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28.05.2012
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"Wir brauchen dringend eine Qualitätsdebatte"
Weitere Themen: Kindergartenpflicht, Bildung, Reformen



Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) spricht mit FreieWelt-Autor Jürgen Liminiski über Krippen, Betreuungsgeld und Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung.

Die Zahlen der Geburten sinken weiter, das letzte statistisch erfasste Jahr erlebte die absolut niedrigste Geburtenzahl seit dem Zweiten Weltkrieg, Deutschland ist mittlerweile nicht nur das älteste Land Europas, weltweit hat nur noch Japan ein höheres Durchschnittsalter, es ist auch eines mit den geringsten Geburtenzahlen der Welt.

Dabei war die Erhöhung der Geburtenquote von jetzt 1,3 auf 1,7 pro Frau erklärtes Ziel der Bundesregierung und ein Argument für die Einführung des Elterngeldes sowie den Ausbau der Struktur für Krippenplätze. Weitere Ziele waren eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen und eine bessere Frühförderung von Kleinstkindern. Können diese Ziele überhaupt noch erreicht werden, wird vielleicht nicht sogar zu viel investiert, weil wegen der geringeren Zahl an Geburten der Bedarf an Krippenplätzen auch sinkt? Brauchen wir den vollen Ausbau auf 750.000 Krippenplätze noch?

Die Sozial- und Familienministerin in Bayern, Christine Haderthauer, sieht das differenzierter. Im Gespräch mit FreieWelt.net plädiert sie für einen „bedarfsgerechten Ausbau“. Das müsse das Ziel sein. Nach einer Schätzung des Deutschen Jugendinstituts gebe es einen „Bedarf von 31 Prozent für unter Dreijährige in Bayern und von 35 Prozent in anderen Bundesländern“. Das bedeute, dass man in der Tat nicht so viele Krippenplätze brauche. Aber bedarfsgerechter Ausbau bedeute auch, dass man etwa auf dem Land weit weniger Krippenplätze brauche als in der Stadt, wo der Bedarf auch mal über 50 Prozent liegen könne. Auf jeden Fall müsse immer wieder geprüft werden, wie der Bedarf sich entwickele. Dabei müsse ferner ins Kalkül gezogen werden, dass im ersten Babyjahr das Kind zu Hause sei, jedenfalls sei das die Intention des Elterngeldes. Das wären bei rund 1,3 Millionen Kindern dann rund 420.000 Krippenplätze. Liegt hier ein Sparpotential, gerade auf kommunaler Ebene, wo die Kassen ja noch klammer sind als beim Bund? Haderthauer: „Ja, das ist vollkommen richtig, man sollte sich wirklich an dem Bedarf, der gemeldet wird, orientieren und nicht irgendwelche Zahlen aus Statistiken herausnehmen“. Man habe es hier mit „einem atmenden Thema“ zu tun, bei dem sich die konkreten Zahlen jedes Jahr veränderten.

In diesem Zusammenhang verweist die Familienministerin auch auf das sich ändernde Verhalten der Gesellschaft. Man erlebe „bei sinkenden Geburtenzahlen einen steigenden Trend zur immer früheren und vor allem auch immer längeren, also über den Tag hinweg längeren Fremdbetreuung“. Das gelte auch für das erste Lebensjahr, in dem trotz des Elterngeldes etwa zehn Prozent der Eltern sich für die Fremdbetreuung entschieden und deshalb auch Krippen-Bedarf anmeldeten.

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Im dritten Lebensjahr stiegen die Bedarfszahlen dann sogar auf rund 40 Prozent und in Großstädten auf nahezu 50 Prozent an.

Die Zahlen seien das eine, die Qualität der Betreuung und Erziehung das andere. Frau Haderthauer vermisst eine Qualitätsdebatte in Deutschland. Diese Debatte sei „dringend notwendig“ und sie betreffe keineswegs nur die Qualität der Erzieherinnen, sondern auch die „Qualität der elterlichen Erziehungsleistung“. Hier fehle es deutlich an Anerkennung. „Wenn wir weiterhin die elterliche Erziehungsleistung so stiefmütterlich behandeln, wie wir das derzeit leider seit Jahren tun, und zwar auch von der Bundespolitik her, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, dass auch die Qualitätsdebatte, wenn Erziehung außerhalb der Familie stattfindet, nicht ganz auf dem Laufenden ist“. Sie lege in Bayern „sehr, sehr großen Wert auf die Qualität, und zwar vor allem für die unter Dreijährigen“. Es sei „eine enorme Herausforderung für ein Kind unter drei Jahren, je nachdem wie lange und wie früh es in die Krippe kommt, diese Zeit zu meistern“. Da brauche es hoch kompetente Fachkräfte. Deswegen gehörten zu den Fortbildungsschwerpunkten in Bayern seit Jahren die Arbeit der Erzieherinnen und der Fachkräfte für Kinder unter drei. Außerdem setze sie „sehr stark auf Tagesmütter“. Das führe auch zu einer größeren Flexibilität, wenn der Bedarf an Plätzen sich ändere.

