,
Weil, siehe Ziffer Y,
Man dies und das gestrichen schon,
So daß er nichts, laut Ziffer Z,
Beanzuspruchen weiter hätt.
Hingegen heißt's, nach Ziffer A,
Daß er vermutlich übersah,
Daß alle Kassen, selbst in Nöten,
Den Beitrag leider stark erhöhten
Und daß man sich, mit gleichem Schreiben,
Gezwungen seh, ihn einzutreiben.
Besagter Mann denkt, krankenkässlich,
In Zukunft ausgesprochen häßlich.

Die Herren Wirtschaftsführer Tuvholsky 1931
2010 schuld sind wieder die Arbeitslosen und den darauas resultierender Sozialstaat.Die Presse macht das dreckige Spiel noch mit.Fürwahr der größte Geistsblitz der heutigen Politiker u.Eliten ist die Agenda 2010 ala A.Hugenberg Hitlers Helfer der den Satz ."Sozial ist wer Arbeit Schafft"kreirte u.heute wieder aufgenommen .Sie sehen H.Mappus alles widerholt sich ,leider.Größenwahn Stuttgart 21

Stets hat die Menschheit ihre Helden gehabt: Priester oder Ritter, Gelehrte oder Staatsmänner. Bis zum 14. Juli 1931 waren es für Deutschland die Wirtschaftsführer, also Kaufleute.
Die Kaufleute sind Exponenten des Erwerbsinnes; sie haben immer ihre Rolle gespielt, doch wohl noch nie so eine große wie heute. Weil das, was sie in Händen halten, das wichtigste geworden ist, werden sie in einer Weise überschätzt, die lächerlich wäre, wenn sie nicht so tragische Folgen hätte. Die deutsche Welt erschauert, sie braucht Götzen, und was für welche hat sie sich da ausgesucht –!
Man sollte meinen, dass der gesunde Menschenverstand wenigstens eines sehen könnte: den Mißerfolg. Aber damit ist es nichts. Niemand von denen, die diese Wirtschaftsführer bewundern, behielte auch nur einen Tag lang einen Chauffeur, der ihm die Karre mit Frau und Kind umgeworfen hätte, auch dann nicht, wenn dem Chauffeur die Schuld nicht nachzuweisen wäre. Er kündigt, denn solchen Chauffeur will er nicht. Aber solche Wirtschaftsführer, die will er.
Der unbeirrbare Stumpfsinn, mit dem diese Kapitalisten ihre törichte Geldpolitik fortsetzen, immer weiter, immer weiter, bis zur Ausblutung ihrer Werke und ihrer Kunden, ist bewundernswert. Alles, was sie seit etwa zwanzig Jahren treiben, ist von zwei fixen und absurden Ideen beherrscht: Druck auf die Arbeiter und Export.
Für diese Sorte sind Arbeiter und Angestellte, die sie heute mit einem euphemistischen und kostenlosen Schmeichelwort gern ›Mitarbeiter‹ zu titulieren pflegen, die natürlichen Feinde. Auf sie mit Gebrüll! Drücken, drücken: die Löhne, die Sozialversicherung, das Selbstbewußtsein – drücken, drücken! Und dabei merken diese Dummköpfe nicht, was sie da zerstören. Sie zerstören sich den gesamten innern Absatzmarkt.
Sie scheinen ihn nicht zu wollen – dafür haben sie dann den Export. Was dieses Wort in den Köpfen der Kaufleute angerichtet hat, ist gar nicht zu sagen. Ihre fixe Idee hindert sie nicht, ihre Waren auch im Inland weiterhin anzupreisen; ihre Inserate wirken wie Hohn. Wer soll sich denn das noch kaufen, was sie da herstellen? Ihre Angestellten, denen sie zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel geben, wenn sie sie nicht überhaupt auf die Straße setzen? Die kommen als Abnehmer kaum noch in Frage. Aber jene protzen noch: dass sie deutsche Werke seien, und dass sie deutsche Kaufleute und deutsche Ingenieure beschäftigten – und wozu das? »Um den Weltmarkt zu erobern!«
So schlau wie die deutschen Kaufleute sind ihre Kollegen jenseits der Grenzen noch alle Tage. Es setzt also überall jener blödsinnige Kampf ein, der darin besteht, einen Gegner niederzuknüppeln, der bei vernünftigem Wirtschaftssystem ein Bundesgenosse sein könnte. Die Engländer preisen rein englische Waren an, die Amerikaner rein amerikanische, und das Wirtschaftsinteresse tritt als Patriotismus verkleidet auf. Eine schäbige Verkleidung, ein jämmerlicher Maske...



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Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

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Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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