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11.02.2012
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Erzbischof wirft CDU Abschied von christlichen Grundsätzen vor
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Dem Münchener Erzbischof Reinhard Marx fehlt bei der CDU ein klares Bekenntnis zum christlichen Glauben und zur Kirche. Die Partei verabschiede sich mit ihrer Politik immer weiter von christlichen Grundsätzen, sagte er dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Im Grundsatzprogramm der CDU sei nur wolkig von christlichen Werten die Rede. Vor allem mit Forschungsministerin Schavan geht Marx hart ins Gericht. Sie habe ihn mit der Ausweitung der Forschung an embryonalen Stammzellen schwer enttäuscht. Auch die Familienpolitik der CDU kritisiert Marx.

Das Leitbild einer christlichen Partei müsse die Ehe von Mann und Frau sein.

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Er sei dagegen, andere Lebensformen auf dieselbe Stufe zu stellen. Zum Thema Kindertagesstätten sagte Marx, die katholische Kirche sei nicht ohne Grund einer der größten Träger solcher Einrichtungen. Er glaube aber nicht, dass es der Weisheit letzter Schluss sei, schon Einjährige in die Krippe zu stecken. Deutliche Verärgerung brachte Marx über die öffentliche Papstkritik von Kanzlerin Merkel zum Ausdruck. Einer Regierungschefin stünden diskretere Wege offen, dem Papst etwas mitzuteilen. Die Gründung eine "Arbeitskreises Engagierter Katholiken" innerhalb der CDU drücke das Gefühl aus, dass eine wichtige Strömung in der Partei zu wenig Gehör finde.

Auszüge des Interviews finden Sie in einem Artikel auf SPIEGEL ONLINE und bei domradio.de. Das ganze Interview erschien am Montag in der gedruckten Ausgabe des SPIEGEL.

Foto: Joerg Koch/ddp-Archiv



Redaktion, 12.01.2010 09:32 | Kommentare (10)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (10)

Horatio Nelson, 16.01.2010 17:08
Marx. Auch einer, der nicht mehr zur Katholischen Kirche, zum Katholischen Glauben gehört. Er ist Mitglied dieses hochstaplerischen Führungsklüngels der protestantisierten "katholischen Kirche" des zweiten vatikanischen Konzils. Herr Zollitsch z.B. beherrscht noch nicht einmal die einfachsten Katechismuswahrheiten. Nachdem er am Karsamstag geleugnet hatte, daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, gab er an Allerheiligen in einem Interview des ZDF eine völlig falsche Erklärung des Fegefeuers. Dieses bezeichnete er als Chance der Läuterung und fuhr dann fort: „Auch nach dem Tod habe ich noch einmal die Möglichkeit, wenn ich mich Gott zuwende, wenn ich mich von dem abwende, was ich Böses getan habe, eigentlich den Weg zu Gott zu finden und damit auch den Weg zur Verheißung, den Weg zum Himmel.“ Solch vollkommener Unsinn ist heutzutage üblich. Mit dem Tod des Menschen ist die Zeit seiner Bewährung und Entscheidung abgelaufen.
Und die "CDU"? Zur Klausurtagung in Berlin lud der Parteivorstand den Wahlforscher Matthias Jung ein. Seine Analyse über das niederschmetternde Wahlergebnis der Union hatte er bereits zwei Tage zuvor in der „Berliner Zeitung“ verkündet: Die kirchennahen Katholiken seien eine schrumpfende Gruppe in der Gesellschaft und daher für das Wahlergebnis „nicht relevant“. Damit beschrieb er wohl uns echte Katholiken, nicht diese zahlreichen Bequemlichkeitskirchgänger des zweiten Konzils, die par Definition UNSERES HERRN keine Katholiken sind. Und "nicht relevant" kann sich lediglich auf den erbärmlichen moralischen Zustand unserer politischen "Führung" beziehen. Er beschrieb nämlich auch das moralische Wrack, das sich "CDU" nennt. Wir Katholiken haben vertrauen weder zum Marx-Zollitsch- noch zum CDU-CSU-Klüngel.
Grüße
Horatio Nelson


