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"Feministische Mythen aufklären" - Interview mit Dr. Eugen Maus
Weitere Themen: Allgemein, Reformen, Familie



Der Diplom-Psychologe Dr. Eugen Maus ist Vorstandsmitglied der geschlechterpolitischen Initiative "MANNdat"  FreieWelt.net sprach mit Dr.Maus über Geschlechter- und Gleichstellungspolitik und über weit verbreitete Mythen im Zusammenhang mit der Geschlechterfrage.

FreieWelt.net:  Was sind die wichtigsten Ziele der geschlechterpolitischen Initiative Manndat?

Eugen Maus: Wir wollen Benachteiligungen von Jungs und Männern bekannt machen und beseitigen. Eine Zusammenstellung „Was wir wollen“  findet sich auf unserer Internetseite unter http://www.manndat.de/index.php?id=37
Hier einige Punkte daraus:

Obwohl die die defizitäre Bildungssituation der Jungs seit langem bekannt ist, gibt es seitens der Politik nichts außer ein paar winzigen Vorzeigeprojekten, gegenüber milliardenschweren Förderprogrammen für Mädchen und Frauen.

Eine Gesundheitspolitik, die die spezifischen Risiken von Männern in den Fokus nimmt, gibt es nicht, keinen Gesundheitsbericht, keine Gesundheitszentren, keine gezielten Präventionsprogramme. Das Milliardenprogramm Gender-Mainstreaming, das die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern zu berücksichtigen vorgibt, entpuppt sich als eine reine zweite Schiene der Frauenförderung.

Nach wie vor müssen ausschließlich Männer einen gesellschaftlichen Zwangsdienst (Militär- oder Zivildienst) leisten. Entweder muss dieser abgeschafft werden, wie es die meisten Länder um uns herum bereits getan haben, oder eine solche Dienstpflicht muss für alle gelten.
„Wehrgerechtigkeit“ für Männer, aber Gleichberechtigung  für Frauen - das ist eine skandalöse Ungerechtigkeit, die bis heute von Politikern und Politikerinnen mit fadenscheinigen Argumenten aufrecht erhalten wird.

FreieWelt.net:  Männer verdienen im Durchschnitt besser als Frauen, besetzen häufiger Führungspositionen und dominieren in der Politik, beim Militär und in zahlreichen Branchen wie beispielsweise der IT-Branche.  Wozu also ein Einsatz für Männerrechte?

Eugen Maus: Da könnte man natürlich dagegen halten: Frauen „dominieren“ beispielsweise in der Tiermedizin, in den Sprachfächern, in der Werbebranche oder im künstlerischen Bereich. Und im Teilzeitbereich verdienen Frauen sogar bis zu 22 % mehr als Männer. Solche Fakten werden allerdings gerne verschwiegen, wenn von lohndiskriminierten Frauen die Rede ist.

Was die Führungspositionen betrifft, da werden dem Gros der Männer Privilegien einer Elite vorgerechnet. Der durchschnittliche Mann hat aber überhaupt nichts davon, dass in den Vorstandsetagen Männer sitzen.  Und es gibt zwar eine Politik, die überwiegend von(!) Männern gemacht wird, aber eine Politik für(!) Männer gibt es nicht.

Die höheren Einkommen von Männern haben im übrigen mit Lohndiskriminierung nichts zu tun, wie immer wieder behauptet wird. Selbst das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat MANNdat gegenüber eingeräumt:
„Die in der von Ihnen zitierte Rede vom 8

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März 2007 enthaltene Aussage von Frau Ministerin von der Leyen, dass "Frauen noch immer nur 77 % des männlichen Einkommens verdienen, wohlbemerkt für gleiche Arbeit" ist daher in dieser Form nicht richtig und missverständlich, auch wenn er sich in den Medien oft so oder ähnlich findet. Wir haben die Rede daher aus dem Netz genommen und danken Ihnen für diesen Hinweis.“

FreieWelt.net: Welche Auswirkungen haben Quotenregelungen auf die Qualifikation und Motivation der Arbeitnehmer in den Bereichen, in denen sie gelten, und auf die Qualität der dort geleisteten Arbeit?