Schwieriger sei es, die Elternkompetenz zu steigern. Dazu sei nach Ansicht der Ministerin „eine gesellschaftliche, gesamtpolitische Debatte nötig. Das könne die Politik alleine nicht stemmen. Wenn wir Rahmenbedingungen haben, in denen der Lebensentwurf, Elternverantwortung persönlich wahrzunehmen, nicht belohnt wird, sondern eher mit Chancenverlust einhergeht, dann brauchen wir uns  über sinkende Geburtenzahlen nicht wundern. Kinder kann man nicht kaufen, weder mit Elterngeld noch mit Versprechungen auf Betreuungsplätze“. Wenn dem so wäre, „dann hätten wir in den neuen Bundesländern extrem gute Geburtenraten, denn dort haben wir leer stehende Kinderkrippen“. Es gehe darum die Wahlfreiheit herzustellen für Paare, die in ihrem Lebensentwurf Kinder vorsehen und dies als schön empfinden. Hier fehlten „ganz massiv Rahmenbedingungen, erstens als Wertschätzung für elterliche Arbeit und zweitens in der Arbeitswelt. Wer heute den Arbeitsplatz etwas früher verlässt, um auf ein Golfturnier zu gehen, hat große gesellschaftliche Anerkennung; wer den Arbeitsplatz früher verlässt, um die Mutter im Pflegeheim zu besuchen, hat auch gesellschaftliche Anerkennung, wer ihn aber früher verlässt, um sein kleines Kind aus der Krippe zu holen, der ist gerade als junger Vater nicht unbedingt der coolste Typ im Betrieb. Und daran müssen wir erst mal arbeiten“.

Zu der Erziehungsleistung der Eltern gehört nach Meinung der Ministerin auch die Bildung einer gesunden emotionalen Bindung zwischen Kind und Eltern. Die Bindungsforschung lege immer wieder erstaunliche Ergebnisse vor. Diesen Ergebnissen werde in der Politik weder bei der Krippen- noch bei der Bildungs- oder auch der Qualitätsdebatte Rechnung getragen. Sie sei darüber „konsterniert“, dass diese „ganz klaren Erkenntnisse der Hirnforscher negiert werden“. Denn es handele sich dabei um Erkenntnisse, die die Forscher mittels Langzeitstudien gewonnen hätten. „Ich glaube, es passt einfach nicht in das politische Klima, gerade auf Bundesebene. Seit Jahren wird eben dort propagiert: Wer sein Kind nicht in die Krippe bringt, der versäumt Bildungschancen für das Kind. Auf diese Weise wird propagiert, dass Bildung etwas mit außerfamiliären Einrichtungen zu tun hätte und es wird eben nicht gesehen, dass die notwendigen Grundlagen und Voraussetzungen, dass diese Einrichtungen überhaupt mal erfolgreich bilden können, in der Familie und von Eltern geschaffen werden. Die Bindung ist die Grundlage. Auf ihr baut sich alles andere auf. Diese Bindung zwischen Eltern und Kind ist auch durch professionelle Erzieherinnen und Erzieher nicht zu ersetzen“. Deshalb sollte man, wenn Probleme in Familien auftauchten, nicht die Kinder aus den Familien herausnehmen, sondern die Eltern stärken, damit sie ihre Aufgabe wahrnehmen könnten.

