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28.05.2012
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Merkel trifft sich mit dem AEK
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Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel wird sich nach langem Zögern nun doch mit dem neuen, parteiinternen Arbeitskreis Engagierter Katholiken (AEK) auseinandersetzen. In den nächsten Wochen soll es ein Treffen zwischen der Parteichefin und der AEK-Spitze geben. Das berichtet das Magazin DER SPIEGEL.

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Bislang hatte Merkel der Initiative keine öffentliche Beachtung geschenkt.

AEK-Sprecher Martin Lohmann bestätigte dem FOCUS eine schriftliche Einladung durch die Kanzlerin. Gerüchten zufolge will auch der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer auf die Initiative zugehen. Der AEK vertritt wertkonservative Positionen und setzt sich nach eigenen Angaben für eine fundierte Politik aus christlicher Verantwortung ein.

Mehr im gedruckten SPIEGEL vom 18. Januar und bei domradio.de

Foto: Theo Heimann/ddp



Redaktion, 19.01.2010 08:27 | Kommentare (9)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (9)

Familientrends.de, 21.01.2010 18:55
Einverständnis wird hiermit bestätigt.

AEK-ler, 21.01.2010 16:55
@familientrends:

meinerseits herzlichen Dank an Sie für die fruchtbare Diskussion! Es war mir im Übrigen ein Vergnügen.

Vorschlag an die Redaktion:

wäre es möglich, daß Sie diese Kommentardiskussion zwischen Familientrends und mir komplett in den Kommentarbereich des jüngsten Blogs von Herrn Heinzel "Eintreten statt Austreten" übertragen? Denn hier liest es ja wahrscheinlich niemand mehr. Und das wäre doch schade :)

Bitte an Familientrends, dies zu bestätigen.

Herzliche Grüße
AEK-ler


Familientrends.de, 21.01.2010 15:57
@AEK'ler

Zunächst einmal möchte Ich Ihnen für die offene Diskussion danken.

Um Ihre Frage zu beantworten: Wir haben uns inzwischen für die Oppositionsarbeit entschieden. Und die besteht zur Zeit v.a. in unserer Arbeit am Internetportal Familientrends.de, mit dem wir hoffen, unseren Beitrag zum Umdenken von immer mehr Mitbürgern zu leisten - eine auch oft mühselige und zudem nicht entlohnte Arbeit.

Übrigens haben wir bis zu den letzten Wahlen immer die Union gewählt. Und ich bin auch ein wenig stolz darauf, aus einer "schwarzen" Familie zu stammen, die schon vor dem Krieg treu das Zentrum gewählt hat.

Einige Sätze noch zur Erklärung, was mich in die Opposition getrieben hat: Ich hatte einmal Gelegenheit, ein kurzes Gespräch mit Herrn Rüttgers zu führen, in dem ich ihn auf die strukturellen Probleme unserer Renten- und Sozialversicherungssysteme ansprach. Er erklärte mir in kurzen aber deutlichen Worten, dass diese Probleme aus seiner Sicht noch viel größer seien als vorab von mir geschildert. Herr Rüttgers kennt sich in diesem Bereich aus! Als ich ihn daraufhin fragte, warum er dies den Menschen denn nicht sage, antwortete er nur: "Das hält Politik nicht aus."

Zu deutsch: "Dann werde ich nicht gewählt."

Nur: Wenn man den Menschen immer wieder Märchen erzählt, muss man sich nicht wundern, wenn sie die Konsequenzen der Realität, bzw. der Wahrheit nicht tragen wollen.

Sie werden verstehen, dass ich es kaum ertrage, wenn Herr Rüttgers und seine Freundinnen pünktlich zu den Wahlen wieder vom christlichen Menschenbild sprechen. Ich halte dies schlicht für opportunistische Lügen.

Nichtsdestotrotz wünsche ich Ihnen und der AEK von Herzen Erfolg. Wenn die AEK Erfolg hat, bestehen guten Chancen, dass wir zusammen mit vielen anderen engagierten Menschen wieder den Weg zurück zur Union finden. Im Falle eines Misserfolges, den ich aufgrund der Strukturen in der Partei leider für wahrscheinlich halte, müsste dann jedoch ein anderer Weg gegangen werden.


