Der Außenminister Westerwelle habe "quasi den Krieg erklärt", erklärte Polizeigewerkschaftschef (GdP) Konrad Freiberg - und forderte damit "rechtlich einwandfreie Arbeitsgrundlage" für Polizisten: "Die Bundesregierung ist jetzt in der Pflicht, eindeutig zu erklären, was diese neue Bewertung für eine rechtliche Bedeutung hat", sagte Freiberg. Die Situation vor Ort ist jedoch durch Westerwelles Entscheidung nicht anders, denn: "Bundeswehrsoldaten und Polizisten wissen schon länger, dass es dort gefährlich ist. Allerdings muss dringend geprüft werden, ob die Rechtsgrundlagen für einen Polizeieinsatz in Afghanistan noch stimmen, wenn jetzt durch Bundesaußenminister Westerwelle quasi der Krieg erklärt wird."
Für den deutschen Oberst Georg Klein sollte die Anwendung des Kriegsrechts bei der juristischen Bewertung seines Falls positiv ausfallen. Im September 2009 hatte Klein einen Luftangriff bei Kundus angeordnet, bei dem auch Zivilisten ums Leben kamen.
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