Seit Wochen steht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Kritik - seit die Umfragewerte bröckeln, auch immer mehr in den eigenen Reihen. Nun geht sie in die Offensive. Mit Blick auf den Koalitionspartner kündigte sie in der Bild-Zeitung einen harten, aber sachlichen Wahlkampf an. Auf den Vorwurf gemünzt, sie würde als CDU-Vorsitzende Parteiwerte zu oft hinten anstellen, sagte sie: "Ich trage keine Uniformen. Wenn ich Parteivorsitzende bin, lege ich meine staatliche Verantwortung nicht ab."
Eine Anspielung auf Günter Oettingers Forderung, sie solle öfter die Uniform der Kanzlerin ablegen und die der Parteichefin anlegen. Auch zu den Querelen in der Wirtschaftspolitik nahm sie Stellung und fuhr dabei die Linie ihres Wirtschaftsministers Guttenberg (CSU). Eine Rettung des Autobauers Opel könne es nur nach Vorlage eines tragfähigen Zukunftskonzeptes geben. "Scheinhilfen wie beim Baukonzern Holzmann retten die Arbeitsplätze nicht", kritisierte sie die Wirtschaftspolitik ihres Vorgängers Gerhard Schröder (SPD). Zudem warnte Merkel vor einer Überforderung des Staates im Zuge der Wirtschaftskrise und betonte, nach kruzfristigen Überschreitungen von Grenzen schnell wieder auf den erprobten wirtschaftspolitischen Kurs der Union zurückkehren zu wollen.
Das Interview mit der Bundeskanzlerin finden Sie in der
BILD
Foto: ddp
Seit Wochen steht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Kritik - seit die Umfragewerte bröckeln, auch immer mehr in den eigenen Reihen. Nun geht sie in die Offensive. Mit Blick auf den Koalitionspartner kündigte sie in der Bild-Zeitung einen harten, aber sachlichen Wahlkampf an. Auf den Vorwurf gemünzt, sie würde als CDU-Vorsitzende Parteiwerte zu oft hinten anstellen, sagte sie: "Ich trage keine Uniformen. Wenn ich Parteivorsitzende bin, lege ich meine staatliche Verantwortung nicht ab."
Eine Anspielung auf Günter Oettingers Forderung, sie solle öfter die Uniform der Kanzlerin ablegen und die der Parteichefin anlegen.