Elmar Oberdörffer, 15.01.2010 22:59
@Freigeist:
auch wenn man nicht an Gott glaubt, darf man deshalb nicht alles als erlaubt betrachten. Z.B. ist die Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben unverhandelbare Grundlage für ein gedeihliches Zusammenleben der Menschen. Der Schutz des menschlichen Lebens darf daher nicht für kommerzielle Zwecke oder für die Forschung aufgeweicht werden. Da es weder logisch noch biologisch möglich ist, anzugeben, ab welchem Entwicklungsstadium ein Embryo als Mensch anzusehen ist und bis zu welchem Stadium als noch-nicht-Mensch, muß sich der Schutz des menschlichen Lebens bis hin zur befruchteten Eizelle erstrecken. Anderenfalls begibt man sich in die Gefahr, Menschen zu ermorden. Das hat überhaupt nichts mit Gott zu tun, sondern mit Logik.


Friedemann, 13.01.2010 21:24
@Freigeist
An Gottesvorstellungen hängen nun mal gerade eine Reihe unserer größten Naturwissenschaftler, wie Einstein, Planck, von Neumann (letztes Universalgenie des vergangenen Jahrhunderts und Vater der Computertechnik) und andere, auch wenn sie nicht unbedingt gläubige Christen waren. Aber sie glaubten eben, dass es eher einen Gott gibt als dass es keinen gibt und konnten das auf Grund der Erkenntnis über ihr eigenes riesengrosses Unwissen gut mit ihrem Ego vereinbaren.


Fregeist, 13.01.2010 00:50
Hallo,
wenn Gottesvorstellungen nur als hartnäckige Illusionen betrachtet werden, ändert sich die Betrachtungsweise bezüglich der gesamten Stammzellenforschung entscheidend. Heiligkeit ade.
Sodann kann man forschen, wie man will.
Grüße
Freigeist


Konrad, 12.01.2010 18:22
@@Friedmann
Auszug aus der Papstrede anlässlich der Neujahrsaudienz für Diplomaten:

"Die Geschöpfe unterscheiden sich voneinander und können geschützt oder im Gegenteil auf verschiedene Weisen in Gefahr gebracht werden, wie es unsere alltägliche Erfahrung zeigt. Einer dieser Angriffe erfolgt durch Gesetze oder Projekte, die im Namen des Kampfes gegen die Diskriminierung die biologische Grundlage der Unterscheidung der Geschlechter anzutasten versuchen. Damit beziehe ich mich z.B. auf europäische oder amerikanische Länder. ,Wenn du die Freiheit wegnimmst, dann nimmst du die Würde weg’, sagt der heilige Kolumban. Die Freiheit kann jedoch nicht absolut sein, denn der Mensch ist nicht Gott, sondern ein Abbild Gottes, sein Geschöpf. Der Weg des Menschen kann nicht von der Willkür oder vom Verlangen bestimmt sein, sondern muß vielmehr darin bestehen, dem vom Schöpfer gewollten Gefüge zu entsprechen."

Eben aus diesem Grund sind entscheidende christliche Wertvorstellungen mit vielen Punkten einer dem jeweiligen Zeitgeist unterworfenen humanitären Weltsicht unvereinbar, die über weite Bereiche eine Akzeptanz der Diversität als menschenverachtende Diskriminierung auslegt.


Konrad, 12.01.2010 17:33
Der Klonpionier Wilmut (Dolly) beendete seine Forschungen, nachdem aus 304 Embryonen lediglich zwei Zellreihen gewonnen wurden, von denen eine genetische Defekte aufwies. Wilmut ist längst nicht mehr der Einzige, der sich von dieser Art Forschung abwendet, nachdem es bis heute weltweit keine einzige klinische Studie mit dem Nachweis eines Nutzens gibt. Die Fakten sind bekannt, dennoch sprudeln weiter munter EU-Millionen.
Die Gefahr liegt meines Erachtens nicht in der Forschung mit eh' schon beendetem Leben, sondern in der damit verbundenen perfiden Suggerierung, ein Abort sei normal wie ein Gang zum Zahnarzt und sogar unter Umständen eher positiv zu bewerten, weil ja damit etwas Gutes bewerkstelligt werden könnte, wenn nur genügend Zellen für die Wissenschaft bereit gestellt würden. Die erfolgversprechendere Alternative wäre die Forschung an adulten Stammzellen, die jedoch wegen der schwierigeren Gewinnung und langsameren Teilung eher ein Schattendasein führt.


