Die Kanzlerin laufe FDP-Chef Westerwelle hinterher. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verteidigte die Reform. Wer die geplante Erhöhung als Verhöhnung bezeichne, verhöhne seinerseits alle "Menschen, die jeden Tag mit kleinem Einkommen ihren Lebensunterhalt verdienen", sagte die Ministerin in der ARD-Sendung "Anne Will".
Unionsfraktionschef Volker Kauder betonte im "Bericht aus Berlin", das System der Neuberechnung sei keine politische Entscheidung, sondern durch das Bundesverfassungsgericht vorgegeben. Der künftige Regelsatz ergebe sich aus der aktuellen Verbrauchsstichprobe des Statistischen Bundesamtes. Annelie Buntenbach vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sprach in diesem Zusammenhang gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" von Statistiktricks und Mauschelei.
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