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Manager-Bündnis gegen Merkel
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Die "Energie-Reise" von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird doch ungemütlicher als erwartet. Eigentlich als Werbefeldzug für die neue Energiepolitk der Bundesregierung gedacht, regt sich nun Widerstand. Mehr als 40 Top-Manager haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um gegen Merkel und ihre Energiepoltik zu protestieren. Am Samstag sollen in ganzseitigen Anzeigen "Mut und Realismus für Deutschlands Energiezukunft" gefordert werden. Laut "Handelsblatt" wird die Bundeskanzlerin zum Verzicht auf neue Energiesteuern und der weiteren Nutzung der Kernkraft aufgefordert.

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Neben Managern wie Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann, Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube und BDI-Präsident Hans-Peter Keitel unterstützen auch Otto Schily, Wolfgang Clement (beide SPD) sowie Friedrich Merz (CDU) die Aktion.

Auch der Fraktionsvize der CDU/CSU im Bundestag, Michael Fuchs, soll den Aufruf unterzeichnet haben. Es scheint nach dem Vertrauensverlust in der Bevölkerung scheint Angela Merkel (CDU) nun auch in der Wirtschaft verspielt zu haben. Die Manager wollen, entegegen den Plänen von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU), dass die Kernenergie auch weiterhin als Zukunftstechnologie behandelt wird, denn sonst würde man "Kapital in Milliardenhöhe vernichten, zu Lasten der Umwelt, der Volkswirtschaft und der Menschen in unserem Land."

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handelsblatt.com

 

Foto: Jan Woitas/Pool/ddp



Redaktion FreieWelt.net, 20.08.2010 13:18 | Kommentare (13)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (13)

lepus, 23.08.2010 15:07
@Frank56, 23.08.2010 00:24
Nanu - was für eine Logik: Sie wollen die Welt eigentlich gar nicht in Gut und Böse aufteilen, tun es aber dann doch und ermuntern sogar auch noch alle anderen dazu? War doch meine Kritik: Bitte nicht so plakativ, es gibt mehr Grau als Schwarz und Weiß. Bitte keine Schubladen aufmachen.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung sieht die Sache ganz anders aus. Da hat das Finanzamt nur zwei Schubladen erlaubt. Und in die Schublade mit dem Minuszeichen kommen die Entsorgungskosten - Punkt.
Dass der Verbraucher bei jedem Produkt mit dem Preis immer sämtliche Kosten und den Gewinn des Anbieters zahlt, sollte sich sogar in Deutschland inzwischen rumgesprochen haben und nicht mehr zu irrationalen Missfallenskundgebungen Anlass geben.
Lassen Sie doch einfach mal die Rundumschläge mit Scheuklappen und sagen sie, dass in Ihren Augen die Stromerzeuger zu viel Gewinnaufschlag durchsetzen können. Da bin ich sofort bei Ihnen. Ursache ist schlicht und einfach die marktwirtschaftlich unbefriedigende Oligopolsituation.

Vom kleinen Einmaleins der Betriebs- und Volkswirtschaft zurück zu den prinzipiellen Überlegungen.

"Wir" brauchen keine Alternativen zur Kernenergie auf Teufel komm raus, sondern eher ihre Weiterentwicklung. (Stichworte "Hochtemperaturreaktor", "schneller Brüter" "Kernfusion" etc.)

Leider haben es in unserem Land rückwärtsgewandte Ideologen mit Hass auf die "kapitalistische" Industriegesellschaft und irrationaler Angst vor deren angeblich unausweichlich katastrophalen Zukunft mit ihrem religionsähnlichen Sendungsbewusstsein geschafft, Politik und Medien mit ihrer Vorstellung von "political correctness" zu dominieren.

Das Ergebnis sieht man sogar in dem hier kommentierten Aufruf. Zunächst einmal wird der grünen Ideologie gehuldigt (Stichwort Klimakatastrophe) nur um ein wenig Zeit zu schinden.

Wie am Ende der Entwicklung der Energiemix aussehen wird, ist offen. Leider wird die Diskussion darüber in weiten Teilen völlig losgelöst von der Sache geführt und wird zur Glaubensfrage.

Es wird teuer (41% Staatsanteil und Oligopolgewinnraten sind für eine Industrienation mit Schwerpunkt Export tödlich) und nicht zielführend. Dafür haben wir dann ein gutes Gewissen.

Sind wir Idioten? Ja.


