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28.05.2012
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EU-Kommission fordert gleichen Lohn für Frauen
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EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat vor, Frauen europaweit zu gerechten Löhnen zu verhelfen. Die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern hätten sich in den vergangenen 15 Jahren in der EU kaum verringert und in manchen Ländern sogar noch weiter vergrößert: "In der derzeitigen Krisensituation kann sich Europa eine solche Lohndifferenz nicht leisten." Die Kommissarin kündigte an, möglichst schnell dagegen vorzugehen.

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Innerhalb von fünf Jahren sollen die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Europa aufgehoben werden.

Deutschland gehört zu den Ländern mit besonders großen Lohnunterschieden. Hier verdienen Frauen im Durchschnitt 23,2 Prozent weniger als Männer: "Der EU-Durchschnitt liegt bei 18 Prozent. Das ist inakzeptabel", erklärte Reding. "Deutschland ist eines der wirtschaftlich am weitesten entwickelten Länder und sollte mit gutem Beispiel vorangehen, anstatt Nachzügler zu sein."

Mehr unter: Spiegel.de und Focus Online

Foto: Roland Magunia/ddp



Redaktion, 05.03.2010 11:15 | Kommentare (2)




 
  Kommentare (2)

Monika Ebeling, 07.03.2010 10:26
Mir sind diese Halbwahrheiten langsam zu wider. Wahr ist: Frauen wählen die geringer bezahlten Tätigkeiten, sie wählen Teilzeit und somit eben durchschnittlich weniger Einkommen. Sie verharren in dieser Haltung, indem sie sich nicht vehement genug für umfängliche Kinderbetreuung einsetzen. Hier fehlt es schon seit Jahrzehnten an weiblichem Protest!

Jüngst wurden ohne weiblichen Aufschrei Elternmonate hingenommen, die die Kinderbetreuung zwischen dem 14. und dem 36. Monat eben mal aussparten. Nun geben Frauen gar ihren Job auf, weil sie keine geeignete Betreuung finden können.

Wenn es so schlecht steht um die politischen und privaten "Rechenkünste", dann haben wir Frauen das scheinbar geringere Einkommen und eben solche Politikerinnen verdient.

Wacht endlich auf. Wieviel Einfluß soll ein Staat, sollen politische Mehrheiten auf das Privatleben erhalten?
Die Debatte um die Gleichstellung von Mann und Frau darf nicht weiter instrumentalisiert werden. Ein demokratisches Miteinander lebt von Kompromißen, vom Ver- und Aushandeln und von Argumenten? Wenn SIE sich als Friseurin wohler fühlt, denn als Kanalarbeiterin, dann sie IHR das vergönnt. Das als strukturelle Diskriminierung zu verkaufen ist haltlos.


Elmar Oberdörffer, 05.03.2010 13:59
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn in Deutschland Frauen im Durchschnitt 23.2 % weniger verdienen als Männer, dann kann das ja auch daran liegen, daß Frauen und Männer in Deutschland nicht gleiche, sondern verschiedene und damit auch unterschiedlich bezahlte Arbeit leisten. Man kann bedauern, daß Frauen im Durchschnitt die geringer bezahlten Jobs besetzen als Männer, aber das läßt sich nicht per Gesetz verhindern. Ich kann mir nicht vorstellen, daß z.B. eine Ärztin weniger verdient als ein Arzt an gleicher Stelle, aber gerade im Gesundheits- und Pflegebereich werden die Stellen mit geringerer Qualifikation vorwiegend von Frauen besetzt. Und deren Löhne werden von Staats wegen gedrückt, um die "Gesundheitskosten" nicht explodieren zu lassen. Die Verbesserung der Löhne in diesem Bereich wäre also schon mal ein Ansatzpunkt, den Abstand zwischen den Durchschnittsverdiensten von Frauen und Männern zu verringern, er hätte aber nichts zu tun mit einer angeblich unterschiedlichen Bezahlung von Frauan und Männern für die gleiche Arbeit.


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