Einigkeit bei SPD, Gewerkschaften, Linke und Grüne: Die drastischen Äußerungen des Vize-Kanzlers Guido Westerwelles zur Debatte um Hartz IV verärgern alle.
Der FDP-Chef legt bei seinen Benerkungen trotz Kritik von allen Seiten jedoch weiter nach. Westerwelle sagte: "Die Diskussion über das Hartz-IV-Urteil hat sozialistische Züge. Von meiner Kommentierung dieser Debatte habe ich keine Silbe zurückzunehmen." "Es ist für einen Vizekanzler unangemessen, Millionen von ’Hartz IV’-Beziehern so zu diffamieren", kritisierte Michael Sommer, der Vorsitzende Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Westerwelle scharf. Der DGB-Chef erklärte: "Vielmehr wäre es seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die soziale Balance in diesem Land erhalten bleibt."
Westerwelle hatte die Leistungsträger in Deutschland als "Melkkühe der Gesellschaft" und "Deppen der Nation" beklagt, dies dürfe nicht sein. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast sprach von Beleidigung von Millionen Menschen durch den Liberalen: "Wenn er in Zusammenhang mit Hartz IV von spätrömischer Dekadenz spricht, beleidigt Herr Westerwelle Millionen Langzeitarbeitslose in Deutschland." Nach Künast seien Sozialleistungen keine Gnadengabe, sondern Verpflichtung eines demokratischen Rechtsstaats, der die Menschenwürde erhalte.
Auch der SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel kritisierte Westerwelle: "Wenn man in dem Bild von Herrn Westerwelle bleiben will, dann ist er der Kaiser Nero. Er hat am Staat gezündelt, indem er überall Steuergeschenke an seine Klientel verteilt."
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck forderte den FDP-Chef auf, sich bei Hartz-IV- Empfängern zu entschuldigen.
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Foto: Axel Schmidt/ddp
Einigkeit bei SPD, Gewerkschaften, Linke und Grüne: Die drastischen Äußerungen des Vize-Kanzlers Guido Westerwelles zur Debatte um Hartz IV verärgern alle.
Der FDP-Chef legt bei seinen Benerkungen trotz Kritik von allen Seiten jedoch weiter nach. Westerwelle sagte: "Die Diskussion über das Hartz-IV-Urteil hat sozialistische Züge. Von meiner Kommentierung dieser Debatte habe ich keine Silbe zurückzunehmen." "Es ist für einen Vizekanzler unangemessen, Millionen von ’Hartz IV’-Beziehern so zu diffamieren", kritisierte Michael Sommer, der Vorsitzende Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Westerwelle scharf. Der DGB-Chef erklärte: "Vielmehr wäre es seine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die soziale Balance in diesem Land erhalten bleibt.