Und dann müssen die Gründe da stehen, warum man zu denen arbeiten kommen will.
Da mag es viele Gründe geben: tolles Arbeitsklima, einen verantwortungsvollen Posten, ein abwechslungsreiches Leben - aber EIN Grund – und sicherlich nicht der unwichtigste - ist sicherlich auch der Verdienst. Und zwar: Je unangenehmer die Arbeit ist, desto höher wird sie entlohnt sein müssen …
FreieWelt.net:
Wird denn das zuverdiente Geld nicht vom Grundeinkommen abgezogen?Ralph Boes: Um Himmels willen: Nein. Grundeinkommen ist nicht Hartz IV: Das Geld, welches man hinzu verdient, kommt selbstverständlich immer oben drauf! Grundeinkommen ist nicht ein Kombi-Lohn-, sondern ein Kombi-Einkommens-Modell. Das heißt: ich habe nicht einen miesen Lohn, der mir dann mehr oder weniger freundlich vom Amt bis zur Höhe des Existenzminimums aufgeschüttet wird – sondern ich habe ein sicheres, bereits Lebensqualität ermöglichendes Grundeinkommen - und jeder weitere Lohn kommt einfach oben drauf.
Man befürchtet ja oft, Grundeinkommen würde gerade im Niedriglohnbereich die Lust zum Schaffen lähmen. Man habe, was man bräuchte, und dann würde man sich für Arbeit nicht mehr interessieren …
Frei verfügbares Einkommen
Genau das Umgekehrte ist der Fall: Wenn ich heute im Niedriglohnsektor arbeite – dann ist das Geld, das ich verdiene, eigentlich nichts wert. Bevor ich’s in die Hand bekomme, ist es schon in Miete, Fahrkosten, Telefon und Essenskosten zerronnen - und für mich selber, wenn ich das einmal so sagen will: für meine eigenen Interessen und Wünsche bleibt nichts übrig.
Das ist nach Grundeinkommen völlig anders: Das Geld, das ich zum Grundeinkommen hinzuverdiene, das ist wirklich frei! Die Lebensgrundhaltungskosten sind durch Grundeinkommen schon gedeckt – und was ich verdiene, über das kann ich frei verfügen. Ich kann es für Warenkonsum verwenden, für Kultur und Dienstleistungen ausgeben, mir eine Ausbildung oder eine höhere Rente ansparen, es investieren, verschenken – was ich will.
Erst MIT dem Grundeinkommen wird sich das Arbeiten für Geld auch in niedrigeren Lohnbereichen wirklich lohnen. Man wird gebraucht und umworben, die Arbeit muss „locken“ und das Geld, das man verdient, das „leuchtet“ - das ist wirklich „frei“.
Insofern ist Grundeinkommen nicht eine „Stilllegungsprämie“ für einen großen Teil der Bevölkerung, wie die gegenwärtige Politik das noch befürchtet und propagiert, sondern geradezu das schönste denkbare Arbeits-Motivations-Programm.
FreieWelt.net: Ein bisschen klingt das wie der von den Politikern so sehr befürchtete unkontrollierte Hinzuverdienst auf der Basis von Hartz IV …
Ralph Boes:… ja genau – nur das das dann erwünscht und der Normalfall ist: Wer ein gesicherte Einkommen hat und etwas hinzuverdienen kann – für den ist der Verdienst erst richtig etwas „wert“ – weil er darüber frei verfügen kann …
FreieWelt.net:… doch wer soll das bezahlen?
Ralph Boes: Das ist allerdings die echte Gretchenfrage:
Die Antwort heißt: Die Kosten tragen wir ALLE, wie wir die Segnungen auch ALLE tragen!
Man kann ganz einfach einmal hochrechnen und sagen: 80 Millionen Bürger mal 1000 Euro mal 12 Monate – dann kommt man ungefähr auf 960 Milliarden Euro.
Das klingt zunächst nach richtig viel!!!