Die FDP und auch Teile der CDU sprechen sich immer wieder gegen ein Betreuungsgeld und für Gutscheine aus. Frau Haderthauer ist „davon nicht beeindruckt“. Sie sei nach wie vor für gute Scheine statt Gutscheine. „Mein Einsatz für das Betreuungsgeld ist ungebrochen“. Das Betreuungsgeld sei „auch ein gesellschaftspolitisches Signal, das die Elternleistung ansprechen soll“. Ohne Betreuungsgeld „haben wir auch keine Wahlfreiheit in den Köpfen geschaffen, sondern eine einseitige Einbahnstraße“. Sie wende sich in diesem Zusammenhang auch strikt dagegen, „Eltern kollektiv Misstrauen entgegenzubringen, und genau das tut man, wenn man sie mit Gutscheinen abspeisen will“. Das sei „diskriminierend und kein Ansatz für eine bürgerliche Politik“. Es sei fraglich, ob bildungsferne Familien ihre Kinder in Musikschulen schicken würden, nur weil sie plötzlich einen Gutschein in der Hand hielten. Die allermeisten Eltern suchten nach den besten Lösungen und Optionen für ihr Kind.

 

Foto: Lennart Preiss/ddp



Jürgen Liminski, 11.08.2010 08:08 | Kommentare (9)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (9)

babsi, 11.08.2010 21:59
n diesem Zusammenhang verweist die Familienministerin auch auf das sich ändernde Verhalten der Gesellschaft. In diesem Zusammenhang verweist die Familienministerin auch auf das sich ändernde Verhalten der Gesellschaft. Zitat Frau Haderthauer: Man erlebe „bei sinkenden Geburtenzahlen einen steigenden Trend zur immer früheren und vor allem auch immer längeren, also über den Tag hinweg längeren Fremdbetreuung“.
Weiß die gute Frau nicht, daß die Familien in den letzten Jahren durch falsche Besteuerung immer ärmer geworden sind? Es ist also etwas zu beobachten, was der Staat selber verschuldet - nicht die Menschen machen das auf einmal: nein sie müssen ihre Kinder betreuuen lassen, um Geld zu verdienen!!!!!!!!!!!!!


W.M.Kröger, 11.08.2010 16:28
"Wir brauchen eine neue Qualitätsdebatte": Die Diskussion setzt vollkommen falsch an. Die Politik schafft durch jahrzehntelange Benachteilligung von Familien in Deutschland die Fakten niedriger Geburten, ja, sie zwingt Familien in doppelte Erwerbstätigkeit und somit zu Fremdbetreuung. Das muss nicht sein. Die vom Bundesverfassungsgericht festgestellte Familienbenachteiligung kann leicht durch steuerliche Entlastung aufgehoben werden, damit erübrigt sich dann auch der Zwang zur Doppelverdienerschaft und schafft erneut Anreize für mehr Kinder. Ich empfehle meinen Kindern auszuwandern, statt das Altenheim D mit überbordenden Steuern zu alimentieren.

Friedemann, 11.08.2010 15:55
Es ist ermutigend, zu wissen, dass es wenigstens eine Politikerin gibt, die sich wissenschaftlichen Ergebnissen gegenüber nicht verschließt, wirklich beruhigend ist das aber nicht. Ich befürchte, dass die einmal losgetretende Lawine Krippenplatzgarantie ab 2013 nicht mehr ohne weiteres gestoppt werden kann, allenfalls kann sie umgelenkt werden, z.B. durch ein alternativ angebotenes Betreuungsgeld. Sicher werden da 150 Euro nicht ausreichen, ein Krippenplatz kostet demgegenüber schliesslich 1000 Euro Steuergeld. Würden Eltern, wie von Paul Kirchhof einmal vorgeschlagen, 500 Euro pro Kind und Monat erhalten, von dem dann jeder die Betreuung selbst organisieren muss und sie dann natürlich auch selbst übernehmen könnte, ließe sich die Lawine vielleicht noch umlenken. Für wichtig halte ich die von Herrn Oberdörffer hervorgehobenen Aspekte zur Anerkennung der Leistungen der Mütter. Beängstigend ist für mich die immer wieder beobachtete Entfremdung einer zunehmenden Zahl von Eltern von ihren Kindern, die zu immer mehr erziehungsunfähigen Eltern führen dürfte, wenn man sich nicht, wie Frau Haderthauer richtig ausführte, diesem Problem stärker annimmt.

