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Familienpolitik der Dreh- und Angelpunkt der Politik
Weitere Themen: Familie



Das Christliche Informationsforum Medrum hat die Rede des CSU-Bundestagsabgeordneten Norbert Geis zur Familienpolitik bei der Haushaltsdebatte des Deutschen Bundestages am 18. März 2010 veröffentlicht. Norbert Geis ist Bundestagsabgeordneter des Wahlkreises Aschaffenburg und Mitglied des Ausschusses für Familienpolitik und des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages.

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Geis gehörte zu den Erstunterzeichnern der Erklärung "Für Freiheit und Selbstbestimmung", die sich für die Freiheit der Rede und Wissenschaft beim 6. Internationalen Kongreß für "Psychotherapie und Seelsorge" im Mai 2009 einsetzte.

Mehr unter: medrum.de und Norbert Geis im Internet

Kontakt zu Norbert Geis

Foto: Norbert Geis/medrum.de



Redaktion, 20.03.2010 00:00 | Kommentare (9)




 
  Kommentare (9)

Familientrends, 22.03.2010 13:19
@Susanne

Wir haben zwar die Rede nicht gehört, den hier veröffentlichten Text aber sehr wohl genau gelesen.

Und natürlich hat Herr Geis Recht, wenn er sich eindeutig gegen freiheitswidrige Eingriffe des Staates in die Familie ausspricht. Dafür kritisieren wir ihn gar nicht, im Gegenteil, er hat unsere volle Zustimmung!

Was wir kommentieren oder kritieren, ist lediglich die Begründung für Familienpolitik.

Diese Begründung sieht Familien im Zusammenhang mit den positiven Leistung der Familien für die Gesellschaft.

Und wir halten diese Begründung in gewisser Weise für gefährlich, denn sie kann auch von der Gegenseite genutzt werden, und zwar in dem Sinne, dass staatliche Eingriffe eben dann gerechtfertigt werden können, wenn Familien plötzlich die von ihnen von und für die Gesellschaft erwarteten Leistungen mutmaßlich nicht mehr erbringen.

Die Befürworter von Pflicht-Kitas und Pflichtganztages- und -gesamtschulen argumentieren beispielsweise genau so.


Aberhallo, 21.03.2010 14:46
"Das Betreuungsgeld (BG) ist ein wichtiger Ansatz. Deshalb müssen wir alles daran setzen, dass dieser Einstieg endlich geschafft wird". BG als Einstieg ist gut. Nur ist es viel zu gering und wird dazu führen, dass die strukturelle Reform der Sozialgesetze zugunsten von Familiengerechtigkeit noch weiter auf die lange Bank geschoben wird. Wäre es nicht an der Zeit, Singles so zu den Abgaben heranzuziehen, dass sie von Kinderlosigkeit nicht mehr profitieren können?

Susanne, 21.03.2010 07:22
Das Koreferat von Familientrends erscheint mir deplaziert. Offenbar hat der Autor die Rede von Norbert Geis nicht gehört. Der Abgeordnete hat sich eindeutig gegen freiheitswidrige Eingriffe des Staates in die Familie ausgesprochen und dabei beispielsweise fehlerhaftes Vorgehen von Jugendämtern kritisiert.

Mutter, 20.03.2010 18:45
Ich stimme Freigeist zu. Frühsexualisierung von Kindern sollte solange strafbar gemacht werden, bis die Hirnforschung belegt, dass es für sie völlig unschädlich ist.

Freigeist, 20.03.2010 13:18
Die sogenannte sexuelle Revolution hat es möglich gemacht, dass sich die Betroffenen outen. Ein wirklicher Erfolg dieser Mini-Revolution.

Bezüglich der Geschlechtlichkeit von Kleinkindern sollte man einfach die Forschungsergebnisse der Gehirnforschung abwarten. In 10 Jahren werden wir mehr wissen.


Petra, 20.03.2010 09:51
Hintergründe!