Ein bisschen geringer wird der Bedarf vielleicht dadurch, dass Kinder das Geld vielleicht noch nicht in voller Höhe brauchen. Aber trotzdem bleibt die Summe hoch.
Da wird natürlich schnell polemisiert und gesagt:
960 Milliarden wollt ihr haben? Das ist doch gar nicht zu bezahlen...
Nun, das muss genau betrachtet werden – und hier kann ich, als NICHT-Fachmann in Volkswirtschaft, doch wenigstens darauf verweisen, dass inzwischen schon viele verschiedene vollständig ausgearbeitete Programme zur Finanzierung des Grundeinkommens vorliegen – und zwar in politischen, in wissenschaftlichen und sogar in wirtschaftlichen Kreisen:
- Die Linken um Katja Kipping, Petra Pau u.a. haben ein solches Programm,
- die CDU um Dieter Althaus, den ehemaligen Minister von Thüringen, hat eines,
- und auch die Grünen um Wolfgang Strengmann Kuhn sind mit einem eigenen Finanzierungsmodell dabei.
- Das erste Finanzierungsmodell in dieser Richtung hat ein ehemaliger Nobelpreisträger für Wirtschaft: Milton Friedmann, der Erfinder des sog. Neoliberalismus, schon in den 60er Jahren propagiert,
- sehr stark wird ein Modell von Götz Werner, dem Chef von DM, und seinem Steuerfachmann Benediktus Hardorp diskutiert –
- es gibt ein „Ulmer Modell“, in Berlin wird eines von Schäfer und Copray diskutiert
- und selbst Thomas Straubhaar, der Chef vom Hamburger-Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI), das ist die erste Rechnungsadresse der Bundesregierung(!), hält durch seine Berechnungen das Grundeinkommen für vertretbar – ja er fordert es direkt vom Staat.
Kurz gesagt heißt das: es gibt nicht nur EINE Möglichkeit, das Grundeinkommen zu finanzieren, vermutlich gibt es unendlich viele – und das Geld ist – trotz der zunächst so hoch erscheinenden Summe, heute schon im Grunde da. Die Geldläufe müssen nur anders gesteuert werden, dass das zu finanzieren geht.
FreieWelt.net: Können Sie da noch ein bisschen genauer werden? Der Staatshaushalt heute beträgt nur ca. 500 Milliarden – wie wollen Sie 960 Milliarden Euro zusammenkriegen?
Ralph Boes: Auf der einen Seite haben wir die 500 Milliarden Euro des jährlichen Steuereinkommens, auf der anderen die 760 Milliarden, die jährlich in der Sozialversicherung einkommen. Das Ganze könnte summarisch folgendermaßen aussehen:
In die Finanzierung des Grundeinkommens würde alles fließen, was heute schon im Sozialsektor ausgeben wird:
- also alles, was heute als Hartz IV, ALG 1, Grundsicherung im Alter, Sozialhilfe, Kindergeld, Wohngeld, Bafög, und so an weiteren Arten direkter Unterstützung fließt,
- dann aber auch die Gelder aller Renten bis in die Höhe von 1000 Euro - weil die später als Grundeinkommen ausgezahlt und nur die darüber hinausgehenden Ansprüche aus einem anderen Topf hinzu gegeben werden,
- dann 1000 Euro von jedem Politikergehalt, seien diese auf Bundes, Länder oder kommunaler Ebene tätig. Auch ein Politiker würde – statt heute z.B. 7000 Euro Gehalt - nur 6000 Euro Gehalt plus 1000 Euro Grundeinkommen kriegen.
