Im Zuge der Skandale um sexuellen Missbrauch in katholischen Bildungseinrichtungen hat Justizministerin Sabine-Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) dem Vatikan vorgeworfen, die Aufarbeitung der Vorfälle zu behindern. In vielen Einrichtungen habe es eine Art Schweigemauer gegeben, sagte sie dem Deutschlandfunk. Informationen seien nicht ausreichend an die Justiz gelangt. Verantwortlich dafür sei auch eine Direktive der vatikanischen Glaubenskongregation von 2001, nach der selbst schwere Missbrauchsfälle zuallererst der päpstlichen Geheimhaltung unterlägen und nicht an staatliche Stellen weitergegeben werden sollten.
Die Ministerin kündigte an, einen runden Tisch für Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer einrichten zu wollen. Die im Raum stehende Verlängerung der Verjährungsfristen bei Missbrauch lehnte sie ab.
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Foto: Johannes Simon/ddp
Im Zuge der Skandale um sexuellen Missbrauch in katholischen Bildungseinrichtungen hat Justizministerin Sabine-Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) dem Vatikan vorgeworfen, die Aufarbeitung der Vorfälle zu behindern. In vielen Einrichtungen habe es eine Art Schweigemauer gegeben, sagte sie dem Deutschlandfunk. Informationen seien nicht ausreichend an die Justiz gelangt. Verantwortlich dafür sei auch eine Direktive der vatikanischen Glaubenskongregation von 2001, nach der selbst schwere Missbrauchsfälle zuallererst der päpstlichen Geheimhaltung unterlägen und nicht an staatliche Stellen weitergegeben werden sollten.