Eugen Maus: Es geht bei Quotenreglungen ja immer um Vorteilspositionen, bislang auch nur im öffentlichen Bereich.  Mitnichten werden Frauenquoten für die 25 gefährlichsten Jobs verlangt, wo Männer das zweifelhafte Privileg genießen, die weit überwiegende Zahl an tödlichen Arbeitsunfällen und berufsbedingten Erkrankungen zu stellen.

Die Quotenforderung hat überhaupt wenig mit dem Fußvolk zu tun. Selbst für die breite Masse der Frauen fällt da wenig ab. Insofern engt sich die Frage nach den Auswirkungen schon mal auf Bereiche ein, in denen die Leistung nicht gerade mit der Stoppuhr ermittelt wird. Letztlich ist diese Forderung nur ein Dauerargument in der öffentlichen Debatte, mit der Politfeministinnen ihre Existenzberechtigung sichern wollen.  In Norwegen, so schwärmen sie, müssen börsennotierte Unternehmen eine Frauenquote in den Aufsichtsräten erfüllen. Die Ambitionen von ein paar hundert Karrieristinnen werden uns als großes gesellschaftliches Problem verkauft.  Eine Auswirkungen auf Profitabilität und Kursentwicklung hatte das jedoch  nicht, wie Untersuchungen  der Universität Agder 2006 ergaben. Wie auch? Man mag dazu stehen wie man will, aber Aktiengesellschaften sollen Gewinne erzielen, im Interesse der Beschäftigten und der Anleger, aber  nicht für  Politfeministinnen. 

FreieWelt.net:  Haben Frauen ohne Quotenregelungen überhaupt eine Chance?

Eugen Maus: Wir fragen uns natürlich viel mehr, ob Männer mit oder ohne Quoten überhaupt  eine Chance haben. Es gibt die Quotenreglung zu Gunsten von Frauen ja längst im gesamten öffentlichen und quasi-öffentlichen Sektor. Sie wird durchgesetzt und überwacht von einem Staat im Staate, einem riesigen Netzwerk von zehntausenden so genannter Gleichstellungsbeauftragter, Frauenreferentinnen, Frauenministerinnen, auf allen administrativen, politischen, gewerkschaftlichen, universitären und sonstigen Ebenen. Dieses Netzwerk ist nicht etwa ein informelles, es ist vielmehr ausdrücklich gesetzlich gestützt und bestens finanziell alimentiert. Es hat nichts anderes zu tun, als vermeintliche oder tatsächliche Benachteiligungen von Frauen zu beklagen. Die viel beschworenen Männerseilschaften in den Führungsetagen nehmen sich dagegen aus, wie ein Kindergarten.

Damit ist die feministische Lobby jedoch nicht zufrieden. Es geht um grundlegende Systemveränderung, getreu dem Spruch von Jutta Limbach  (Ex Bundesverfassungsgerichtspräsidentin): „Was wir wollen, ist Macht für Frauen“ Und die letzte Bastion ist die freie Wirtschaft. Da gibt es einen seltsamen Schulterschluss zwischen Gewerkschafterinnen, Unternehmerinnen und Politikerinnen jeglicher Couleur, um grundlegende Prinzipen der Vertragsfreiheit außer Kraft zu setzen. Spitzenpositionen und Gehälter werden dort bekanntlich  frei verhandelt, warum also auch nicht auch von Frauen? Aber mit gesetzlichem Diktat und mit Quoten in Spitzenpositionen avancieren zu wollen, ist doch reichlich unsportlich, nicht wahr?

FreieWelt.net:  Was wäre für Sie eine familienfreundliche Politik?