- Im gleichen Sinne würden 1000 Euro von jedem Beamtengehalt – seien dies Polizei, Richter, Wissenschaftler, Lehrer dem Grundeinkommen zugerechnet werden,
- dann 1000 Euro des Gehalten von jedem öffentlich Angestellten: Sachbearbeiter in irgendwelchen Ämtern, Sozialarbeiter, Gärtner, Hiwi, Ziwi usf.,
- dann 1000 Euro von den Gehältern aller Soldaten und aller derjenigen, die im Militär mitwirken,
- dann die vollständigen Einkünfte aller Mitarbeiter in den Arbeitsämtern
- und alle Kosten der Verwaltung Arbeitsloser – denn das alles wäre ja nicht mehr nötig …
- dann die Kosten aller Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen – und die vollständigen Gehälter aller Politiker, die über Arbeitsbeschaffung irgendwie nachdenken … Arbeit ist wahrlich genügend da – die ganze Welt lechzt nach Arbeit – denken Sie nur einmal im sozialen Bereich oder im Bereich des Umweltschutzes. Wir müssen nicht „Arbeit“ schaffen – sondern die Menschen freistellen, die wirklich anfallende Arbeit auch zu tun – was nur über die Beschaffung von „Einkommen“ geht …
- Und letztlich müssen hinzugezählt werden: die Kosten aller arbeitsmarkt-politischen Subventionen und Schmiergelder für die Wirtschaft …
Da käme dann schon eine Menge zusammen - und wer weiß, ob das so schon vollständig ist – aber man sieht, dass das Ganze eine Umverteilung ist: Während auf der einen Seite das Grundeinkommen natürlich wesentlich teurer als heute etwa die Sozialhilfe ist, wird der Staat auf der anderen Seite bei seinen Gehältern und Aufgaben gewaltig entlastet.
FreieWelt.net: OK – da kann man sich wenigsten einmal summarisch vorstellen, woher das Geld für das Grundeinkommen kommt.
Ist es nicht trotzdem ungerecht, dass von der Putzfrau bis zum Spitzenmanager das Grundeinkommen kriegen?
Ralph Boes: Das Grundeinkommen kriegt tatsächlich jeder – trotzdem ist nicht sicher, dass auch die Reichen davon profitieren. Es gibt ja noch die Kräfte des freien Marktes - und die pendeln auch ihrerseits die Dinge nach Grundeinkommen ein wenig anders als heute ein:
Stellen Sie sich vor, ein Familienvater mit Frau und zwei Kindern erhält heute, sagen wir: Netto 10.000 Euro Gehalt. Nach Einführung eines Grundeinkommens von, sagen wir: 1000 Euro pro Erwachsenem und ansteigend von 500 bis auf 1000 Euro bei jedem Kind, würde er vielleicht 1000 Euro Grundeinkommen für sich und 1000 Euro Grundeinkommen für seine Frau, 500 Euro für das kleinste Kind und das etwas ältere vielleicht 700 Euro erhalten.
Das heißt: er hätte schon 3200 Euro Grundeinkommen und bräuchte nur noch 6800 Euro zusätzlich, um für sich und die Familie auf 10.000 Euro wie bisher zu kommen.
Ein Single demgegenüber müsste 9000 Euro Gehalt einfordern, um auf 10.000 Euro Gesamteinkommen zu kommen.
Da stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber nicht lieber auf den Familienvater zurückgreift als auf den Single, weil der ihn nur 6800 statt 9000 Euro kostet.
In Wirklichkeit werden sich die Preise nivellieren, d.h. es wird am Ende ein Gehalt zwischen den 6800 Euro des Familienvaters und den 9000 Euro des Singles herauskommen.
Das arithmetische Mittel würde bei 7900 Euro liegen, so dass jetzt sowohl der Familienvater als auch der Single 7900 Euro erhalten würden.
An Ende stünde der Familienvater mit 7900 Zuverdienst plus 3200 Euro Grundeinkommen - das wären 11100 Euro Gesamteinkommen - also etwas besser da als heute, während der Single mit 7900 Arbeitseinkommen plus 1000 Euro Grundeinkommen - das wären 8900 Euro Gesamteinkommen - etwas verliert.