Quelle: http://info.kopp-verlag.de/news/sexuelle-gewalt-an-kindern-politisch-akzeptierte-wirklichkeit-iii.html

“Sexuelle Gewalt an Kindern: Politisch akzeptierte Wirklichkeit? (III)
Eva Herman

Ist es ein Wunder, dass die heutige Gesellschaft zunehmend unter einer nahezu kompletten Entfesselung der Sexualität leidet? Dass alte Werte und Normen, welche die Gesellschaft jahrtausendelang zusammenhielten, aufgelöst werden? Hatte der Augsburger Bischof, Walter Mixa, am Ende Recht, als er dem Spiegel vor Kurzem im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen sagte: »Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig.«

Fast zynisch mutet in diesem Zusammenhang die jüngste Reaktion gerade der Grünen-Chefin Claudia Roth Mitte März 2010 an. Sie hatte nämlich in diesem Zusammenhang dem katholischen Bischof eine Verhöhnung der Opfer vorgeworfen. Welcher Opfer?, fragt man sich angesichts der Grünen-Pläne Mitte der 1980er-Jahre und dem gerade auch von den heutigen Grünen sowie den Linken vorangetriebenen Gender-Mainstreaming-Maßnahmen? Wenn diese tatsächlich den Anspruch auf Wirklichkeit erfüllten, dann gäbe es doch hierbei keine Opfer, jedenfalls nicht unter den Kindern, die ja alles nur allzu gerne mitmachten, oder? Denen man doch schon früh ein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zugestehen sollte, oder was? Opfer sind nach Darstellung der Grünen doch vielmehr die bemitleidenswerten Erwachsenen, »diejenigen, denen eine gesellschaftliche Unterdrückung« attestiert wird, die gewaltfreie Sexualität mit Kindern wollen, und deren gesamte Existenz von einem Tag auf den anderen vernichtet wird, wenn bekannt wird, dass sie Beziehungen eingegangen sind, die wir alle als für beide Teile angenehm, produktiv, entwicklungsfördernd, kurz: positiv ansehen müssen« …!

Gibt es vielleicht deswegen kaum Recherchen darüber, was heute eigentlich noch alles so los ist an Schulen, Erziehungsanstalten, in Politik und Wirtschaft in Sachen sexuellem Missbrauch?

Man sollte noch einmal einen kurzen Blick auf jene Broschüren werfen, die sechs Jahre lang von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Deutschland, Österreich und der Schweiz an Kindertagesstätten und Eltern verteilt wurden. Nicht einmal drei Jahre ist es her, dass die BzgA die Broschüren aufgrund einer Strafanzeige und empörten Protestes Einzelner vom Markt nehmen musste. Die damalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen selbst erklärte der anwesenden Presse in dürren Worten, dass damit erst einmal Schluss sei. Herausgegeben im Auftrag ihres Bundesfamilienministeriums enthielten diese Broschüren unter anderem weitere Empfehlungen:

»Scheide und vor allem Klitoris (von Kleinkindern) erfahren kaum Beachtung durch zärtliche Berührung (weder durch Vater noch Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.« »Eine Dozentin des Instituts für Sexualpädagogik«, so Der Spiegel in diesem Zusammenhang, war über den 2007 herbei gezwungenen Stopp der Broschüren gar erschüttert: »Das darf ja wohl nicht wahr sein«, sagt sie. »Schließlich, argumentieren die Befürworter der Broschüre, habe man ein wichtiges Ziel gehabt, als die Hefte 2001 erstmals erschienen: Die Sexualentwicklung von Säuglingen und Kleinkindern sollte nicht mehr tabuisiert werden.«

Sexualentwicklung von Säuglingen und Kleinkindern? Man fasst sich nur noch an den Kopf! In ganz Deutschland wurden insgesamt 650.000 Hefte verteilt, sie gingen an Kindergärten, Kinderärzte, Familienbildungsstätten – und liegen dort wohl noch heute aus. Außerdem wurden die Ratgeber ungezählte Male von den BZgA-Internetseiten heruntergeladen. Wegen der Kritik wurde aber mit dem Familienministerium vereinbart, auch die PDF-Dokumente der beiden Ratgeber nicht weiter zu verbreiten.

Die Forderungen linker, grüner und feministischer Gruppen und Parteien hören jedoch nicht...


Familientrends, 20.03.2010 09:07
Gott sei Dank gibt es noch Politiker, die sich für die Familie einsetzen. Leider sind es nur einige wenige.

