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28.05.2012
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Griechenland kann die Hilfen nicht zurückzahlen
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Einer unserer Leser war so freundlich zu erläutern, wieso Griechenland die Milliardenhilfen nicht wird zurückzuzahlen können:  Erstaunlich an den derzeit heiß diskutierten Griechenlandkrediten ist, dass nirgends ein Wort über die Rückzahlungsmodalitäten verloren wird, weder im Gesetzesentwurf noch in der Presse. Gleichwohl wird im Gesetzesentwurf behauptet: "Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme des Bundes aus der Garantie ist gering."Meine kleine Milchmädchenrechnung dazu sieht folgendermaßen aus: 11 Mio. Griechen, 110 Mrd. Euro Kredit, macht 10.000 pro Griechen. Das CIA Factbook schätzt, dass ca. 5 Mio. Griechen als Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, etwa 9% sind arbeitslos und 650.000 arbeiten als Beamte für den Staat. Bleiben aufgerundet 4 Mio. Griechen, die produktiv arbeiten, also 25.000 Euro Kredit pro produktiven Griechen.

Ein Grieche verdient laut Germany Trade & Invest (2008) durchschnittlich 22.559 Euro im Jahr (von denen durchschnittlich 1335 Euro für Bestechungsgelder ausgegeben werden), d.

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h. etwas mehr als ein Jahresgehalt müsste ein produktiver Grieche aufwenden um diese neuen Schulden wieder zurückzuzahlen. Leider wird das Durchschnittseinkommen noch sinken, sobald die Beamten weniger Geld bekommen.
Aber, keine Sorge, die Griechen sparen - 30 Mrd. Euro bis 2014.
Bis 2014 liegt die Zinslast für die neuen Schulden bei schätzungsweise 16 Mrd. (angenommer Zinssatz 5% über 4 Jahre, erstes Jahr Auszahlung 30 Mrd., zweites Jahr 40 Mrd., drittes Jahr 40 Mrd.), d.h. aus dem auf bis 2014 30 Mrd. Euro geschätzten Sparpaket werden über 50% allein für den Schuldendienst der neuen Schulden aufgewendet werden müssen.
Das Haushaltsdefizit liegt Eurostat zu Folge bei 13,6% des BIP - 2009 waren das 240 Mrd. - das Haushaltsdefizit lag also bei etwa jährlichen 32.6 Mrd. Die offizielle Verschuldung wird derzeit von Eurostat mit 115% des BIP, also 276 Mrd. angegeben.
Selbst wenn Griechenland tatsächlich rigoros 30 Mrd. bis 2014 einspart, wird das jährliche Haushaltsdefizit sehr groß bleiben, die vorgegebene Defizitgrenze von 3 % der EU liegt in unerreichbarer Ferne, die Möglichkeit einer tatsächlichen Rückzahlung der Schulden scheint ausgeschlossen. Die einzige Möglichkeit die Kredite zurückzuzahlen besteht darin, neue Schulden zu machen, d.h. umzuschulden, aber warum sollte Griechenland 2014 mit einem noch größeren Schuldenberg (386 Mrd., 160% des derzeitigen BIP) Kredite am Markt bekommen? Die Situation wird sich offensichtlich verschärfen und die Opfer der EU-Staaten werden doch nur die unvermeidliche Pleite hinauszögern.
"Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme des Bundes aus der Garantie ist gering?" Wohl kaum.

Mehr unter: abgeordnetencheck.de

Foto: frugola/pixelio.de



Redaktion, 06.05.2010 13:02 | Kommentare (2)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (2)

Freigeist, 06.05.2010 23:50
Hat denn Griechenland keine Immobilien?
Staat u. Kirche dort sind die bedeutendsten Immobilieneigentümer. Davon kann man gut etwas verkaufen und Schulden bezahlen. Darauf wird es wohl in der zweien Phase hinauslaufen.


Gockeline, 06.05.2010 19:23
Griechenland wurde von allen Banken jahrelang mit Krediten versorgt,weil sie wußten die EU und der IWF springt dann ein.Nun macht man wieder so ein Paket, obwohl man weiß,die Griechen werden es niemehr zurückzahlen können.
Man knebelt sie sogar zusätzlich.
Dies bedeuet weitere Kürzungen,weniger Steuern für den Staat.
Man rettet nicht Griechenland,sondern will den Euro retten.
Wer die Zahlen kennt die ganz Europa Banken (deutsche Banken)schuldet die alle in Gefahr sind, dann kennt man vielleicht den Grund, warum nun diese Papekt geschnürt wurde.
Ich glaube nicht an die Rettung Griechenlands.
Das Spiel geht weiter wie nach dem Bankencrash.



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