Am eindrücklichsten hat sich mir die Marktwirkung des bedingungslosen Grundeinkommens aber gezeigt, als einer der sogenannten „Wirtschaftsweisen“, ein absoluter Gegner des Grundeinkommens, panisch vorrechnete, dass Grundeinkommen ja zu einer „Lohnkomprimierung“ führt. Was soll das heißen? - Ich habe schon gesagt, dass unangenehme Arbeiten besser bezahlt werden müssen nach Grundeinkommen, weil sie sonst einfach keiner macht. Man muss ja nicht mehr arbeiten, da sucht man sich die Arbeit aus, und wenn Arbeit unangenehm ist, dann muss sie besser bezahlt werden, dass man kommt. Da sagte der Herr Wirtschaftsweise: „Wenn für unangenehme Arbeiten mehr Geld ausgegeben werden muss als heute, weil sonst die Leute nicht mehr kommen – dann ist für die oberen Lohnschichten das Geld ja nicht mehr da!“ - „Lohnkomprimierung“ hat er das genannt wenn die oberen Löhne und die unteren ein wenig auf einander zukommen, statt wie heute immer weiter auseinander zu driften. Was nun für diesen Herrn ein absolutes Schreckenszenario war, das war für uns eine durchaus erfreulichste Nachricht – und seit dem weiß ich, dass das Grundeinkommen auch für mehr Gerechtigkeit in der allgemeinen Lohnverteilung wirkt.
Aber das ist noch längst nicht alles:
Insgesamt wird sich die „Lohn“-debatte ändern. Es wird nach und nach überhaupt nicht mehr um eine „Lohn“-debatte gehen. Hinter der „Lohn“-debatte steckt ja immer die Frage: „Was BRAUCHST Du an Geld?“ – oder schärfer gesagt: „Mit wie viel – oder wenig - Geld kann ich dich abspeisen, damit Du morgen wieder bei mir arbeiten kommen kannst?“ Bei McDonalds geht man davon aus, dass die Leute sehr wenig Geld für ihren Lebensunterhalt brauchen und zahlt man dann auch entsprechend schlechten Lohn. - Nach Grundeinkommen HAT jeder sein finanzielles Auskommen, das heißt: an der bloßen Bedürftigkeit gemessen könnte man auch ohne Geld zu erhalten arbeiten - oder man braucht eben auch nicht zu arbeiten und kann dennoch anständig leben. Das heißt, dass man mit der Lohn-frage nicht mehr wie heute gelockt - aber auch nicht mehr wie heute erpresst und kaltgestellt werden kann.
Diese Debatte: „Was BRAUCHST Du an Geld um bei mir zu arbeiten“ fällt nach und nach weg – stattdessen wird eine ganz andere Debatte starten. Es wird immer mehr die Frage auftauchen: „Wir arbeiten hier zusammen: Was kommt da eigentlich an Gewinn durch unsere gemeinsame Unternehmung zusammen? Und wie wird dieser Gewinn anständig verteilt?“ Sehen Sie: Die Gewinn-Verteilungs-Debatte wird starten – die heute durch die „Lohn“-Debatte ja allerhäufigst verdeckt ist. Vor allem durch die Mindestlohn-Debatte.
"Leute gehen nur noch arbeiten, wenn sie wollen"
Ich gebe den Mitarbeitern ein bisschen Lohn, so dass sie gerade nicht mehr aufmupfen – und den Großteil des Gewinns, den stecke ich mir in die eigene Tasche. Das geht nach Grundeinkommen so nicht mehr. Die Leute gehen nur noch arbeiten, wo sie selber es wollen – und dann wollen sie am Gewinn der gemeinsamen Unternehmung auch gerecht beteiligt sein. Denn der Gewinn kommt durch ihren Arbeitseinsatz ja mit zustande. Und wenn sie sehen, dass ein Arbeitgeber sich das Geld so einfach in die Tasche steckt, dann werden sie beschweren und schlimmstenfalls auch gehen. Grundeinkommen ist Streikgeld jeden Monat frisch in die Tasche und stärkt die Arbeitnehmerrechte – und für jemanden, der meine Arbeitskraft ausbeutet und SICH mit dem Gewinn die Taschen füllt, da arbeite ich doch nicht.
