Die Neuverschuldung Griechenlands liegt höher als bisher von der Regierung angenommen. Laut europäischen Statistikamt (Eurostat) liegt sie bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und nicht wie von Athen bisher angegeben, bei 12,7 Prozent. Eurostat sieht aber auch die jetzigen Daten als unsicher an. Griechenland hat bereits den Überschuß aus der Sozialversicherung mit eingerechnet, was die Statistiker unter großen Vorbehalt stellen. Unterdessen berichten griechische Medien, die Regierung könne bereits am Wochenende beim IWF wegen Hilfszahlungen vorstellig werden. Athen will bis 15. Mai mit der EU und dem IWF eine Erklärung zu den möglichen Finanzhilfen abgeben.
Der Termin wurde so gewählt, dass Zahlungen von IWF und EU vor dem 19. Mai erfolgen könnten. Denn zu diesem Zeitpunkt muß Athen 8,5 Milliarden Euro aus einer griechischen Staatsanleihe auszahlen. Es wird spekuliert, dass Griechenland bereits vorher Hilfszahlungen anfordert. Vom IWF könnten dann bis zu 15 Milliarden und von den EU-Staaten bis zu 30 Milliarden innerhalb von drei Jahren zur Verfügung gestellt werden.
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Die Neuverschuldung Griechenlands liegt höher als bisher von der Regierung angenommen. Laut europäischen Statistikamt (Eurostat) liegt sie bei 13,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und nicht wie von Athen bisher angegeben, bei 12,7 Prozent. Eurostat sieht aber auch die jetzigen Daten als unsicher an. Griechenland hat bereits den Überschuß aus der Sozialversicherung mit eingerechnet, was die Statistiker unter großen Vorbehalt stellen. Unterdessen berichten griechische Medien, die Regierung könne bereits am Wochenende beim IWF wegen Hilfszahlungen vorstellig werden.