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Kein Geld für die Kirche
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Die Kirchensteuer ist zu hoch. Zumindest sind für 60 Prozent aller Abtrünnigen die hohen Steuern für die Abkehr von der Kirche ausschlaggebend gewesen. In einer Erhebung der „Apotheken Umschau“ erklärten sie, lediglich aus finanziellen Gründen ausgetreten zu sein.

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Knapp 50 Prozent der Befragten bekundeten ein geringes Interesse an der Religion an sich zu haben, während sich weitere 25 Prozent aus Protest gegen leitende Kirchenvertreter entfernten.

Insgesamt verloren die beiden großen christlichen Kirchen im Jahr 2008 knapp 300.000 ihrer Mitglieder.

Foto: Michael Urban/ddp



Redaktion, 23.02.2010 14:35 | Kommentare (4)




 
  Kommentare (4)

Leser Franz, 24.02.2010 17:52
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/gaestebuch/index.php5?buch=1121

Aus dem Gästebuch zur heutigen (24.02.) Sendung von Hart aber Fair:

24.02.2010 17:31 Uhr schrieb
Beobachter

An der Tatsache, dass sich viele Opfer erst sehr viel später meldeten, lässt sich erkennen, welch ungeheuren seelischen Druck die Priester auf die völlig verstörten Kinderseelen ausübten. Man sagt ja nicht umsonst, dass die katholische Kirche mit 'schwarzer Magie' umzugehen weiß. Anders lassen sich die Vorgänge sich nicht erklären. Höchst gefährlich!


Am 24.02.2010 17:29 Uhr schrieb
anonym

Die kath. Kirche verstösst massiv gegen die Menschenrechte: Art. 2, Art. 3, Art. 5, Art. 7, Art. 12, Art. 16, Art. 28, Art. 29, Art. 30 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie zeigt noch nicht einmal Reue. So weit ich weiss, kann man sie deshalb noch nicht einmal vor dem Gerichtshof für Menschenrechte, Strassburg, verklagen, weil der Vatikan die Erklärung der Menschenrechte bis heute nicht unterzeichnet hat. Die KK scheint gar nicht gewillt zu sein, sich an diese Rechte zu halten. Denn sonst dürften Priester ja auch heiraten gem. Art. 16.


Am 24.02.2010 17:28 Uhr schrieb
Hans Strohschein (58 J)

Ich bin evangelischer Pfarrer. In meiner über 30jährigen Dienstzeit habe ich in meinem Stadtteil mit einer Reihe katholischer Kollegen gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Ca. 50% dieser kath. Kollegen lebten oder leben mit einer Partnerin zusammen. Dies zeigt mir, wie menschenverachtend dieser Zwangs-Zölibat im Grunde ist. Nicht nur, dass viele Priester diesen Zölibat nicht durchhalten. Schlimm ist er besonders für die Frauen und Kinder, die nie offen als Familie leben können. Dass diese sexuelle Zwangsenthaltsamkeit auch zu Missbrauch führen kann, liegt meines Erachtens nahe.


24.02.2010 17:15 Uhr schrieb
Marianne (57 J)

Ich meine die katholische Kirche müsse mit dem Thema Sexualität anders umgehen. Allein die Tatsache, dass Kondom verboten werden, Familienplanung mittels Verhütung angeprangert wird. Dann könnten auch die Amtsträger der kath. Kirche mit ihren Neigungen anders umgehen. Aber solang die Kirche sich hier nicht öffnet und weiter diese Angelegenheiten intern regeln will, wird sich da nichts ändern.


Am 24.02.2010 16:42 Uhr schrieb
Uwe Lang (45 J)

Entpolitisierung der Kirche und Kirchenreform tut Not! Ein paar Thesen an die virtuelle Wittenberger Tuer!
1. Weg mit Zoelibat, dann kann es auch nicht gebrochen werden.
2. Kirche vollstaendig aus oeffentlichen Schule raus, d.h. die Kruzifixe in Bayern genau so wie Gebetsraeume in Berlin ergo konsequente Trennung von Kirche und Staat.
3. Christliche Gewerkschaften die Tarifvertraege unterlaufen sind unchristlich.
4. Mixa moege in der Kanzel und Kirche reden und weniger in den Medien.
...