Eugen Maus: Eine familienfreundliche Politik ist sicher keine, die Männer mit einem Elterngeld ködern oder vielmehr  umerziehen will, mehr „reproduktive Arbeit“ zu leisten. Der Pferdefuß dabei ist nämlich, dass keineswegs im gleichen Zuge die Rechte der Väter ausgebaut werden. Die Praxis der Familiengerichte, nach einer Scheidung weit überwiegend den Müttern alle Rechte die Kinder betreffend zuzusprechen, legt von vornherein fest, wer Gewinnerin und wer Verlierer ist. Das ist eine Einladung an Frauen zu Scheidung und Kindesentzug - beides nicht gerade  familienfreundlich. Einerseits verlangt man von Vätern, dass sie sich vermehrt um die Kinder kümmern sollen, aber nach einer Trennung werden darunter offenbar nur regelmäßige Unterhaltszahlungen oder gar gesteigerte Erwerbsobliegenheit des Mannes verstanden und sonst nichts. Eine familienfreundliche Politik muss darin bestehen, beiden Eltern gleiche Rechte zu geben und gleiche Pflichten abzuverlangen. Nur so wäre  sichergestellt, das Kinder nicht zum Instrument und zu Verlierern in Scheidungskriegen werden.

FreieWelt.net:  Auf welchem Weg wollen Sie Ihre Ziele erreichen?

Eugen Maus: Der wichtigste Weg ist natürlich Aufklärung. Viele Leute glauben inzwischen an die feministischen Mythen von der Lohndiskriminierung der Frauen, von massenhaft gewalttätigen Männern, von  verantwortungslosen Vätern. Keine andere gesellschaftliche Gruppe muss sich hierzulande dermaßen diffamieren lassen. Aber viele Männer belächeln unsere Forderungen. Sie fühlen sich nicht benachteiligt. Erst wenn sie nach Hause kommen und die Wohnung leer ist bis auf einen Zettel mit einer Kontonummer für den Unterhalt, oder wenn sie sich um eine Stelle  beworben haben, und ihnen beschieden wird, zum Ausgleich der „strukturellen Benachteiligung der Frau“ müsse ihnen eine Frau vorgezogen werden, dann dämmert ihnen vielleicht etwas.

Das gesellschaftliche Gleichgewicht ist ein dynamisches. Nichts bleibt wie es ist, wenn eine Partei einfach nichts tut!

zur Internetseite von "MANNdat"

Das Interview führte Fabian Heinzel

(Foto: E. Maus)



Redaktion, 24.11.2009 14:42 | Kommentare (27)

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  Kommentare (27)

maromano, 25.12.2009 00:32
@elektrosmog
Mit solchen Äußerungen wie dem „generellen Verteufeln von Männern“, wär’ ich vorsichtiger, weil diese sehr subjektiv sind. Aus der Frauenperspektive betrachtet wird ‚die Frau’ auch überall abgewertet, vor allem, wenn sie auch nur ein wenig vom vorgegebenen Weg abweicht. Man schaue sich hierzu nur die Kommentare auf diesem Blog an, die behaupten, wie schlimm es für die Kinder sei, wenn sie nicht die ersten drei Jahre zu Hause sind (d.h. normalerweise ja: bei der Mutter). Das impliziert, dass Frauen, die die Kinder „weggeben“, Rabenmütter sind usw. Ich würde also eher sagen, es gibt „generelles Verteufeln“ von Menschen in dieser Gesellschaft, die irgendwie anders sind, nicht den erwarteten Rollen entsprechen, nicht die erwartete Leistung erbringen etc.

