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23.05.2013
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Gericht gestattet rechten Aufmarsch in Dresden
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Nach der Entscheidung des Sächsischen Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen dürfen am kommenden Samstag mehrere tausend Rechtsextreme durch Dresden marschieren. Dies ist der 65. Jahrestag der Bombardierung der Stadt. Dresden plante den Neonazi-Aufzug zu verhindern und lediglich eine stationäre Kundgebung erlauben.
Dies sei jedoch rechtswidrig, befanden die Richter, denn ein Verbot  verstoße gegen die vom Grundgesetz geschützte Versammlungsfreiheit.

Der Aufmarsch der rechtsextremen Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) darf zwischen 12.00 und 17.00 Uhr stattfinden.
Die Stadt dürfe jedoch die Kundgebungsroute kürzen oder ändern, um Zusammenstöße zwischen rechten und linken Demonstranten zu vermeiden. Damit könne Dresden dafür sorgen, dass gewaltätige Auseinandersetzungen verhindert werden könnten, argumentierten die Richter.
 Für den am 13.Februar stattfindenden 65. Jahrestag der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg werden rund 6500 Rechtsextreme erwartet.

Tausende Bürger wollen mit einer Menschenkette an die Zerstörung der Stadt erinnern sowie ein Zeichen gegen Rechts setzen. Auch Landesvorsitzender der sächsischen Linken, Rico Gebhardt, bekundete bei einer Plakataktion des Bündnisses "Dresden Nazifrei", das zu einer Demonstration gegen einen geplanten Aufmarsch von Nationalsozialisten zum 65. Jahrestag der Zerstoerung Dresdens am 13. Februar 2010 aufruft seinen Protest. Plakate mit dem gleichen Text wurden vergangene Woche von der Polizei in Dresden und Berlin beschlagnahmt. Der Aufruf zur Demonstration stellt aus Sicht der Staatsanwaltschaft Dresden einen Straftatbestand dar.

Mehr unter: Welt Online und Südwest Presse
Foto: Michael Kappeler/ddp

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Redaktion, 12.02.2010 08:27 | Kommentare (2)




 
  Kommentare (2)

insider, 12.02.2010 13:28
Da die Nazis auf der Straße verfassungsschutzgesteuert sind, ist die Einschätzung richtig, dass es Randale auf der Straße geben soll, denn diese Konflikte sollen das Publikum von der eigentlich braunen Mischpoke in Politik, vollziehender Gewalt und Gerichten gezielt ablenken und das seit der Gründung der NPD.

Es wird Zeit, dass sich die Bevölkerung mit Namen wie "von Mangoldt, Maunz-Dürig, Carl Schmitt, Willi Geier, Roman Herzog, Hans-Jürger Papier" und anderen "baunen Jungs" befassen, die seit 60 Jahren die freiheitlich-demokratische Grundordnung auf dem Boden des GG systematisch ausgehebelt haben bis ins Gegenteil. Wir denken an das sog. Zitiergebot gemäß Art. 19 Abs. 1 GG oder an den Justizgewährleistungsanspruch gemäß Art. 19 Abs. 4 GG und hier insbesondere an den Satz 2, Halbsatz 2, der den Weg vor die ordentlichen Gerichte bei öffentlich - rechtlichen Streitigkeiten von verfasusngsrechtlicher Art zwingend dem Bürger gewährt. Bis heute hat der einfache Gesetzgeber diesen Rechtsweg nicht mit den dafür erforderlichen Prozessgesetzen ausgefüllt, absichtlich.

So lange die Bevölkerung sich jedoch nicht aktiv um den Erhalt der Demokratie in diesem Deutschland bemüht, ja auch dafür gegen die Feinde des Grundgesetzes kämpft, braucht wir uns nicht wundern über diese Unverfrorenheit von Gesetzgeber, vollziehender Gewalt und den bis heute in weiten Teilen "braunen Gerichten".


Dresdner, 12.02.2010 12:18
Das Traurigste ist, dass die Stadt den Nazi-Aufmarsch in das alternative Szeneviertel der Stadt verlegt hat. Ich kann das nur so interpretieren, dass unsere Stadtoberhäupter ein Interesse an brutalen Zusammenstößen hat, die von diesem Viertel "ausgehen". Dann hat man auf der einen Seite die schönen Bilder von der (offiziellen) Menschenkette, auf der anderen Seite einen Grund für weitere Einschränkungen des Versammlungsrechts.


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