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28.05.2012
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Kristina Schröder widerspricht Kochs Sparvorschlägen
Weitere Themen: Allgemein, Bildung, Familie



Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hält am geplanten Krippenausbau fest und wehrt sich damit gegen die Sparpläne des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU). Dieser hatte vorgeschlagen, Investitionen in Familien- und Bildungspolitik zu streichen. Natürlich müsse Deutschland sparen, so die Familienministerin, aber an den richtigen Stellen: "Kein Finanzbeben darf stark genug sein, um den Kita-Ausbau ins Wanken zu bringen. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz wird kommen", so Schröder gegenüber der "Bild"-Zeitung.

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Kritik erntet Koch auch aus der Opposition: Als "Schuss ins eigene Knie" bezeichnete Thüringens Kultusminister Christoph Matschie (SPD) die Sparpläne. Grünen-Chef Cem Özdemir sieht in Kochs Verstoß eine Konservative Rückwende der CDU. Auch die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, bezeichnete den Vorschlag als rückwärtsgewandt.

Rückendeckung erhält Koch dagegen vom Vorsitzenden der CDU-Fraktion im hessischen Landtag, Christean Wagner. Es dürfe beim Thema Haushaltskonsolidierung keine Tabus geben, so Wagner.

Mehr auf Spiegel-Online.de und Dradio.de


Foto: Axel Schmidt/ ddp



Redaktion, 12.05.2010 12:06 | Kommentare (7)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (7)

Friedemann, 13.05.2010 21:22
Roland Koch hat einmal Recht und einmal Unrecht. Recht hat er, wenn er das Krippenausbauprogramm infrage stellt, Unrecht, wenn er bei der Bildung generell kürzen will. Den jährlich zweistelligen Milliardenbetrag, den letztendlich das irrsinnige Krippengarantieprogramm kosten würde, wenn es die Mehrzahl nutzt und davon muss man ähnlich wie bei Freibier ausgehen, sollte besser in die Sanierung von Schulen und in eine ausreichende Zahl von gut ausgebildeten Lehrern gesteckt werden, so wie es einige Länder, beispielsweise Schweden seit 2008 machen.

Ein Krippenplatz von nur mäßiger Qualität wird vom Steuerzahler mit etwa 1000 Euro subventioniert. Schweden zahlt anstelle von Krippenbetreuung für Elternbetreuung 300 Euro, und das nutzen bis auf wenige Ausnahmen die Eltern seitdem, unter anderem auch im Hinblick auf die psychische Gesundheit ihrer Kinder. Da die Krippenplätze in Schweden aber deutlich besser als in Deutschland sind (Betreuungsschlüssel 1 zu 4 garantiert, Deutschland 1 zu 6, oft aber 1 zu 8 und mehr) sparte demzufolge Schweden pro gezahltem Betreuungsgeld mit dieser klugen Maßnahme mehr als 1000 Euro ein und kann dieses Geld in wirkliche Bildung und nicht in reine Verwahrung, nichts anderes ist eine suboptimale Krippe mit Betreuungsschlüsseln größer 1 zu 3, investieren und damit schwerwiegende Fehler der Vergangenheit korrigieren. Krippenerziehung ist Risikoerziehung, wie übereinstimmend die NICHD-Studie, die größte veröffentlichte in Übereinstimmung mit der zu DDR-Zeiten durchgeführten, wegen des unerwünschten Ergebnisses aber geheim gehaltenen, mit Abstand größten Studie an über 100.000 Kindern gezeigt hat.

Schweden hat immerhin aus bitteren Fehlern gelernt, wie viel mehr psychisch gestörte und schlecht gebildete junge Menschen sind noch erforderlich, um endlich Lernprozesse bei Deutschlands Verantwortlichen in Gang zu setzen? Wie lange noch sollen nützliche Idioten unter der Tarnkappe der Gleichstellungspolitik billige Arbeitskräfte und noch mehr Arbeitslose freisetzen, für die letztlich der Steuerzahler aufkommen muss? Oder spielt das bei den aktuellen Finanzskandalen schon keine Rolle mehr? Oder sollen Menschen gezüchtet werden, die optimal manipulierbar sind und gar nicht mehr das boshafte Spiel durchschauen?