Aber mal abgesehen davon kann ich gewisse Punkte, um die sich „Manndat“ kümmert, sehr gut nachvollziehen, wie etwa den (einseitigen) Einzug zum Wehrdienst oder die Benachteiligung von Männern im Sorgerechtsstreit. Aber diese resultieren doch aus den alten Rollenverständnissen, dass das „schwache Geschlecht“ sich lieber um Kindererziehung und Haushalt kümmert, während der Mann als Ernährer bzw. nach der Scheidung als Unterhaltszahler gilt. Ebenso hat die von Ihnen erwähnte Benachteiligung von Jungen in der Schule u.a. die fehlenden männlichen Erzieher bzw. Grundschullehrer zur Ursache. Und diese fehlen, weil solche Berufe nicht dem klassischem Männerbild entsprechen und diese daher von kaum einem Mann ausgeübt werden möchten. Das alles sind Beispiele dafür, dass diese neue „Männerbewegung“ letztendlich genau gegen dieselben veralteten Rollenklischees kämpft wie der Feminismus, nämlich Frau = schwach, emotional vs. Mann = stark(inkl.: gewalttätig), unemotional/rational. Deswegen finde ich diese ‚Hetze’ gegenüber ‚dem Feminismus’ einfach unnötig (und mal abgesehen davon auch ziemlich daneben). Warum kann man nicht Jungen/Männer, wo es nötig ist fördern, ohne feministische Errungenschaften anzutasten bzw. deren Forderungen als ungerecht(fertigt) zu diffamieren? Herr Maus bspw. lässt sich lang und breit über die angebliche Sinnlosigkeit von Quoten in Führungsetagen aus – inwiefern hilft er damit den Männern dort, wo er sich für sie einsetzen möchte und wo ihre Forderungen tatsächlich gerechtfertigt sind (Schule, Wehrdienst, Sorgerecht)? Hier scheint die Strategie doch eher zu sein, Männer und Frauen gegeneinander auszuspielen. Stattdessen sollte man sich bei „Manndat“ mal klar machen – wie bereits erwähnt – dass man eigentlich gemeinsame Ziele hat: das Aufbrechen dieser alten Rollenklischees nämlich. Ich bin mir auch sicher, dass Förderungsprogramme für Jungen und Männer nicht viel bringen würden, solange das nicht getan wird. Und dann muss man auch nicht mehr gegen ‚den Feminismus’ kämpfen, sondern kann MIT ihm gegen diese konservativen Ansichten kämpfen. Das wäre dann auch mal ein progressives Programm – im Gegensatz zu dem rückschrittlichen, das sie momentan dort verfolgen.


elektrosmog, 23.12.2009 16:03
@maromano

Naja, klar sollten Frauen in manchen Berufen gefördert werden, aber Sie müssen doch wohl zugeben, dass die Benachteiligung von Jungen(und fehlende Förderungsprogramme für Jungen/Männer) in der Schule und das generelle Verteufeln von Männern in unserer Gesellschaft auch ein Problem sind, welches nunmal nicht durch das GM, wie es eigentlich sollte, bekämpft werden.


maromano, 19.12.2009 17:32
@seyinphyin
Der Kommentar kam einfach deshalb so spät, weil ich diese Seite erst vor kurzem ‚entdeckt’ habe. Angst vor Diskussionen habe ich sicherlich nicht, sonst würde ich mich auch nur auf Seiten herumtreiben, wo jeder meine Meinung vertritt.
Der Satz, dass Frauen besser sein müssen als Männer, sollte übrigens gar nicht meine These sein, sondern ist das, was ich als Hr. Maus’ These aufgefasst habe aufgrund seiner Aussage (Zitat): „Die Ambitionen von ein paar hundert Karrieristinnen werden uns als großes gesellschaftliches Problem verkauft. Eine Auswirkungen auf Profitabilität und Kursentwicklung hatte das jedoch nicht…“ Frauen in hohen Positionen sorgten also nicht dafür, dass ein Unternehmen besser geführt würde. Da wäre meine schlichte Gegenfrage: Ja und? Dagegen spricht es schließlich auch nicht.
Und zu Ihrem Satz: „Diese Erziehung, familiär wie gesellschaftlich, ist eine beständige, subtile und doch verabscheuenswürdige Vergewaltigung jedes Jungen…“ Sehr richtig, aber dies ist nur die eine Seite der Medaille, denn diese „Erziehung“ oder die damit verbundenen Rollenverständnisse betreffen eben nicht nur Jungen und Männer, sondern auch weiterhin Mädchen und Frauen. Dieses Rollenverständnis ist z.B. auch ein Grund, warum Mädchen so selten auf die Idee kommen, gewisse Chancen (z.B. in technischen Berufen) zu ergreifen, auch wenn sie da gefördert würden. Sie können sich mit einem solchen Beruf nicht identifizieren und interessieren sich nicht dafür. Genau deswegen – für neue Rollenbilder – sind auch weiterhin Quoten wichtig, die in diesem Interview ja auch diskreditiert werden sollen. Man sollte dies alles einmal mehr im Zusammenhang betrachten. Dieses Interview enttarnt „den Feminismus“ nicht als Mythos, sondern bestätigt dessen Analysen doch nur.


seyinphyin, 19.12.2009 01:53
Ein Zufall, dass dieser Kommentar so spät kommt und wohl eigentlich niemand mehr darauf antworten wird? Wer weiß.

