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24.05.2013
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"Menschlicher Klimaeinfluss erheblich überschätzt"
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Professor Dr. Horst Malberg war bis zu seiner Pensionierung Direktor des Meteorologischen Instituts der Freien Universität Berlin.  In seiner Eigenschaft als Klimaforscher geht er davon aus, dass vor allem solare Einflüsse für langfristige Klimaänderungen verantwortlich sind und der menschliche Einfluss auf das Klima stark überschätzt wird.  FreieWelt.net sprach mit Professor Malberg über seine Forschungsergebnisse und seine Empfehlungen an die Politik.

FreieWelt.net: Wie groß ist nach den Ergebnissen Ihrer Untersuchungen der solare Einfluss auf das Klima?

Horst Malberg: Nach meinen Analysen über den Klimawandel der letzten 150 - 330 Jahre, also mit den längsten Klimareihen seit der Kleinen Eiszeit im 17. Jahrhundert, macht der solare Effekt auf den langfristigen Klimawandel über 70% aus. Dabei stellt der Wert das Gesamtergebnis über alle direkten (Änderung der Einstrahlung) und indirekten Auswirkungen (Änderungen der Wolken- und Eisausdehnung, …) dar.

FreieWelt.net:  Auf welchen Daten und Messmethoden basieren Ihre Untersuchungen und wie zuverlässig sind diese?

Horst Malberg: Ausgewertet wurden zum einen die globalen und hemisphärischen Klimadaten des Climate Research Unit (CRU), UK seit 1850. Zum anderen wurden die bis ins 17. Jahrhundert zurück reichenden Klimabeobachtungen von Mitteleuropa (Berlin, Basel Prag und Wien) sowie die Central England Reihe seit 1672 analysiert. Bei den mitteleuropäischen Klimareihen wie bei der von Central England handelt es sich um wissenschaftlich überprüfte homogene Klimareihen. Für die Ursachenanalyse des Klimawandels wurden die Beobachtungen der Sonnenfleckenzahl der letzten Jahrhunderte herangezogen. Der empirische Zusammenhang zwischen den langfristigen Veränderungen der Sonnenaktivität und dem langfristigen Klimawandel weist eine statistische Zuverlässigkeit von 99% auf.

FreieWelt.net:    Was bedeutet das im Gegenzug für dem menschlichen Einfluss auf das Klima?

Horst Malberg: Ein dominierender menschlicher Klimaeinfluss ist empirisch unbewiesen. Er basiert allein auf einer, den Klimamodellrechnungen zugrunde liegenden Hypothese, also unbewiesenen Annahmen. Nach meinen Analysen wird der menschliche Klimaeinfluss in den heutigen Klimamodellen erheblich überschätzt. So führt eine Verdopplung des CO2-Gehalts in der Luft, z.B. von jetzt 385 ppm auf 770 ppm in ca. 125 bis 150 Jahren lediglich zu einer direkten Erwärmung von 0,5-1°C. Alle höheren Werte sind Sekundäreffekte in den Modellen. 

FreieWelt.net:  Sie plädieren in Ihren „Beiträgen zur Berliner Wetterkarte“ dafür, eine Erwärmung des Klimas nicht nur negativ zu bewerten, da in der Vergangenheit, zum Beispiel Mitte des 19. Jahrhunderts, vor allem Kälteperioden  Missernten verursacht haben.  Muss man heute nicht das Klima global betrachten – immerhin besteht bereits jetzt ein großer Teil unseres Planeten aus Wüste  – und kann man die Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts überhaupt noch mit der des 19. Jahrhunderts vergleichen?

Horst Malberg: Zum einen ist es wichtig zu bedenken, dass die globale Klimabetrachtung eine extreme Vereinfachung der Realität ist, denn eine globale Mitteltemperatur sagt über die regionalen Temperaturänderungen nichts aus. So ist die globale Erwärmung von rund 1°C seit 1850 in vielen Regionen mit einer Abkühlung verbunden gewesen. Die Ursache dafür sind gleichzeitige Änderungen der Luft- und Meeresströmungen. In der Realität müssen die Auswirkungen von Änderungen im Klimasystem der Erde daher immer regional betrachtet werden. Dabei belegt die Menschheitsgeschichte, auch die jüngere, dass Kaltzeiten immer mit Hungersnöten verbunden gewesen sind. So beginnt die globale Klimareihe in der menschenfeindlichen Periode des 19. Jahrhunderts, als in Mitteleuropa aufgrund von Missernten Menschen verhungert sind. Bei einer grundsätzlichen Erwärmung ist zu erwarten, dass es zu einer Verschiebung der landwirtschaftlichen Anbaugürtel polwärts kommt, was bei einer rasant weiter wachsenden Weltbevölkerung einen positiven Beitrag zur Welternährung bedeuten würde. 


FreieWelt.net:  Sie warnen davor, im Hinblick auf Klimaänderungen ausschließlich von einer Erwärmung auszugehen.  Gibt es denn Hinweise auf eine mögliche Abkühlung?