Petra, 13.05.2010 17:09
Die Hirnforschung sagt es eindeutig aus: Kinderkrippen und andere Kollektivverwahrungen sind schlecht für Kinder unter drei Jahren. Kleine Kinder benötigen ihre Mütter den ganzen Tag und nicht nur abends zum Essen. Aber linke Mainstreamer haben noch nie etwas für Fakten übrig gehabt. Die Ideologie muß durchgesetzt werden, koste es was es wolle.
Wer das irrwitzige Kinderkrippenausbauprogramm weiterführen will, der versündigt sich an den Kindern: Verhaltensmäßig und durch kaputte Finanzen.

Noch etwas: Obwohl es nie so viele Krippen wie jetzt gibt, lag die Geburtenrate nie so niedrig wie heute. Ach, das ist ja wieder ein Faktum.


Peter Weber, 12.05.2010 21:36
Dieses Land hat zwei gravierende Probleme: zu wenig Nachwuchs, zu wenig gebildeter Nachwuchs. Dann ausgerechnet in diesen Bereichen anzufangen zu sparen ist das dümmste, was man machen kann. Deutschland investiert eh schon viel zu wenig in die Schulen und Hochschulen, weitere Mittelkürzungen werden den die Zukunft des Standorts Deutschland noch stärker gefährden.

Koch fährt einen völligen Kamikaze-Kurs und opfert die Zukunft des Landes! Als ob es nicht andere Bereiche gäbe wo man sparen kann, Griechenland und Spanien machen es gerade vor!


Astrid Lender-Deehagen, 12.05.2010 18:02
Es wird höchste Zeit,das der Krippen-und Kindergartenausbau vorangetrieben wird,das junge Frauen von der Last ihres Nachwuchses endlich entlastet werden können.Liebste Gockeline und Gleichgesinnte,ob Leute wie Sie es wahrhaben wollen oder nicht.Viele Frauen arbeiten gern und machen gern Karriere.Daran werden Sie in Ihrem grenzenlosen Neid nichts ändern.Und wer Frauen Krippen und Kindergartenplätze ständig verweigert,braucht sich auch nicht über hohe Abtreibungszahlen zu wundern.Keiner Frau von heute ist dieser Schritt zu verübeln.Und daher muß die Abtreibung endlich voll legalisiert werden.Es ist schon lange nicht mehr hinnehmbar,das eine Frau sich noch zu rechtfertigen oder gar zu entschuldigen hat,wenn sie über Ihren eigenen Körper bestimmt.Schon garnicht gegenüber menschlichen Wesen der behaarten und strengriechenden Gattung.
Falls wieder der Vorwurf an mich kommt,ich wäre kinderlos:Ich habe 2 Töchter.Aber ich war keine erdrückende Überglucke sondern Freundin,und habe bis heute ein perfektes Verhältnis zu ihnen.

Astrid Lender-Deehagen/Feministin


Gockeline, 12.05.2010 15:22
KITAS für Kinder unter drei Jahres ist absoluter schwachsinn und keine Förderung für Kinder,außer wo Eltern unfähig sind.
Bezahlen sollen es immer die anderen.
Unsere Politik ist so entscheidungsschwach geworden,dass nun die EU für sie tun muß.Und die ist nicht zimperlich und legt den Rotstift kräftig an, auch im Sozialbereich.
das Spiel ist aus, wo einer hüsch ruft und der andere hott.
Jeder ist immer noch auf dem Trip das Geld auszugeben wo nichts mehr da ist.
Kinder aufzuziehen ist Sache der Eltern die selber entscheiden müßen und nicht der Staat.
Der Staat hat sich zu weit in alles gemischt.
Da wo er eingreifen sollte ,tat er es nicht.


Friedemann, 12.05.2010 14:52
@Klimax
Sie haben Recht, das irrwitzigste Projekt war (hoffentlich wirklich Vergangenheit) diese Garantie auf einen Krippenplatz, verbunden mit der zunehmenden Entwöhnungsstrategie der Eltern von ihren Kindern und die damit verbundene Hoheit über die Kinderbetten durch den Staat. Das hatten wir doch alles schon mal.


Klimax, 12.05.2010 13:02
Das übliche Ritual: einer will sparen, und alle sagen: aber nicht bei mir.

Ab 3 Jahren kann wohl schon heute jedes Kind in den Kindergarten. Plätze stehen zumindest dehr bald, bei zunehmendem Bevölkerungsschwund, zur Verfügung.

Unter 3 Jahren können Kinder von Vater oder Mutter betreut werden. Wer das nicht will, soll selbst Geld in die Hand nehmen und Baby-Internate schaffen und bezahlen. Das muß nicht die Allgemeinheit garantieren, schon gar nicht finanzieren.



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