Und natürlich gibt es schlechtbezahlte Berufe in Bereichen, wo die meisten Arbeitnehmer Frauen sind. Aber es sind nicht nur die technischen, hochbezahlten Berufe, welche zumeist männlice Arbeitnehmer hat und die zudem Frauen sperrangelweit offenstehen, sogar mit Förderung und Bevorzugung und allem drum und dran, as einen ungebliebten Beruf halt nicht beliebter macht. Vor allem aber sind die absolute Mehrheit alle schmutzige und (lebens)gefährlichen Berufe in Männerhand oder besser gesagt, die Männer sind in der Hand dieser Berufe.

Auch dass Frauen besser sein müssen als Männer, für gleichen Lohn oder Erfolg ist ein reiner Mythos, der sicherlich in einzelnen Fällen eine Bestätigung finden kann, aber man findet für ALLES Beispiele, selbst für die absurdesten und anormalsten Dinge.

Aus den Erziehungsberufen werden Männer ganz nebenbei auch durch das männerfeindliche Bild des grundsätzlich gewalttägien Mannes und potentiellen Kinderschänders (ganz allgemein) herausgemobt. Aber immer noch muss sich ein Mann ja zusammenreißen, schließlich ist er ein Mann und hat sowieso keine Gefühle und hat zu funktionieren. Diese Erziehung, familiär wie gesellschaftlich, ist eine beständige, subtile und doch verabscheuenswürdige Vergewaltigung jedes Jungen, denn sie haben exakt genauso viele und genauso starke Gefühle, wie Mädchen, weil sie eben Menschen sind. Schon dort beginnt der Teufelskreis, der letztlich ja auch dazu führt, dass sich weit mehr Männer als Frauen das Leben nehmen und sie auch Jahre früher sterben.


maromano, 15.12.2009 23:13
Es scheint mir unverständlich bis verdächtig, dass Herr Maus die Forderung, eine Lösung für die „defizitäre Bildungssituation der Jungen“ zu finden ausspielen muss gegen feministische Forderungen. Beide sind berechtigt. Frauenförderung ist immer noch berechtigt, weil es immer noch Benachteiligung gibt, auch außerhalb der Chefetagen – wobei es doch schon seltsam ist, die (vorwiegend männliche) „Elite“ einfach so herauszunehmen, um dann festzustellen, dass alle ANDEREN doch gleich sind – oder pardon: die Männer die EIGENTLICH benachteiligten. Ein merkwürdiges Verfahren. Noch dazu eines, dass ihn zu falschen Schlüssen führt. Es gibt nun mal genügend schlechtbezahlte Berufe, vor allem in „Frauendomänen“ wie Pflege und Erziehung. Und das ist kein Zufall.
Ebenso merkwürdig sind Herrn Maus’ Ansichten zum Thema Quote. Seiner Meinung nach ist diese ja unsinnig, da sich die Gewinne in den entsprechenden Firmen nicht verändert hätten. Aha. Hat da jemand nicht mitbekommen, dass Quotenregelungen politische Forderungen sind, die in Hinblick auf Gerechtigkeit gestellt werden. Warum müssen Frauen denn besser sein als Männer, um gleiche Rechte zu haben?
Das Problem hierbei ist wohl eher, mal ganz grob und vereinfacht, dass es Männer aufgrund der veränderten Frauenrolle schwerer haben, Orientierung zu finden (gutes Bsp. hierfür der „Männerrechtler“ weiter unten, der sich eher „Frauenhasser“ nennen sollte) und sich wohl deshalb öfter mal benachteiligt fühlen. Und Herr Maus ist nun leider mal „nur“ Psychologe und es fehlt ihm somit der (auf gesellschaftliche Zusammenhänge gerichtete Weitblick) eines Soziologen oder Sozialpsychologen. Vielleicht mal lieber jemanden fragen, der sich da auskennt?