AEK-ler, 21.01.2010 11:50
@familientrends:
Unsere Diskussion bildet die alte Gewissensfrage ab: Wie lange ist es notwendig, dabei zu bleiben und zu versuchen intern die Richtung zu ändern, und ab wann muss ich mit der verantwortlichen Gruppe (hier: der Union) brechen, um nicht schuldig zu werden, durch mein Dabeibleiben eine unchristliche Politik noch zu befördern.

Das ist keine taktische Frage sondern eine grundsätzliche. Und jeder muß sie für sich immer wieder (ehrlich) neu stellen und beantworten.

Der AEK ist der (wahrscheinlich letzte) ernsthafte Versuch, die Mitglieder der CDU/CSU aufzuwecken. Ob er gelingt, steht keineswegs fest.

Die Gewissensentscheidung der Art politischer Beteiligung muss also jeder für sich selbst treffen. Wer daraufhin aussteigt, muss konsequenterweise in politische Opposition gehen zu der von ihm als verwerflich erkannten Politik um diese dann von außen zu bekämpfen.

Anderen gute Ratschläge zu geben reicht nicht. :)
Meine Frage bleibt: Was tun SIE?


Familientrends.de, 21.01.2010 08:40
@AEK'ler

Sie argumentieren rein taktisch, obwohl immer mehr der Ihnen (ich spreche jetzt von Ihnen und der AEK) zugeneigten Wähler klar wird, dass Ihre Taktik bisher vor allem eins war: erfolglos.

Und während die Wähler durch zunehmende Wahlenthaltung den Druck erhöhen, und zwar aus grundsätzlichen Gründen (siehe dazu meine erste Mail), sind Sie immer noch Stimmeneinsammler im katholischen Lager und bei den Menschen, die an Eigenverantwortung, Familie und Subsidiarität glauben.

Und diese Stimmen sammeln Sie für Frau Merkel, Frau Schavan und Frau von der Leyen und den von diesen Damen und Herrn Schäuble aufgebauten Nanny-Bevormundungsstaat.

Und irgendwann müssen Sie sich der Frage stellen, ob Sie ihre Wähler, also die die noch an Eigenverantwortung, Familie und Subsidiarität glauben, nicht belügen, weil Sie die politischen Ziele, die Sie diesen Wählern versprechen, niemals werden umsetzen können, solange Sie nicht endlich in der Union mit einem ernsthaften Bruch drohen und notfalls auch zu dessen Durchführung bereit sind.


AEK-ler, 20.01.2010 16:15
Mit Verlaub, mit der Gründung eines AEK haben WIR etwas unternommen um aufrechte Katholiken innerhalb der Union zu versammeln. Das mag für den ein oder anderen sogar riskant sein.

Ihren Aufruf an UNS, etwas zu riskieren (mit Ausrufezeichen), gebe ich gern an Sie zurück. Was riskieren SIE?
Wer hält SIE davon ab, die Partei zu gründen, die Sie sich wünschen?

Verschiedene christliche (auch katholische) Personen haben in den letzten Jahren versucht, eine solche Partei zu gründen. Gescheitert. Und zwar deswegen, weil die weithin bekannte und anerkannte Führungsperson, mit der man 5 % hätte erringen können, nicht dafür zur Verfügung stand. Auch und gerade Prof. Kirchhof nicht (der allerdings auch wirklich kein Politiker ist).

Im übrigen scheinen Sie sich eine Parteigründung ja recht einfach vorzustellen. Es ist aber ein sehr mühsames und langwieriges Unterfangen mit sehr vielen Fallstricken. Dazu braucht es mehr als wilde Entschlossenheit und guten Willen. Vor allem eines: Kompromissfähigkeit ohne Ende, die seltene Fähigkeit, unzählige hochmotivierte Individualisten zu einen, und ein ziemlich dickes Fell. Denn gerade diejenigen Mitglieder, die sich angewidert von den "korrumpierten" Parteien abgewendet haben, haben dann einen übersteigerten Anspruch an die neue Partei, die das Heil bringen soll. Politisches Denken fehlt da oft und der Streit ist vorprogrammiert.