Enders, 11.08.2010 14:51
An die "C"ommerziell "S"cheinheilige "D"ämagogen- Union :
Ihre Botschaft hör ich wohl, allein es fehlt der Glaube, dass Sie das wirklich ernst meinen und umsetzen wollen, denn dazu hätten Sie längst Gelegenheit genug gehabt.
50 Jahre lang hat ihre CSU Familienpolitik gegen die Interessen der Familien gemacht, Familien systematisch benachteiligt und ausgebeutet. Sie haben schon immer christliche Grundwerte gepredigt, tatsächlich aber Eltern diskriminiert und kriminalisiert.
Nur ein Beispiel: Aus dem ursprünglichen Ausnahmefall Zeitarbeit haben doch genau Sie den Regelfall der Sklaverei gemacht, Kündigungsschutz und Weiterbeschäftigungspflicht für Zeitarbeiter gestrichen, was letztlich dazu geführt hat, dass ein Facharbeiter oder Ingenieur mit seinem Einkommen heute keine Familie mehr ernähren kann.
Beide Eltern müssen arbeiten, um das Notwendigste für Sozialversicherung, Krankenkasse, Miete, zu erwirtschaften
und werden zum Dank dafür bezichtigt, sie würden ihre Kinder vernachlässigen, nur damit Sie nach DDR-Methode Einfluss nehmen können.
Wohlstand und Familie schlie0en einander aus. Das ist Gift für die Familie als Keimzelle des Staates.
Doch noch viel mehr wenn Sie die Familie erst kaputt gemacht haben:
Tausende von Kindern haben Sie
zu Trennungs- und Scheidungswaisen gemacht, Kinder ohne Not aus Familien gerissen, von den Eltern entfremdet
und sich an den Rückspenden Ihrer Helferindustrie bereichert.
Gerade Ihre Lobby ist es doch, die an der Zerstörung und an der Ausbeutung
der Familien profitiert.
Deshalb drängt sich mir der Eindruck auf :
Das "S" steht längst nicht mehr für sozial, sondern für scheinheilig sonst wäre längst geklärt, dass die Wirtschaft für die Menschen, für die Familien da ist und nicht umgekehrt
die Menschen für die Wirtschaft, die Heuschrecken.
Und auch das "C", so glaube ich, steht längst nicht mehr für christlich sondern eher für commerziell oder seit Ihrer Rechtschreibreform gar für corrupt.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass ihre Umfrage- und Wahlergebnisse unter Berücksichtigung der Wahlbeteiligung,
die ja ein Maß für die Politikverdrossenheit der Bürger ist,
unter den Mehrwertsteuersatz gesunken sind.


The Duke, 11.08.2010 13:55
Vorab ein paar Takre zu dem Spruch des Tages - über die Vernunft-.
Vernünftig wäre es : Nicht zu rauchen
Vernünftig wäre es : Nicht zu kiffen
Vernünftig wäre es : Normal zu arbeiten
und nicht akkord und zwei Jobs, um nach
Thailand in Urlub zu fliegen.
Vernünftig wäre es: sich an die natürlichen Gesetze für unser Leben zu halten. Von Sonntag - Freitag zu arbeiten und am Smstag zu tuhen - echt zu ruhen. Die Ärzte hätten dann allerdings weniger zu tun. Die Menschen wären ausgeglichener .
Vernünftiger wäre es die Politiker um 50 % zu reduzieren. Der Bundestag ist so wie so nur zu 30$ besetzt.

Damit würde viel Geld frei werden für Familien, dmit die Mütter sich um ihre Kinder kümmern können.
Vernünftig wäre es unsere ausländischen Freunde wieder zu rück in ihre Heimatländer zu schicken - die werden dort dringender gebraucht als hier. Unsere Väter haben keine Arbeit
und müssen als "Sklaven" von dem zu geringen Arbeitslosengeld leben. Nicht jeder der will hat auch einen gut bezahlten Job.
Die elterliche ERziehung ist nicht etwas was das Bundesland Deutschland seinen Eltern "großzügiger" Weise einräumt, sondern ein von Gott gegebenes Grundrecht an das Ehepaar.
Keine Kirche und kein Staat oder Bankenkonsortium bestimmen darüber sondern alleine die Eltern.
Da der Staat den Familien sprich den arbeitenden Teilen der Familie über Steuern und andere "Tricks" Geld wegnimmt, ist er verpflichet, den in Not geratenen Familien entsprechendes Geld zurück zu geben.
Für den 1. und 2. Weltkrieg sind die internationalen Bankiers verantwortlich.
Ihre Gier nach immer mehr Geld und Macht
hat die europäischen Staaten und andere auf dieser Welt in den Ruin getrieben.
Kein "Geschäft" ist so groß wie Krieg.
Die folgenden Genrationen werden ihres Eigentums beraubt. Deutschland braucht;
1.) wieder eine eigene Währung z.B.D-Mark die von einem eigenen , unabhängigen deutschen Staat hergestellt wird und nicht von intern.
Banken oder Organisationen.
2.) Der Abzug alles ausländischen Militärs ohne wenn und aber!