Horst Malberg: Meine Untersuchungen belegen unzweideutig folgenden Sachverhalt: Im 17. Jahrhundert war die Sonne sehr inaktiv: Wir hatten die Kleine Eiszeit. Im 18. Jahrhundert stieg die Sonnenaktivität deutlich an: Es wurde wärmer. Im 19. Jahrhundert nahm die Sonnenaktivität wieder ab: Es stellte sich eine anhaltende Kälteperiode ein. Im 20.Jarhundert stiegen Sonnenaktivität und Temperatur wieder an. Nach den astrophysikalischen Vorhersagen stehen wir vor einer Abnahme der Sonnenaktivität im Sinne des o.g. 200-jährigen Sonnenzyklus. Damit wird eine Abkühlung in den kommenden Jahrzehnten sehr wahrscheinlich. Der Anfang ist bereits gemacht. Trotz des weiterhin immensen CO2-Ausstosses ist die globale Temperatur in den letzten 10 Jahren zurück gegangen.

FreieWelt.net:  Wie würde für Sie ideale Klimapolitik aussehen?  

                                                                                                                                                                              Horst Malberg: Nach meiner Einschätzung sollte sich die Weltgemeinschaft auf einen konsequenten weltweiten Umweltschutz verständigen. Der Mensch hat ein Grundrecht auf saubere Luft, sauberes Wasser in Seen, Flüssen und Ozeanen, einen unbelasteten Erdboden und ein intaktes Biosystem. Ein Grundrecht auf ein stabiles Klima hat es nie gegeben und gibt es nicht. Der Klimawandel wird seit Jahrmillionen von natürlichen Einflussfaktoren verursacht, und diese werden nicht aufhören zu wirken, nur weil Klimamodelle es nicht verstehen.
An die Stelle einer wissenschaftlich umstrittenen „Verhinderungsstrategie zum Klimaschutz“ sollte eine „Anpassungsstrategie“ an zukünftige Klimaänderungen treten. Bei Bedarf wären dann Deiche zu erhöhen oder Maßnahmen gegen Sturmschäden zu ergreifen. Mit einer „Anpassungsstrategie“ könnte man auf die Folgen von Erwärmungen wie Abkühlungen reagieren. Bei der  jetzigen Verhinderungsstrategie besteht die Gefahr, bei einer kommenden Abkühlung immense Mittel  fehlinvestiert zu haben.
Was den schonenden Umgang mit fossilen Brennstoffen und die Weiterentwicklung effektiver alternativer Energieträger betrifft, so gebietet dieses allein der gesunde Menschenverstand. Die Ressourcen sind endlich, und so   werden diese zukünftig nicht nur knapper, sondern auch zunehmend teurer und damit von vielen kaum noch bezahlbar..

zu Professor Malbergs Paper "Die unruhige Sonne und der Klimawandel"

Das Interview führte Fabian Heinzel

(Foto: Horst Malberg/Quelle: klimanotizen.de)

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Redaktion, 07.12.2009 11:19 | Kommentare (10)




 
  Kommentare (10)

Georg, 26.04.2010 23:04
@ Kollege aus der Wissenschaft: Sie fragen weshalb gerade Wissenschaftler im Alter von 60- 70 die Klimahysterie ablehnen. Das ist ganz einfach. Die haben ihren beruflichen Werdegang hinter sich und können sich eine eigene Meinung wieder leisten. Jüngere müssen den Mainstream bedienen um an Gelder zu kommen oder nicht abgesägt zu werden.

andi_r, 13.12.2009 11:32
Hallo,


Erdöl soll durch Hydrierung von Gestein entstehen und hohe Temperaturen / Druck
Das Si-Atom im Gestein/Kristallgitter wird in ein C-Atom mit komplexer Molekülgeometrie umgewandelt ?? Vielleicht mal zu Zeiten des Urknalls, oder im Teilchenbeschleuniger, und auch da nur mit leichten Elementen.....
?? Wer so einen Blödsinn glaubt und noch verbreitet, der ist nicht ernst zunehmen. Oder kommen hinten am Auspuff etwa Kieselsteine heraus? Ich weiß, Chemie war noch nie ein einfaches Fach, außer auf der Area51 oder in Atlantis.....

Grüße

A


Hans von Atzigen, 09.12.2009 21:49
Und da wäre noch etwas.
Da die UNO inzwischen fast in die Bedeutungslosikeit abgesakt ist,suchen die Mitarbeiter nach neuen Betätigungsfeldern.(Menschlich verständlich.)
Das mit dem Klima war in eigener sache ein guter Wurf.
Das mit der Säuligrippe na ja,eher etwas daneben oder fileicht gar Peinlich.


