h. etwas mehr als ein Jahresgehalt müsste ein produktiver Grieche aufwenden um diese neuen Schulden wieder zurückzuzahlen. Leider wird das Durchschnittseinkommen noch sinken, sobald die Beamten weniger Geld bekommen.
Aber, keine Sorge, die Griechen sparen - 30 Mrd. Euro bis 2014.
Bis 2014 liegt die Zinslast für die neuen Schulden bei schätzungsweise 16 Mrd. (angenommer Zinssatz 5% über 4 Jahre, erstes Jahr Auszahlung 30 Mrd., zweites Jahr 40 Mrd., drittes Jahr 40 Mrd.), d.h. aus dem auf bis 2014 30 Mrd. Euro geschätzten Sparpaket werden über 50% allein für den Schuldendienst der neuen Schulden aufgewendet werden müssen.
Das Haushaltsdefizit liegt Eurostat zu Folge bei 13,6% des BIP - 2009 waren das 240 Mrd. - das Haushaltsdefizit lag also bei etwa jährlichen 32.6 Mrd. Die offizielle Verschuldung wird derzeit von Eurostat mit 115% des BIP, also 276 Mrd. angegeben.
Selbst wenn Griechenland tatsächlich rigoros 30 Mrd. bis 2014 einspart, wird das jährliche Haushaltsdefizit sehr groß bleiben, die vorgegebene Defizitgrenze von 3 % der EU liegt in unerreichbarer Ferne, die Möglichkeit einer tatsächlichen Rückzahlung der Schulden scheint ausgeschlossen. Die einzige Möglichkeit die Kredite zurückzuzahlen besteht darin, neue Schulden zu machen, d.h. umzuschulden, aber warum sollte Griechenland 2014 mit einem noch größeren Schuldenberg (386 Mrd., 160% des derzeitigen BIP) Kredite am Markt bekommen? Die Situation wird sich offensichtlich verschärfen und die Opfer der EU-Staaten werden doch nur die unvermeidliche Pleite hinauszögern.
"Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme des Bundes aus der Garantie ist gering?" Wohl kaum.
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