@Friedmann, 12.01.2010 15:46
Die Gleichsetzung von "Humanitären Werten" und Christlichen Werten ist eine fehleinschätzung. Christlicher Wertvorstellung lassen sich in vielen Punkten nicht mit einer humanitären Weltsicht vereinen. Im Gegenteil, christliche Werte sind vielerorts auch heute noch verantwortlich für menschenverachtende Praktiken weil sie eben nur das Dogma in den Mittelpunkt stellt und nicht den Mensch an sich.

Friedemann, 12.01.2010 14:41
Solange jährlich allein in Deutschland über 100.000 Kinder abgetrieben werden, jedes einzelne ist eine Tötung menschlichen Lebens, scheint die Nutzung embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken das kleinere Übel zu sein. Noch, denn was ist, wenn daraus eine hocheffiziente Industrie erwächst, und damit ist natürlich in den nächsten Jahrzehnten zu rechnen. Dann wird der Bedarf an immer neuen Stammzelllinien anhalten. Die reproduktive Medizin wird sich nicht anders verhalten als die Pharmaindustrie, Geld wird auch hier alles bestimmen. Im Sog der USA wird sich diese Entwicklung in Deutschland nicht aufhalten lassen. Obama hat schließlich alle Schleusen für Abtreibung und Stammzellforschung geöffnet. Genmanipulierte Lebensmittel mit unkalkulierbarem Gesundheitsrisiko beziehen wir ebenfalls.

Wohin die Verabschiedung von humanitären Grundwerten letztlich führt, und dazu gehört auch die Aufgabe familiärer Werte, die Abgabe der Kinder in Kinderkrippen, die Gleichstellung der Homo-Ehe mit der Ehe zwischen Mann und Frau usw. wird die Zukunft zeigen.


Insider, 12.01.2010 14:32
Warum erwartet der Marx bei der cdu irgendwelche christlichen werte? die cdu ist eine partei, die sich einen namen gegeben hat ähnlich wie eine firma sich einen namen gibt ohne dass da name und inhalt gleich identisch sein müssen. es reicht der cdu / csu heute doch längst aus, wenn sich ihr diejenigen zuwenden, die sich vom c, nämlich christlich, anlocken lassen. vergleichbar ist das mit den werbebotschaften, bis zu einem gewissen grad wird dort übertrieben und / oder sogar betrogen. selbes tun längst die parteien, die nicht nur im wahlkampf falsche versprechungen abgeben und zwar bewusst und gewollt, auch der name einer partei gehört zum gesamtobjekt des betruges am mitglied ebenso wie am wähler. wichtig ist nur, dass dieses erkannt und öffentlich angesprochen wird, damit eventuelle leichtgläubige vorher gewarnt werden und sich anders entscheiden können. Der marx tut doch schon das richtige, er brüllt es hinaus, besser noch, er würde es sonntags von der kanzel prdigiegen, wählt nicht mehr cdu/csu, denn da is nix mehr mit christlichen werten drin.

in niedersachsen sind es die schwarzen, als die cdu, die mit billigung der fdp längst wieder künstler systematisch verfolgen lassen durch den fiskus in niedersachsen, folter billigen, ungültige gesetze anwenden, usw.


Freigeist, 12.01.2010 12:59
Hallo,
embryonale Stammzellenforschung - in dieser Frage wird die Kirche nicht mehr Gehör finden, künftig.
Ich plädiere für die völlig Freiheit dieser Forschung.
Grüße
Freigeist



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