Deren Bezüge werden zudem um 2,5 Prozent gekürzt. Das Bundesverteidigungsministerium wird bis zum September eine Verkleinerung der Bundeswehr um 40.000 Soldaten prüfen. Der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses wurde um drei Jahre verschoben.
Auch im sozialen Bereich - dem mit Abstand größten Ausgabenfeld des Bundes - wurde gekürzt: Das Elterngeld beträgt künftig nur noch 65 Prozent des Nettoeinkommens, für Hartz IV-Empfänger wird es gestrichen. Für Letztere werden künftig auch keine Beiträge mehr an die Rentenversicherung abgeführt. Die befristeten Zuschläge beim Übergang vom Arbeitslosengel I ins Arbeitslosengeld II fallen ebenso weg wie der Heizkostenzuschuss für Wohngeldempfänger. Zudem soll die Bundesagentur für Arbeit durch die Gewährung von Leistungen nach eigenem Ermessen ihre Ausgaben drücken. Einzelne Wirtschaftsteile müssen mit Mehrbelastungen rechnen. So sollen eine Finanzmarkttransaktionssteuer, eine Luftverkehrsabgabe und eine Brennelementesteuer eingeführt und Ausnahmen bei der Ökosteuer abgebaut werden.
Opposition und Gewerkschaften kritisierten die Maßnahmen. SPD-Parteichef Gabriel sprach von einem "Dokument des Versagens". Westerwelle sagte dagegen, 80 Milliarden Euro spare man nicht mit der Nagelschere. "Wir haben in den letzten Jahren auch über unsere Verhältnisse gelebt", so der Vizekanzler.
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Foto: Michael Kappeler/ddp