24.02.2010 16:34 Uhr schrieb
Albrecht

Das Klima des Verschweigens, Vertuschens und Verheimlichen in der Kath. Kirche war für Leute, die einen Hang verspüren, Macht über Schutzbefohlene - nicht nur sexuell - auszuüben, eher anregend, eine kirchliche Karriere anzustreben. Die Täter mussten auch nicht befürchten, der staatlichen Justiz übergeben zu werden. Die Kirche müsste ihre verlogene Sexualmoral überdenken und entsprechende Konsequenzen ziehen.

24.02.2010 16:26 Uhr schrieb
Albrecht

Der Mißbrauch von Schutzbefohlenen in der Kath. Kirche konnte nur so gedeihen, weil die Fälle vertuscht, verheimlicht und verschwiegen wurde. Schlimmstenfalls wurden die Täter einfach versetzt. Wenns offensichtlich war, in ein Altenheim oder Nonnenkloster. Die Opfer wurden zum Schweigen gebracht. Sie wurden mit ihren Problemen und psychischen Schäden allein gelassen. Das Mindeste an Wiedergutmachung wäre, wenn die Kirche zumindest die Psychotherapien bezahlen würde, die ja bisher von den Krankenkassen, sprich Allgemeinheit, getragen wurden.

24.02.2010 15:44 Uhr schrieb
papst lullibär

die ganzen religionen gehören verboten. sie haben bis jetzt durch ihre vertreter nur straftaten generiert. mord und totschlag, kriege, raub diebstahl und unterdrückung. dies im...


Geier, 24.02.2010 12:54
Ja, Kritikus, da haben Sie recht. Es gibt so einige Rechtsfiguren aus unseliger Zeit, die nach ’45 einfach stillschweigend beibehalten wurden, wie z. B. das Schornsteinfegerprivileg mit Zugangsrechten zu Privatgrundstücken, die nicht einmal die Polizei hat, oder die rigide deutsche Schulpflicht zur Gleichschaltung künftiger Staatsbürger oder die Jugendämter zum Hineinregieren in die Familien, die — sozusagen nur unter ihrer eigenen Aufsicht — eine ungeheure Machtfülle entfalten.

Geier, 24.02.2010 09:11
Eigentlich ist das Problem der Kirchensteuer kein quantitatives, sondern ein qualitatives. Die Kirchen stellen sich mit ihren Strukturen, zu denen auch ihre Finanzierung gehört, als durch und durch weltliche Vereine dar. Jeremia oder Jakobus hätten bei solchen Construkten wohl ohne Umschweife von »Hurerei mit der Welt« gesprochen.
In der subjektiven Wahrnehmung könnte freilich auch der quantitative Faktor eine Rolle spielen. Ich könnte mir schon vorstellen, daß jemand, der beim Discounter Regale einräumt und nicht weiß, ob er sich am Monatsende die neuen Sommerreifen für seinen Polo leisten kann, irgendwann fragt, warum er mit den Kirchensteuern, die ihm vom knappen Salär abgezogen werden, z. B. Frau Käßmanns Phaeton finanzieren soll. Man kann durchaus auch mit billigeren Fahrzeugen über rote Ampeln brettern.


Kritikus, 24.02.2010 02:44
Wenn die Menschen im Geschichtsunterricht lernen würden, dass die Kirchensteuer und die Bezahlung der deutschen Bischöfe und Kardinäle im Konkordat von 1933 verankert ist, würden wohl noch sehr viel mehr austreten. Das Konkordat war das "Geschenk" von Adolf Hitler an Papst Pius XII., weil dieser ihn als Erster (und Mächtiger) als Staatsmann anerkannte. Ab da erst stieg Hitler zu Macht weltweit auf. Dafür müssen wir noch heute bezahlen! Was für ein Handel!


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