Doch umgekehrt: wenn der Gewinn zu niedrig ist – dann werden die Mitarbeiter weniger ausgeschüttet bekommen. Sie können dann aber auch keinen fixen Lohn einfordern sondern werden sich fragen müssen: was können wir beitragen, dass der Gewinn gesteigert werden kann? Die Gewinn-Verteilungs-Debatte wird auftauchen und die Lohndebatte nach und nach ersetzen. Und selbstverständlich müssen die Bilanzen dann allen Mitarbeitern offen stehen. Und es wird auch auf diese Weise eine „Lohnkomprimierung“ zwischen höchsten und niedrigsten Lohnschichten eintreten – und das ist wirklich gut.
FreieWelt.net: Unangenehme Arbeiten müssen höher bezahlt werden – haben Sie gesagt – ist da nicht die Gefahr, dass Deutschland plötzlich von Ausländen aus den ärmeren Anrainerstaaten überflutete wird, weil die dann preislich viel günstiger sind?
Ralph Boes: Auch hier passiert das Gegenteil von dem, was man zunächst befürchtet:
Schauen wir wieder auf McDonalds: Da kriegt man heute vielleicht Netto 800 Euro. Nach Grundeinkommen wird man 1000 Euro schon ohne Arbeit haben – und dann wird McDonalds noch etwas hinzugeben müssen, dass man kommt. Stellen Sie sich vor: McDonalds gibt noch 6oo Euro, dass man kommt. Für den Mitarbeiter käme so ein Einkommen 1000 Euro Grundeinkommen plus 600 Euro von McDonalds, das wären 1600 Euro (!), zusammen. D.h.: obwohl McDonalds etwas weniger gäbe als bisher – hätte der Mitarbeiter doppelt so viel Geld!
So schön das für den Inländer ist, so wird diese Tatsache für den Billiglöhner aus dem Ausland aber zum entscheidenden Problem. Mit 600 Euro eines Grundeinkommensbeziehers kann er nicht mehr konkurrieren …
Grundeinkommen ist ein Kombi-Einkommens-Modell! 1000 Euro, wenn das die Basis wäre, sind in jedem Einkommen schon unten drin. Da kann ein Billiglöhner aus dem Ausland niemals konkurrieren, wenn ihm solche Basis fehlt.
Für den Hochlöhner aus dem Ausland ist das keinesfalls ein Problem: Wenn einer der so lautstark eingeworbenen hochintelligenten Inder aus dem IT-Bereich heute für 12.000 Euro Gehalt nach Deutschland kommt – dem fehlt das Grundeinkommen sicher nicht. Wenn nötig gibt ihm die Firma das fehlende Grundeinkommen auch gerne freiwillig noch dazu.
Der Billiglöhner aber hat es schwer. Statt dass Deutschland dann von Ausländern geflutet wird, wird das Problem sein, wie man Deutschland bewusst für Andere wieder öffnet.
FreieWelt.net: Wenn die Löhne im Inland sinken – wird sich der Arbeitgeber dann nicht einfach mehr Gewinn als heute in die Tasche streichen können?
Ralph Boes: Zum einen regelt das die Konkurrenz. Wenn nur Einer den erlangten Preisvorteil weiter gibt, dann müssen die anderen nachziehen. Zum anderen wird das Kartellamt seiner Aufgabe walten müssen, wenn es Verdacht auf Preisabsprachen gibt. Es gibt noch weitere Regularien, die denkbar sind. Zum Beispiel ist das Modell der Konsumsteuer von Götz Werner bestens dazu geeignet, solche Betrugsmöglichkeiten auszuschließen. Aber, das zu erklären ist jetzt etwas viel.
www.buergerinitiative-grundeinkommen.de
(Foto: Ralph Boes)
Die Gegenposition zu Ralph Boes vertritt Dr. Kerstin Funk von der Friedrich-Naumann-Stiftung. Funk hält das bedingungslose Grundeinkommen für eine gefährliche Illusion und setzt sich stattdessen für die Einführung des "liberalen Bürgergeldes" ein. Lesen Sie auch das Interview mit Dr. Kerstin Funk:
Grundeinkommen zerstört Arbeitsmoral