Freigeist, 07.12.2009 23:06
Hallo,
ich habe an der Uni einen mehrstündigen Vortrag gehört, mit allerneuesten Daten. Ich war durch ein Fachbuch vorbereitet.
Die "Unsicherheiten" in den Modellrechnungen wurden benannt, es sind nicht wenige. Deshalb mehrere Szenarien. Die allerneuesten Daten besagen, dass es die letzten 10 Jahr doch eine Erwärmung gegeben haben soll, wenn auch gering, jedoch keine Abkühlung. Die nächsten 10 Jahre wird es vermutlich keine Erwärmung geben, danach jedoch eine um so stärkere. Es wird sehr sehr interessant werden, wer nun dem künftigen Geschehen am nächsten kommt.
Grüße
Freigeist
Grüße
Freigeist


J.-E.Wagner, 07.12.2009 21:59
Von wie vielen Politikern,Wissenschaftlern,Energieberatern,Firmen,Gutmenschen usw.würde man nie erfahren haben sowie nie noch etwas hören, wenn es die Klimadebatte nicht gäbe?Wir hätten jahrelanges "Sommerloch" und viel, viel Geld gespart.

Ebenherz, 07.12.2009 17:52
Ich sag es ganz ehrlich. Es erfuellt mich natuerlich mit Genugtuung, dass die Daemme endlich vollstaendig zu brechen scheinen.
Bei einer jahrelangen Fehlinformation dieses Ausmasses will ich das Koepfe rollen.
Nicht, dass sich die Verantwortlichen wieder leise pfeifend davonstehlen, wie beim Waldsterben, Ozonloch, etc. etc.


Dagmar Neubronner, 07.12.2009 15:24
Noch spannender werden diese Informationen, welche die gegenwärtige CO2-Hysterie ad absurdum führen, im Zusammenhang mit Daten, die belegen, dass auf unserem Planeten sehr lange Zeit wesentlich höhere Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre herrschten als heute. So habe ich in meinem Biologiestudium noch gelernt, dass Pflanzen auf eine CO2-Konzentration von 4000-6000 ppm optimiert sind - heute herrschen knapp 400 ppm. Zeiten geringer CO2-Konzentrationen waren immer Eiszeiten - wir sind jetzt auch in einer, deswegen sind "Grön"(!)land und die Polkappen auch vereist, jetzt tauen sie wieder mal auf.
Und noch interessanter: Eine erhöhte CO2-Konzentration führt nachweislich zur Muskelentspannung und Linderung von Angstzuständen. Deswegen ist es ein Hausmittel bei akuten Angstzuständen, den Patienten in eine Tüte atmen zu lassen - durch die ausgeatmete CO2-haltige Luft steigt die CO2-Konzentration, der Patient beruhigt sich. Sind vielleicht auch wir eigentlich für höhere CO2-Konzentrationen geschaffen?
Angesichts der umstrittenen Beweislage wäre es jedenfalls wesentlich wichtiger, die Emission radioaktiver Elemente einzustellen,deren langfristige Gefährlichkeit unumstritten ist, anstatt mit dem Hinweis auf das "böse" CO2 noch neue Atomkraftwerke zu bauen. Aber an der CO2-Hysterie wird eben viel Geld verdient, und wir haben wieder mal einen Grund, uns schuldig zu fühlen und ein unerreichbares Ziel anzustreben.
Den Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Veränderungen im Klima und in der menschlichen Psyche (Geburten, Selbstmorde, Psychiatrieeinweisungen, Wahrnehmungserweiterungen) verdeutlicht sehr schön der Film "(R)EVOLUTION 2012" von Dieter Broers. Vielleicht deswegen wird der Autor, ein international renommierter Physiker mit zahlreichen Patenten, in der Presse totgeschwiegen und im Internet auf das Bösartigste verleumdet.


Insider, 07.12.2009 14:58
Es ist nicht leicht in Deutschland die Wahrheit zu erforschen, steht sie doch eigentlich immer gegen die Meinung der Herrschenden und die verteilen das Geld an die Forschenden, haben diese im Laufe der Jahre abhängig gemacht vom Geld. Forscht jemand zu sehr in die entgegengesetzte Richtung z.B. der hausgemachten weltweiten Erderwärmung, dann wird er abgekoppelt vom Geldzufluss und die Forschung kommt schneller zum Erliegen als der Golfstrom an Kraft verleirt. Das Gleiche gilt für die hochsubventionierte Solartechnik. Und der Schwindelt wird kein Ende nehmen, lassen sich doch mit solchen Ängsten ganze Völker domtieren und sie bis auf den letzten Heller ausplündern, alles für eine überlebensnotwendige Sache.

Böttcher, Reinhold, 07.12.2009 14:21
sorry habe meine eMail Adresse vergessen

Fregeist, 07.12.2009 13:06
Hallo,
den Gedanken des solaren Einflusses auf das Klima sollte man mal konsequent durchdenken.
Schnell kommt man auf den Gedanken, dass eine derart hohe und noch steil ansteigende Weltbevölkerung in enormes Risikopotential für noch nie dagewesene Not und Tod bedeutet.
Grüße
Freigeist



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