Deswegen habe ich dazu kein eigenes Wissen. Ich habe mit der Sowjetunion nie darüber gesprochen." Dies schließe aber nicht aus, dass "sie gegenüber dem Außenminister oder dem Bundeskanzler geäußert wurde".
In dem Doppelinterview mit dem damaligen Verhandlungsführer Günter Krause (CDU), der die Frage aufwarf, "wie wir mit den Ergebnissen der Bodenreform zukünftig umgehen", fragte Schäuble: "Welche Regelung hätte man denn nehmen sollen? Die von 1945? Die von 1933? Von 1939? Von 1918? Oder vom Reichsdeputationshauptschluss von 1806". Man müsse "Regelungen finden, die für die Zukunft vernünftig sind, so der heutige Innenminister weiter.
Im schwarz-gelben Koalitionsvertrag ist auf das Drängen der FDP hin vereinbart worden, eine Wiedergutmachunsglösung für die politisch Verfolgten 1945-49 zu ermöglichen. Konkret heißt es dort:
Wir werden eine Arbeitsgruppe bilden, die im Hinblick auf die Enteignungen 1945 bis 49 prüfen soll, ob es noch Möglichkeiten gibt, Grundstücke, die sich im Eigentum der öffentlichen Hand befinden, den Betroffenen zum bevorzugten Erwerb anzubieten.
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Foto: Michael Gottschalk/ddp