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28.05.2012
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Gesetz gegen teure Arzneimittel
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Die Bundesregierung plane nach Angaben des CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn zügig mit einem Gesetz gegen teure Arzneimittel entgegenzuwirken. Ankündigung zahlreicher Krankenkassen, Zusatzbeiträge erheben zu werden, führt nach Angaben günstiger Kassen zu vermehrten Anfragen von Neukunden.  Josef Alt, Leiter der Betriebskrankenkasse BKK ALP Plus, erklärte, dass die Nachfrage nach Infomaterial sich verdreifacht habe und das Telefon in den Beratungsstellen doppelt so oft wie zuvor klingele. "Bei uns ist gerade die Hölle los", sagte Alt.

Die anstehenden Zusatzbeiträge für Krankenversicherte sorgen weiter für politischen Wirbel. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) ermuntert Versicherte weiterhin zum Kassenwechsel bei erhöhten Beiträgen.

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Auch der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), unterstützt den Vorschlag des FDP-Politikers. Es gebe: "genug Alternativen, um wechseln zu können". Mit einem Gesetz zu Einsparungen bei Arzneimitteln will die Union Ausgaben im Gesundheitswesen reduzieren. Der CDU-Politiker sagte: "Wir müssen die teuren patentgeschützten Arzneimittel in den Blick nehmen und schauen, wie man hier kurzfristig nennenswert sparen kann." Bereits nächstes Jahr solle das Gesetz greifen. Gesundheitsminister Rösler erklärte: "Die Kassen sind in der Pflicht, Zusatzbeiträge möglichst zu vermeiden."
Der Minister verteidigte seine Pläne, schrittweise eine einheitliche Gesundheitsprämie einzuführen und über Steuern einen sozialen Ausgleich zu schaffen. Die Kostenseite werde dabei jedoch nicht ausser Acht gelassen, darunter die Ausgaben für Arzneien, die Ärztehonorare und die Krankenhauskosten.
"Hier stellen wir alles auf den Prüfstand", betonte Rösler.

Mehr unter: Financial Times Deutschland und AZ Online

Foto: David Hecker/ddp



Redaktion, 31.01.2010 11:00 | Kommentare (1)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (1)

insider, 01.02.2010 12:40
Wie kommt das System zur Planwirtschaft ohne das es jemandem auffällt, das ist doch hier die Frage. Begrenzen, die teuren Arzeimittel in den Griff kriegen, usw. Das Problem liegt ganz woanders. Wie viele Beitragszahler gibt es eigentlich und wie viele Versicherte, diese beiden Zahlen sind nämlich in der gesetzlichen KV nicht identisch. Dann stellt sich die Frage, wie viele Beitragszahler zahlen Beiträge von denen wiederum der Verwaltungsapparet der Kassen einzig profitiert, denn ein Mitarbeiter oder Vorstand einer gesetzlichen Kasse kriegt richtig Geld für seine Verwalten der Beiträge. Was bleibt am Ende von den Einnahmen einer Kasse eigentlich monatlich übrig ohne dass ein einziger Beitragszahler Leistungen von seiner gesetzlichen Kasse gefordert hat?

Diese Zahlen wäre für das Beurteilen der wirklichen Lage hochinteressant, wer kann solches Material liefern?



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