James T. Kirk, 28.11.2009 21:02
@Patrick Pricken:"Fest steht trotzdem, dass sich Frauen statistisch darauf gefasst machen dürfen, über ein Fünftel weniger zu verdienen, als wenn sie als Mann auf die Welt gekommen wären."

Es wurden zuvor und danach 30 Milliarden Argumente ventiliert, die obige Aussage als unverbindliche nominal-abstrakte Konstruktion entlang ideologischen Bedürfnissen entlarven.

Wichtig ist gar nicht, was letztlich bei diesen Argumentationen herauskommt, sondern allein die Tatsache, daß hier eine Kausalität konstruiert und als absolute Wahrheit verkauft wird, obwohl es auch andere Erklärungen für ein statistisch geringeres Einkommen von Frauen gibt als eine explizite Benachteiligung.

So entlarven sich Ideologien: An zwanghaften Konstruktionen bzw. einem "Ungerechtigkeitszwang".

Natürlich läßt sich auch auf der Sachebene zeigen, daß es viele Argumente dafür gibt, daß Frauen kaum oder gar nicht geringer entlohnt werden.

Mit meinen ersten Überlegungen kann man aber vor allen Dingen den Ideologie-Charakter diverser Mythologien entlarven. Es kommt vor allem darauf an, diese Illegitimität und Korruptheit von Gutmenschen wie diesem Patrrick Pricken oder vielen Politikern und Feministinnen zu entlarven.

Es geht vor allen Dingen um diese Mißstände, also um diese ideologischen Verwerfungen in unserer Gesellschaft, die sich daran zeigen, daß bestimmte Erklärungsmöglichkeiten gar nicht erwünscht sind und nicht seriös und konsequent überprüft werden.

Dieser Nachweis ist neben den Argumenten auf der Sachebene entscheidend, wenn man etwas verändern möchte und zeigen möchte, wie unglaubwürdig und geistig korrupt Feministinnen, Gender-Theoretiker und unsere Politiker sind.


Männerrechtler, 28.11.2009 05:06
Wie kann es sein, daß ein Doktor, noch dazu ein Psychologe, intelligente Kommentare gibt? Nun, ich bin kein Doktor und kein Psychologe und vertrete diese Standpunkte schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Ich möchte noch hinzufügen, daß die Weiber, insbesondere die in westlichen Gesellschaften, infolge ihre Privilege derart verwöhnt, herrisch, unausstehlich, rechthaberisch, sadistisch und männerverachtend geworden sind, daß es für einen Mann praktisch unmöglich geworden ist, mit solchen Furien noch eine Beziehung zu führen, ohne zum Märtyrer zu werden. Für das Kinderzeugen wird ein Mann heute härter bestraft als für einen Raubmord. Für einen Raubmord bekommt er lebenslange Vollversorgung in einer JVA, für das Kinderzeugen muß er Unsummen bezahlen und dafür bis zum Umfallen malochen.

Gsaelzbaer, 26.11.2009 17:00
Hervorragendes Interview und Dank an die Freie Welt für die Publikation. Treffender, kompakter und klarer kann man die subtile Diskriminierung von Männern in unserer Gesellschaft nicht beschreiben. Dr. Maus bei Frau Will in der Talk Show, das wäre ein Erlebnis!

Sebastian, 26.11.2009 08:58
Gutes Interview. Ich hoffe das es das Bewusstsein der Männer für Diskrimminierung schärft.

Dann ich sehe in diesem Staat vor allem eine Gruppe gegsetzlich! diskrimminiert, und zwar die Männer.

Solange die Wehrplficht noch besteht haben Frauen keinen Grund sich über Diskrimminierung ihrerseits zu beklagen.


gast, 25.11.2009 15:13
Gutes Interview, Herr Maus hat es offensichtlich verstanden.



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