Frank56, 23.08.2010 00:24
@ lepus, 22.08.2010 13:54

Ich will die Welt gar nicht in Gut und Böse aufteilen, das soll jeder für sich selbst tun. Ich bleibe trotzdem dabei, dass die Entsorgung kein Bestandteil der Gewinn/Verlustrechnung ist, denn die bezahlt der Endverbraucher über den Aufschlag im Strom-Preis.
http://www.kkl.ch/de/i/entsorgung_content---1--1182.html
Nun kann man geteilter Meinung sein, wenn das Verursacherprinzip angesprochen wird. Ich kann mir ja nicht aussuchen aus was der Strom gewonnen wird und frühere Abmachungen im Bundestag sind ja beschlossen um nicht eingehalten zu werden. Wenn das andere bestimmen, dann wären andere diese Verursacher!? Wo liegt der Unterschied, ob das der Staat über die Steuer oder der Kunde über den Preis-Aufschlag bezahlt? Am Gewinn ändert das schließlich nichts! Das mit der Million am Tag habe ich von einem Ex-Betreiber! Und das noch nicht angesprochene findet man in den Parteispenden!
Was allerdings genauso unsinnig wäre, eine Steuer (die wird ja letztlich auch in dem Strompreis integriert) dafür zu verwenden um den Haushalt zu sanieren oder Schulden abzuzahlen. Wenn diese zweckgebunden der Forschung alternativer Energien dienen würde, da gäbe es keine Einwände. Mich interessieren die Mitunterzeichner nicht, ich habe eine eigene Meinung. Den Grund kennen wir alle, die Staatsverschuldung. Gibt es überhaupt noch ein Thema, wo wir am Ende nicht als Diener des Geldes entdeckt werden? Ein kleines Stück Papier und dessen Vermehrung entscheidet über Risiken, Leben und Tod? Sind wir Idioten?


Meier, 22.08.2010 22:21
Ein Blick über die Grenzen zu unseren Nachbarn zeigt das ganze entsetzliche deutsche Dilemma und erweitert der eigenen Horizont.
Dort werden weiter AKW`s betrieben und neue gebaut, weil man sich nicht mit ideologisch unsinnig überteuerten Strompreisen erdrosselt.
Dort ist die Bevölkerung nicht angstkrank oder sonstwie irrational verbohrt.
Laut den Pisastudien sogar intelligenter und darum wählen sich die klugen Nachbarn nur mit Direktwahlen die mehrheitsfähigen, klügeren Politiker, die ihre Mehrheitsinteressen schützen und vertreten.

Die kämen nie auf die Idee, sich mit Zweitstimmen für Parteien sich zusätzlich noch andere Politiker mit anderen Absichten zuzulegen.

Angenommen wir haben unerwartet Glück, dann befreien die EU-Wettberwerbs- und Verbraucherschutzkommisare uns vom deutschen "Öko-Mehltau" und wir müssen nicht weiter Öko-Schutzgelder an Öko-Spekulantenkartelle zahlen.

Hilfe kann in Deutschland wahrscheinlich nur noch von außen kommen.


Kritikus, 22.08.2010 22:13
Wer Geld hat, hat Macht, wer Macht hat, kann machen, was er will. Das spielt doch eine Frau Merkel keine Rolle!!

lepus, 22.08.2010 13:54
@Frank56
So einfach ist das Alles? Gierige Manager, von denen man nichts anderes erwarten kann gegen Verstand und Risikoabwägung? So einfach und plakativ ist das? Von Managern ist also nichts anderes zu erwarten? Auch nicht von den Mitunterzeichnern Clement, Schily und Merz - auch alles gierige Manager?
Wie verblendet muß man sein, um dann auch noch ungeprüft die Behauptung zu verbreiten, dass die Entsorgungskosten kein Bestandteil der Gewinn/Verlustrechnung sind?
(http://www.kernenergie.net/kernenergie/Themen/Finanzierung-KE/keine_Subventionen/index.php)
Jeder grüne Stuss fällt leider bei uns häufig auf fruchtbaren Boden - der angeblich bemühte Verstand wird erst gar nicht eingeschaltet. Es gibt halt Gutmenschen (dazu gehören alle grünen Ideologen) und Böse (dazu gehören alle Manager) Bitte Niemanden mit Tatsachen verwirren!


Petra, 22.08.2010 12:16
Mitmachen!

