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CDU: Neues Modell zur Gesundheitsreform
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Laut einem Bericht der Tageszeitung "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag) liegt zur anstehenden Gesundheitsreform offenbar ein neues Kompromissmodell der CDU auf dem Tisch: Die Zusatzbeiträge sollen demnach nach dem entsprechenden Einkommen der Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen gestaffelt werden. Bis zu einem Einkommen von mind. 1400 Euro soll der maximale Beitrag weiterhin bei höchstens einem Prozent des Einkommens liegen.

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Für gesetzliche Versicherte mit hohem Einkommen würde die Belastung von derzeit maximal 37,50 Euro auf 93,57 Euro ansteigen. Am Donnerstag werden die Gesundheitspolitiker der Regierungsparteien ihre Verhandlungen fortsetzen. In der gesetzlichen Krankenversicherung droht im kommenden Jahr ein Loch von maximal elf Milliarden Euro.

Mehr unter: FR Online und sueddeutsche.de

Foto: J.Koch/ddp



Redaktion, 01.07.2010 11:10 | Kommentare (4)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (4)

Friedemann, 02.07.2010 13:10
@xy
In Umlagefinanzierten Systemen zahlt die arbeitende Bevölkerung für die nicht arbeitende Bevölkerung, also besonders auch für Rentner, deren Rente und deren Gesundheit, letztere wird mit zunehmendem Alter immer teurer für das System, da die gesundheitlichen Probleme in der Regel zunehmen. Ohne dien generativen Beitrag, d.h. ohne großgezogene Kinder bezahlt man mit eigenen Beiträgen lediglich für seine Eltern und begleicht damit deren Aufwendungen für etwa 20 Jahre eigene Kindheit. Bei einem Durchschnittsalter von 80 bis 85 Jahren könnte das sogar einigermaßen ausgeglichen gestaltet werden.

@Darin
Kinderlose nutzen die generativen Leistungen der Kinderhabenden, sofern diese später als Leistungsträger die Renten- und Sozialversicherungsbeiträge für ihre Eltern und zusätzlich die Kinderlosen erarbeiten. Kinderlose haben demzufolge keinen eigenen Anspruch auf Umlagefinanzierte Renten- und Krankenkassenleistungen. Mit den ihrerseits eingezahlten Beträgen haben lediglich deren Eltern Anspruch auf Rente und Krankenkassenleistungen, und insofern sind diese auch in jedem Fall zu zahlen. Für die eigene Rente und Krankenversicherung müssten sie sich privat absichern, wenn das System funktionieren soll. Derzeit werden Kinderlose vom Steuerzahler alimentiert und sind, wie für mathematisch Verständige leicht erkennbar ist, die Hauptverursacher der gegenwärtigen Staatsverschuldung. Das Argument der Überbevölkerung in Deutschland ist absoluter Quatsch, ähnlich wie die gegenüber dem Wüstenbewohner vorgetragene Aussage, es würde auf dieser Welt zu viel regnen und deshalb müssen alle Regenwälder abgeholzt werden und jeder, der sich für den Regenwald einsetzt müsste zur Kasse gebeten werden. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen auf dem Niveau absoluter Unkenntnis demographischer und bevölkerungspolitischer Zusammenhänge, insofern sehe ich in einer weiteren polemischen Diskussion ohne Fachkenntnisse keinen Sinn.


Darin, 02.07.2010 00:25
Wär ja noch schöner, wenn wieder einmal Kinderlose bis zum gehtnichtmehr geschröpft werden. Es stinkt jetzt schon zum Himmel, wie man in diesem Land ausgenommen wird, damit Leute Kinder in die Welt setzen können, die sie sich nicht leisten können.

Und das Ganze auf einem total überbevölkerten Planeten. Genau umgekehrt muß es sein: für jedes Kind sollte ordentlich eingezahlt werden müssen, dann überlegen es sich einige vielleicht, ob sie unbedingt dazu beitragen müssen, daß die Erde aus allen Nähten platzt.


xy, 01.07.2010 17:22
Das Verursacherprinzip einfließen zu lassen, ist ein guter Vorschlag. Die Kinderzahl hat mit dem Gesundheitswesen doch aber eher weniger zu tun. Eher mit Pflege- und Rentenversicherung.

Friedemann, 01.07.2010 13:24
Warum müssen immer alle für entstandene Schäden aufkommen und nicht nur die Verursacher von Schäden. Das war bei den Finanzkrisen so und wird nun auch im Gesundheitswesen weitergeführt.

Verursacher der immer höher werdenden Kosten im Gesundheitswesen sind die, die bewusst gesundheitliche Risiken wie Rauchen, üppiges oder ungesundes Essen, Piercing, Alkohol und Drogen, Prostitution, Risikosportarten usw. eingehen, aber dafür keine Zusatzbeiträge entsprechend den daraus entstehenden höheren Kosten bezahlen. Anstelle eines pauschalen oder gehaltsabhängigen Zusatzbeitrages könnte ein auf dem persönlichen Verhaltensrisiko basierender Zusatzbeitrag erhoben werden, ermittelt auf Grundlage einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung, der sogar eine Senkung des Kassenbeitrages auf unter 6% ermöglichen würde. Wer Risiken eingeht, sollte auch für die Folgen selbst aufkommen.

Da zunehmend auch alte Menschen die Kosten erhöhen, sollte ein generativer Grundbetrag entsprechend der Kinderzahl das System ergänzen, Kinderlose sollten demzufolge also 12%, Eltern mit einem Kind 9%, mit 2 Kindern die jetzigen 6%, mit 3 Kindern 3% und mit 4 und mehr Kindern 0% zahlen.

Ein derartiges System würde ein langfristig ohne zusätzliche Steuerzuschüsse auskommendes Gesundheitswesen auf hohem Niveau ermöglichen und wäre zudem vergleichsweise unbürokratisch und damit kostengünstig.



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