Zwei Anmerkungen möchten wir machen:

1. Es ist aus unserer Sicht nicht gut, die Familienförderung mit dem Nutzen der Familien für die Gesellschaft zu begründen. Wenn der Zusammenhang auch richtig ist, dass gesunde Familien die Basis und Keimzelle einer gesunden Gesellschaft und eines gesunden Staatsgebildes sind, dass sie die Kultur an die nächste Generation weitergeben und dass sie die zukünftigen Arbeiter, Unternehmer und Erfinder erziehen, die für die Altersversorgung in Zukunft gebraucht werden, so eröffnet doch gerade diese Begründung auch die vielfältigen staatlichen Eingriffe in die Familien, die aus unserer Sicht abzulehnen sind.
Schon heute wird doch genau so argumentiert: So werden staatliche Zwangs-Ganztagsschulen gefordert, die Möglichkeiten zum Sorgerechtsentzug erweitert und Familien finanziell belastet, weil argumentiert wird, dass Eltern ihre Kinder nicht richtig erziehen, ihnen die deutsche Sprache nicht beibringen, ihnen die staatliche Sexualaufklärung verweigern und der Staat sowieso besser (als die Eltern) wüsste, wie Geld zur Bildung und Erziehung der Kinder auszugeben sei.
Natürlich besteht eine Pflicht der Gesellschaft und vor allem der Nachbarn und Verwandten darin, Kinder vor körperlicher und seelischer Misshandlung zu schützen. Aber nicht mehr!
Die Fehlentwicklungen unserer heutigen "Familienbevormundungs- und -ausbeutungspolitik" kommen doch vor allem aus dem Mehr, aus dem was über den Schutz der körperlichen und seelischen Unversehrtheit des Kindes hinausgeht.
Wir würden deshalb mit dem Naturrecht betonen, dass die Familie vor dem Staat steht. Punkt. Und das bedeutet, dass sich der Staat, unabhängig davon, ob Familien die erwünschten kulturellen oder sonstige Leistungen für den Staat erbringen, grundsätzlich aus den Familien herauszuhalten hat - wie gesagt mit der einzigen Ausnahme, wenn es um den Schutz der körperlichen und seelischen Unversehtheit des Kindes geht.

2. Es ist aus unserer Sicht eine ungute Entwicklung, Familien zuerst die finanziellen Ressourcen über Steuern und faktisch deutlich überhöhte Sozialabgaben (überhöht, weil Familien ihren Beitrag zum Generationenvertrag ja schon mit der Erziehung ihrer Kinder leisten!) zu entziehen und ihnen dann "Leistungen" in der Form von Bargeldzahlungen zukommen zu lassen. Hier geht es aus unserer Sicht vor allem um Gerechtigkeit gegenüber Familien und nicht um Förderung. Faktisch macht die Familienpolitik Familien zu Almosenempfängern. Andauernd müssen Familien sich für diese "Leistungen" bedanken und werden trotzdem von den anderen Gruppen in der Gesellschaft als Schmarotzer beschimpft. Das Kindergeld, dass ja weitgehend eine Rückerstattung zuviel gezahlter Steuern ist, ist hier ein gutes Beispiel. Außerdem wird durch die Fehlsteuerungen dieses Systems die Verantwortungslosigkeit von bestimmten Unterschichtfamilien geradezu belohnt (für Hartzies lohnen sich viele Kinder und sie haben deshalb auch mehr, siehe z.B. die libanesischen Großfamilien in Berlin!), während die brav arbeitenden Mittelschichtfamilien sich Kinder nicht mehr "leisten" wollen.

Trotzdem: Vielen Dank, Herr Geis, für Ihren Einsatz.


Ehegeist, 20.03.2010 08:54
Dass so viele Ehen geschieden werden, liegt am (falsch verstandenen) Freigeist. Die Leidtragenden sind die Kinder und nicht zuletzt die Freigeister, die Ursache der Qual sind. Es steht allen Freigeistern zu, nicht zu heiraten. Es wäre besser, sie blieben der Ehe fern.

Freigeist, 20.03.2010 01:44
Die Ehe - auf Lebenszeit angelegt?
Evolutionär gesehen scheinen 20 Jahr reichlich. Ohnehin wird jede 3. Ehe geschieden. Wer sich heute noch durch eine Ehe quält, wie viele Generationen vor uns, ist selber schuld.



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