Quelle: http://www.dr-hankel.de/zweiter-brief-an-die-bundesregierung/


lepus, 21.08.2010 13:39
@Walter Wasilewski
Also bitte! 40 gegen Millionen?
Die Relationen sehen vollkommen anders aus:
In einer aktuellen Forsa-Umfrage für den FOCUS sagten 81 Prozent der Befragten, auf Kernenergie könne nicht völlig verzichtet werden.
Das sind also nicht 40 sondern ca. 66000000 Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/umfrage-zustimmung-zu-atomenergie-waechst_aid_533968.html
Ein schöner Kommentar zum Thema von Edgar Gärtner, Ausschnitte:
....Dieser Appell, das kann man jetzt schon sagen, wird die deutsche Wirtschaft nicht vorm grünen Selbstmord bewahren. Denn er bleibt von vornherein dem krankhaften grünen Weltbild verhaftet, wonach die drastische Senkung der CO2-Emissionen durch den Umstieg von preisgünstigen „fossilen“ auf teure und unstete „erneuerbare“ Energien die Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen soll. Noch vor fast genau fünf Jahren, im August 2005, d.h. kurz vor der folgenreichen Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin, hatte Carsten Kreklau, damals Mitglied der Hauptgeschäftsführung des BDI, erklärt, die deutsche Politik müsse zur Kenntnis nehmen, „dass absolute Emissionsminderungsverpflichtungen wie im Kioto-Protokoll international nicht durchsetzbar sind. Wenn wir in Deutschland mit höchstem Aufwand und immensen Kosten versuchen, den CO2-Ausstoß weiter zu senken, bringt das für das weltweite Klima fast nichts.“ Der BDI war damals drauf und dran, sich von der "Klimapolitik" nach Kioto-Muster zu verabschieden.
Doch nach Angela Merkels Wahl ließ sich der Industrieverband - offenbar getragen von der Hoffnung, die Atomwirtschaft zum zweiten Standbein des parasitären Öko-Industriekomplexes machen zu können - darauf ein, tatkräftig an der Ergrünung der Deutschland AG mitzuwirken, indem er seine Mitgliedsunternehmen ermutigte, massiv in unwirtschaftliche Wind- und Solarparks zu investieren, um von deren gesetzlich garantierten Stromeinspeisevergütungen zu Lasten der Verbraucher zu profitieren.Dabei wollten die Industrievertreter nicht wahrhaben, dass die Zerstörung der Industriegesellschaft logischer Bestandteil des grünen Weltbildes ist.....
Der komplette Kommentar hier:
http://ef-magazin.de/2010/08/21/2452-energiepolitischer-appell-wirtschaftsbosse-wechseln-vom-tiefschlaf-in-den-halbschlaf


Petra, 21.08.2010 12:48
Die CDU versinkt immer mehr im linksideologischen Sumpf.

Frank56, 21.08.2010 06:57
… denn sonst würde man "Kapital in Milliardenhöhe vernichten, zu Lasten der Umwelt, der Volkswirtschaft und der Menschen in unserem Land."
Kein neues Thema: Es gibt wie immer mindestens 2 Ansichten. Die eine geprägt von einer Gewinn/Verlustrechnung (was anderes will man von Managern erwarten), die andere geprägt von Verstand/Risiko. “Kapital in Milliardenhöhe vernichten“, ist natürlich richtig wenn man weiß, dass ein einziger Atommeiler am Tag eine Million ¤ an Gewinn abwirft, defacto eine Geldmaschine sondersgleichen ist! Da kommt eine saftige Rendite raus wenn man Anteile an den Energieunternehmen hat! Glaubt hier wirklich einer, dass die 40 Top-Manager sich Gedanken um die Menschen in unserem Lande machten? Kann ich den Witz nochmal in Farbe hören? Glaubt hier jemand, dass der gewählte Begriff “Volkswirtschaft“ in Verbindung mit Arbeitsplätzen gebracht werden kann? Auch die Entsorgung der Brennstäbe ist kein Bestandteil der Gewinn/Verlustrechnung, denn die gehören dem Steuerzahler! Ob nun Wind oder Solar der Weisheit letztes Wort war ist eher unsicher, aber sicher ist, wir brauchen Alternativen zur Kernenergie.


Lion Edler, 20.08.2010 22:20
Diejenigen, die Ahnung haben und was leisten, werden von Merkel und der Politik-Clique abgemeldet, Alles wie immer also. War ja in dem Staat von Merkels Jugend auch schon so.



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