Tschechiens Präsident Vaclav Klaus gibt seinen Widerstand gegen den EU-Reformvertrag von Lissabon offenbar auf. Zwar sehe er in dem Vertragswerk weder für die Freiheit in Europa noch für Tschechien eine gute Sache, doch sei der Zug der Ratifizierung nicht mehr umkehrbar, sagte er der Zeitung "Lidove Noviniy". Spekulationen zufolge verlangt Tschechien als Gegenleistung die Anhängung der so genannten Benes-Dekrete per Fußnote an den Vertrag, um etwaigen Forderungen von Vertriebenen auf Basis der EU-Grundrechtecharta vorzubeugen.
Nach der Unterzeichnung des Lissabonvertrags durch Polens Staatschef Kaczynski vergangene Woche ist Tschechien das letzte EU-Land, in dem der Vertrag nicht vollständig ratifiziert ist. Tschechiens Parlament hat bereits zugestimmt.
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Foto: Axel Schmidt/ddp-Archiv
Tschechiens Präsident Vaclav Klaus gibt seinen Widerstand gegen den EU-Reformvertrag von Lissabon offenbar auf. Zwar sehe er in dem Vertragswerk weder für die Freiheit in Europa noch für Tschechien eine gute Sache, doch sei der Zug der Ratifizierung nicht mehr umkehrbar, sagte er der Zeitung "Lidove Noviniy". Spekulationen zufolge verlangt Tschechien als Gegenleistung die Anhängung der so genannten Benes-Dekrete per Fußnote an den Vertrag, um etwaigen Forderungen von Vertriebenen auf Basis der EU-Grundrechtecharta vorzubeugen.