3.) Die Rückgabe aller zum Deutschen Reich vor dem 1. Weltkrieg gehörenden Besitz.
Das beinhaltet auch, daß Russland dem
polnischen Staat seine Besitztümer zurück gibt.
Es wäre nicht eine deutsche Bombe auf London abgeworfen worden oder eine V 2 Rakete eingeschlagen, hätten nicht US
Geschäftsbanken und Unternehmer den Deutschen im 3. Reich das Geld gegeben
und das Benzin und und und. Der religiöse Hintergrund ist dabei sehr wichtig.
Vernünftig wäre es in Frieden zu leben,
doch dafür braucht es eine "Bekehrung" des menchlichen Herzens zu dem einzigen Heilsbringer "Jesus Christus"
der sein Reich aufrichten wird - ohne Waffen - ohne Vergewaltigung von Frauen
und Kindern und ohne zu morden.


Elmar Oberdörffer, 11.08.2010 13:52
Meine Frau und ich haben fünf Kinder zu tüchtigen Erwachsenen erzogen. Ich habe als Ingenieur das nötige und ausreichende Geld verdient, meine Frau war "nur Hausfrau und Mutter". Nebenbei bemerkt: sie hatte den weitaus schwierigeren und anspruchsvolleren Part! Mit ihrer Erfahrung in Menschenführung, Finanzverwaltung, Multitasking, Terminplanung etc. könnte sie nach Erwerb einiger spezifischer Fachkenntnisse durchaus erfolgreich ein Unternehmen führen. Und das traue ich den meisten Hausfrauen und Müttern zu, die sich in ihrer Familie bewährt haben. Wir hätten uns nie bereit gefunden, unsere Kinder schon mit einem Jahr, auch nicht mit drei Jahren, in eine Kindertagesstätte abzuschieben, damit meine Frau einen Erwerbsberuf hätte ausüben können. Wären wir darauf angewiesen gewesen, und wäre die gesellschaftliche Anerkennung des Berufes "Hausfrau und Mutter" damals schon so gering gewesen wie heute, wir hätten wohl auf Kinder verzichtet. Die Eltern, die heute ihre Kinder im frühesten Lebensalter bereits in eine Kita abschieben, wissen gar nicht, was sie ihren Kindern und auch sich selber damit antun. Gerade die Mutter kann in den ersten sechs Lebensjahren nicht durch Fremdpersonal ersetzt werden, sei es auch noch so gut ausgebildet. Will man die Geburtenrate wieder erhöhen, so muß man erstens dem Beruf "Hausfrau und Mutter" wieder gesellschaftliche Geltung verschaffen, zweitens dafür sorgen, daß die Frauen, die diesen Beruf während des Heranwachsens ihrer Kinder gewählt haben, danach wieder leicht in ihrem erlernten Brotberuf Fuß fassen, drittens, daß in der Regel das Einkommen eines Ehepartners für ein Leben der Familie deutlich oberhalb der Armutsgrenze ausreicht. Solange diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, wird die Geburtenrate weiter sinken.

Prof.Dr. Hans Schieser, 11.08.2010 10:51
Solange bei uns nicht das im Grundgesetz UND in der Universalen Menschrechtsdeklaration ausdrücklich garantierte ELTERNRECHT respektiert wiurd (für, die es nicht wissen: "die Eltern haben das ERSTE Recht, die Erziehung ihrer Kinder zu bestimmen" -- NICHT DER STAAT!) sonage sind wir in einer totalitären Diktatur!
Lasst die Eltern selber bestimmen (Vorschul-Kinderbetreuung, Homeschooling!) und es wird asich von selber ein "Markt" an Kinder"aufbewahrungs"stätten und Schulen ergeben. Der Staat soll die "Finger" von jeglichem Bildungswesen lassen und lieber den Eltern HELFEN, ihren Kindern eine gute Erziehung und Bildung zu ermöglichen!


Freidenker, 11.08.2010 10:26
Klingt alles wirklich gut. Aber stellt man sich Frau Haderthauer in der "Regierungsverantwortung" vor, würde sie wohl den gleichen volkspädagogischen Unsinn umsetzen, mit dem all diese Gesellschaftsklemper zuvor uns auch schon beglückt haben.

Petra, 11.08.2010 08:26
Frau Haderthauer hat mehr Ahnung als Frau von der Leyen bzw. Frau Schröder.


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