Ihr Urteil über die kompromittierten CDU-Mitglieder kann man getrost auf viele Gruppen anwenden. Gerade auch auf die katholische Kirche, wo der Glaubensabfall von Bischöfen bis zum einfachen "Gläubigen" mit Händen zu greifen ist. Hier stellt sich schon die Frage, ob man von einer C-Partei mehr erwarten kann als vom durchschnittlichen Katholiken.


Familientrends.de, 19.01.2010 23:38
@AEK-ler

Warum soll die Gründung einer neuen Partei aussichtslos sein?

Wenn man es schaffen würde, wenigstens alle AEK'ler mit einigen prominenten Führungspersonen - ich persönlich würde mir Prof. Kirchhoff wünschen - zu einem mutigen Schritt zu bewegen, hätte diese Partei aus meiner Sicht gute Chancen, über die 5%-Hürde zu kommen.

Ich muss zwar einräumen, dass auch ich keine Glaskugel zu Hause habe. Aber: Die heutige Union ist doch in weiten Teilen korrumpiert, wie Sie ja selbst schreiben. Und ist nicht längst ein Zustand erreicht, wo immer neue innerparteiliche Niederlagen und immer neue Kompromisse, die darin bestehen, eben keine Konsequenzen aus den Niederlagen zu ziehen, auch die letzten Aufrechten kompromittiert, wenn nicht gar korrumpiert haben?

Irgendwann muss man im Kampf für die gute Sache nicht nur guten Willen zeigen sondern auch etwas riskieren!


AEK-ler, 19.01.2010 17:58
Welche Konsequenzen meinen Sie?
- aus der Partei auszutreten,
- sich nicht mehr an Wahlen zu beteiligen um sich nicht die Finger an der bösen Politik schmutzig zu machen,
- eine neue (aussichtslose) Partei zu gründen,
- auszuwandern in ein Land, wo die Politik besser ist?

Auf jeden Fall vielen Dank für Ihre Wertschätzung unserer guten Absichten. Das hilft uns wirklich weiter.

Mein Tip: ParteiPolitik kann man am besten von innen beeinflussen. Es wird Zeit, daß die CDU von echten Christen "unterwandert" wird, solchen, die dort nicht in erster Linie ihren eigenen Vorteil suchen (wie die meisten Yuppies, die ich dort sehe), sondern Leuten, die es als ihre Verantwortung ansehen, das ihre (mit)zu tun, damit eine Regierungsverantwortung tragende und einflussreiche Partei wie die CDU/CSU nicht völlig vom christlichen, auch katholischen Kurs abdriftet. Sie tut dies nämlich aktiv durch Personen, die in ihr sind und passiv durch Personen, die leider NICHT in ihr sind.


Familientrends.de, 19.01.2010 14:12
Leider muss man konstatieren, dass die katholischen Unionsmitglieder bei wichtigen Fragen, die für sie essentiell sein dürften bzw. sollten, wenn sie katholische Grundsätze ernst nehmen, ausgebotet wurden und immer noch werden.

Ein paar Beispiele:

- die bewusste Untätigkeit der Union im Kampf gegen die massenhaften Tötungen ungeborener Kinder;
- die Verschiebung des Stichtages bei der Beendigung der Stammzellen-verbrauchenden Forschung, womit einmal begangenes Unrecht wiederholt wird;
- die zunehmenden Eingriffe des Staates in eigentlich autonome Familienbereiche;
- die Durchsetzung der falschen Gender Mainstreaming-Ideologie in immer mehr Politikbereichen;
- die fortschreitende Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit der Ehe;
- die zunehmende Erosion des durch eine verbindliche, schwer auflösbare Ehe gewährten Schutzes für Kinder und Eheleute;
- die vielen Verstöße gegen das Subsidiaritätsprinzip in wirtschaftspolitischen Fragen (dazu gehören auch die Milliarden-Garantien und Subventionen für hiesige Banken, die aus unserer Sicht nicht nur ethisch sondern auch wirtschaftlich NICHT zu rechtfertigen sind; und
- die explodierende Staatsverschuldung zu Lasten unserer Kinder.

Unsere Frage an die Mitglieder des AEK:

Wir schätzen Ihre guten Absichten, aber ist nicht inzwischen der Zeitpunkt gekommen, grundsätzlichere Konsequenzen zu ziehen?



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