“ Doch schon sehr schnell wurde dem offenbar seitens der CDU-Fraktionsführung ein Riegel vorgeschoben. Intern wurde eine vorgefertigte Antwortempfehlung für alle Fraktionsmitglieder ausgegeben, mit einem Nein zur Initiativen-Forderung, rein formalistisch begründet mit einem Zitat aus dem aktuellen Schulgesetz in NRW.
Daraufhin startete die Initiative Familienschutz im Internet auf AbgeordnetenCheck.de die Bürger-Mitmach-Aktion, bei der die Abgeordneten direkt aus ihren Wahlkreisen aufgefordert wurden, der Initiativen-Forderung zuzustimmen. Diese Aktion wurde in NRW von den Bürgern mit großem Engagement aufgenommen. In kurzer Zeit erhielten die Landtagsabgeordneten mehrere Hundert Email-Petitionen über AbgeordnetenCheck.de. In dieser sensiblen Frage wandten sich überdurchschnittlich viele Bürger auch persönlich per Telefon oder Brief an ihre Abgeordneten um sie zu einem Umdenken zu bewegen. Die Antworten der Abgeordneten wurden auf AbgeordnetenCheck.de öffentlich gemacht.
Die Veröffentlichung führte zu einer weit über Nordrhein-Westfalen hinausgehenden Aufmerksamkeit für diese Aktion. Überregionale Medien griffen das Thema auf. In den Abgeordnetenbüros sah man sich plötzlich mit Anfragen von Journalisten überregionaler Tageszeitungen und Parteifreunden aus anderen Landesverbänden konfrontiert. Das hat seine Wirkung nicht verfehlt. Die CDU-Fraktion ist sehr schnell von ihrer starren Ablehnung abgerückt. Bei persönlichen Nachfragen durch die Initiative Familienschutz sprachen sich am Telefon mehrere Landtagsabgeordnete im Sinne der Initiativen-Forderung aus. Noch kurz vor der Wahl hat sich auch die Sprecherin der CDU im Ausschuss für Generationen, Familie und Integration im NRW-Landtag, Marie-Theres Kastner, auf die Seite der Initiative gestellt.
Auch aus der Opposition im Landtag gab es Zustimmung. Aus der SPD-Fraktion hat sich besonders Elisabeth (Liesel) Koschorreck, Präsidiums- und Landesvorstandsmitglied der NRW-SPD, ausdrücklich für die Forderung der Initiative Familienschutz zum Erziehungsrecht der Eltern stark gemacht. Frau Koschorrek hat auch angeboten, in Partei und Fraktion für dieses Anliegen vermittelnd tätig zu werden.
Die Aktion „Stoppt Sexualkunde-Zwang für Grundschüler in NRW“ hat ihre Wirkung trotz der Kurzfristigkeit nicht verfehlt. In beiden großen Parteien in NRW ist ein Umdenkprozess im Sinne des im Grundgesetz verankerten Elternrechts zu erkennen. Dieser Prozess wird auch nach der Landtags-Wahl in NRW weitergehen, und zwar unabhängig vom Ausgang der Wahl. Dies ist ein großer Erfolg der Aktion "Stoppt Sexualkunde-Zwang für Grundschüler in NRW" und besonders den zahlreichen Unterstützern aus der Bürgerschaft und in den Medien zu verdanken. Die Initiative Familienschutz wird zusammen mit Kooperationspartnern vor Ort die ermutigende Entwicklung in NRW weiter vorantreiben und unterstützen.