Um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird es an der Spitze der CDU immer einsamer. Nach dem gestrigen Rücktritt von Ole von Beust (CDU) als Hamburger Bürgermeister ist die zweite Reihe der Spitzenpolitiker der Union so gut wie nicht mehr existent. Innerhalbe eines Jahres verloren die CDU und ihre Vorsitzende nicht weniger als sechs Ministerpräsidenten und einen Bundespräsidenten. Kommentatoren sprechen bereits von einem "Erosionsprozeß" in der CDU, die selbst als "Merkels Rücktrittsverein" bezeichnet wird.
Sieben Spitzenpolitiker innerhalb eines Jahres nicht mehr im Amt, daran hat auch eine Volkspartei wie die CDU heftig zu knabbern. Dieter Althaus und Jürgen Rüttgers verloren in Thüringen und NRW die Wahlen, von Beust und Roland Koch traten amtsmüde zurück, ebenso wie Bundespräsident Horst Köhler. Christian Wulff und Günter Oettinger wurden nach Brüssel bzw. Berlin "weggelobt". Da die Ministerpräsidentn zusätzlich im CDU-Präsidum saßen ist Merkel gleichsam alleine mit der Führung der CDU gelassen worden. Nach Ansichten verschiedener Politikjournalisten ist auch der Führungsstil der Kanzlerin der Hauptgrund für den Verlust einer ganzen Generation von Unionspolitikern.
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Foto: Michael Gottschalk/ddp
Um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird es an der Spitze der CDU immer einsamer. Nach dem gestrigen Rücktritt von Ole von Beust (CDU) als Hamburger Bürgermeister ist die zweite Reihe der Spitzenpolitiker der Union so gut wie nicht mehr existent. Innerhalbe eines Jahres verloren die CDU und ihre Vorsitzende nicht weniger als sechs Ministerpräsidenten und einen Bundespräsidenten. Kommentatoren sprechen bereits von einem "Erosionsprozeß" in der CDU, die selbst als "Merkels Rücktrittsverein" bezeichnet wird.
Sieben Spitzenpolitiker innerhalb eines Jahres nicht mehr im Amt, daran hat auch eine Volkspartei wie die CDU heftig zu knabbern.