Der Vorstoß von Außenminister Guido Westwerwelle (FDP), die Wehrpflicht möglichst rasch auszusetzen, wurde von Unionspolitikern mit Zurückhaltung aufgenommen. "Hier darf nichts übers Knie gebrochen werden", sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe dem "Kölner Stadt-Anzeiger". CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt betonte, die Frage der Wehrpflicht könne nur im Rahmen einer Strukturreform erörtert werden. CSU-Chef Seehofer forderte Westerwelle auf, sich in der Wehrpflichtdebatte vorerst zurückzuhalten. Westerwelle hatte in einem Interview mit dem "Hamburger Abenblatt" argumentiert, es könne nicht sein, "dass nur noch 16 Prozent eines Jahrgangs ihren Wehrdienst ableisten, während viele andere zur selben Zeit ihre beruflichen Chancen verbessern können".
Dies berühre den Gleichheitsgrundsatz in der Verfassung. Grünen-Chef Cem Özdemir stimmte dem Außenminister in derselben Zeitung zu. Die Abschaffung der Wehrpflicht sei überfällig.
Das Modell einer Freiwilligenarmee hatte zuletzt Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) selbst ins Gespräch gebracht und dies mit einer dramatischen Unterfinanzierung der Bundeswehr begründet.
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Foto: Berthold Stadler/ddp-Archiv
Der Vorstoß von Außenminister Guido Westwerwelle (FDP), die Wehrpflicht möglichst rasch auszusetzen, wurde von Unionspolitikern mit Zurückhaltung aufgenommen. "Hier darf nichts übers Knie gebrochen werden", sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe dem "Kölner Stadt-Anzeiger". CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt betonte, die Frage der Wehrpflicht könne nur im Rahmen einer Strukturreform erörtert werden. CSU-Chef Seehofer forderte Westerwelle auf, sich in der Wehrpflichtdebatte vorerst zurückzuhalten. Westerwelle hatte in einem Interview mit dem "Hamburger Abenblatt" argumentiert, es könne nicht sein, "dass nur noch 16 Prozent eines Jahrgangs ihren Wehrdienst ableisten, während viele andere zur selben Zeit ihre beruflichen Chancen verbessern können".