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28.05.2012
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Guttenbergs sagt Verteidigungsausschuss Transparenz zu
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Nach dem heutigen Rücktritt von Arbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) kündigte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an, dem Parlament „ein Höchstmaß an Transparenz“ zu bieten. "Alles, was mir vorliegt, werde ich dem Parlament zugänglich machen.“, sagte zu Guttenberg.

In der Sondersitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages war man zur Aufklärung der Informationslücken zusammengekommen.

 

Guttenberg war geladen Angaben zu machen, warum sein Vorgänger Frank Josef Jung (CDU) offenbar über zivile Opfer nicht informiert war.

Bei diesem Luftangriff in Afghanistan im September sollen bis zu 142 Menschen getötet worden sein, darunter auch eine bis jetzt ungewisse Anzahl von Zivilisten.

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Guttenberg erklärte, er habe Konsequenzen gezogen und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan aus dem Amt entlassen, auf dessen Rücktrittsersuch hin.

Das letzte Wort bei der Personalie Jung wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben. Sie empfing heute Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und vermied trotz konkreter Fragen direkte Antworten zu ihrer Position bezüglich des derzeitigen Arbeitsministers Jung. Philipp Mißfelder verstrickt sich als außenpolitischer Sprecher der Union in Widersprüche beim Versuch dem Parteikollegen Jung den Rücken zu stärken:

"Im Grunde gibt eskeine Erklärung dafür", sagte Mißfelder.

Mehr unter: Focus OnlineWelt Online, DerWesten

und NZZ Online

Foto: Berthold Stadler/ddp



Redaktion, 27.11.2009 12:40 | Kommentare (1)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (1)

Insider, 29.11.2009 08:21
Vielleicht ist das ja die Aufklärung:

CHRONOLOGIE DER BOMBENNACHT IN KUNDUZ

20.00 bis 22.30 Uhr

20.00 Uhr Ein afghanischer Informant meldet dem Bundeswehr-Camp in Kunduz
die Entführung zweiter Tanklaster aus einem Nato-Versorgungskonvoi bei
Aliabad südlich vom Feldlager der Bundeswehr.

21.14 Uhr Uhr Auf Anforderung des deutschen Camps trifft ein
B1-Bomber(Einsatzname "Bone 22")über der Region Kunduz ein, der zuvor eine
andere Operation mit deutscher Beteiligung im Norden der Region unterstützt
hat.

22.00 Uhr Der Informant der Bundeswehr meldet sich erneut und gibt an, die
beiden Tanklaster steckten auf einer Sandbank fest.

22.30 Uhr Der B1-Bomber kann die beiden Laster nicht finden. Im Nachhinein
stellt sich heraus, dass der afghanische Informant eine unklare Angabe des
Orts durchgegeben hatte.

22.30 bis 1.30 Uhr
0.00 Uhr "Bone 22" lokalisiert die beiden Trucks auf einer Sandbank und
sendet die ersten Schwarz-Weiß-Videobilder an die Kommandozentrale im
deutschen Camp. Dort sitzen der Chef des Lagers, Oberst Georg Klein, und
Oberfeldwebel W., der im Funkverkehr mit dem Einsatznamen "Roter Baron"
auftritt. Die beiden Deutschen hocken vor einem "Rover"-Sichtgerät, einer
Art Laptop mit Verbindung zur Kamera des Flugzeugs und verfolgen die Bilder.

0.48 Uhr "Bone 22" meldet sich bei der Einsatzzentrale (Funkcode "Trinity")
der Nato-Flotte. Der Bomber braucht neuen Treibstoff. Die Zentrale gibt
Erlaubnis für die Rückkehr zur Basis ("RTB").

0.50 Uhr Aus dem deutschen Camp fragt "Roter Baron" erneut bei der
Nato-Luftzentrale nach Luftunterstützung an. Von dort wird zurückgefunkt,
dass eine direkte Feindberührung Voraussetzung für den Einsatz eines
Kampfflugzeugs über Kunduz sei. Der deutsche Oberfeldwebel erklärt daraufhin
per Funk, es bestehe Feindkontakt, im Nato-Jargon "troops in contact" oder
TIC genannt, obwohl sich gar keine Nato-Soldaten oder afghanische Kräfte in
der Nähe der beiden Tanker befinden.

1.08 Uhr Zwei F-15-Jagdbomber treffen über der Region ein. "Dude 15" und
"Dude 16", so die Codenamen der Piloten, melden sich beim Kommandeur des
deutschen Camps und liefern wieder Live-Bilder, welche die Deutschen auf dem
"Rover"-Schirm verfolgen können. Einer der Piloten meldet: keine "friendly
forces", also deutsche oder afghanische Truppen in der Nähe der Trucks. Nahe
den Tankern sieht der Pilot rund 50 Aufständische, so seine Meldung. Der
deutsche Oberfeldwebel bittet die US-Piloten, sechs Bomben fertig zu machen
und in möglichst hoher Höhe über dem Tatort zu kreisen.

1.30 Uhr "Roter Baron" gibt Einsatzdetails zum Bombenabwurf weiter, erwähnt
ausdrücklich, dass die Zeit dränge und keine alliierten Kräfte in der Nähe
seien.

1.30 bis 2.30 Uhr
1.33Uhr Einer der F-15-Piloten bittet das deutsche Feldlager um weitere
Aufklärung des Tatorts. "Red Baron" hingegen gibt an die Piloten den
eindeutigen Befehl des deutschen Oberst Georg Klein zum Abwurf von Bomben
weiter. Sie sollen direkt auf die Sandbank gezielt werden.

1.36 Uhr Der Pilot fragt per Funk an, ob er eine Schleife in niedriger Höhe
über die Tanker fliegen soll, um "die Personen auseinander zu scheuchen".
"Roter Baron" lehnt dies ab.

1.46 Uhr Der Pilot fragt per Funk, ob die Personen um die Tanker eine
"unmittelbare Bedrohung" darstellen. Der Zustand des "imminent threat" ist
die Voraussetzung für einen Bombenabwurf durch die Nato. Obwohl zu diesem
Zeitpunkt weder Nato-Soldaten in der Nähe der Tanker sind und diese fast 15
Kilometer vom deutschen Camp entfernt feststecken, bestätigt "Roter Baron"
die Anfrage und legitimiert damit den Angriff.

1.50 Uhr Zwei Bomben vom Typ GBU-38 werden abgeworfen.

2.28 Uhr Die beiden F-15-Jets fliegen erneut über den Tatort und melden 56
Tote, ohne jedoch weitere Details zu nennen. 14 Personen würden in Richtung
Norden fliehen.

Im Morgengrauen
Im Morgengrauen treffen afghanische Sicherheitskräfte am Tatort ein. Leichen
sind kaum noch zu finden, da die Dorfbewohner sie bereits abtransportiert
und begraben haben.

7.00 Uhr Eine deutsche Dr...



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