Am 1. Oktober 1949 verkündete Mao Tse-tung die Gründung der Volksrepublik China. Der 60. Jahrestag wird mit einer großen Militärparade auf dem Platz des himmlischen Friedens begangen. Dieses Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges und die Alleinherrschaft der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) scheinen jedoch die einzigen Überbleibsel von Maos Staat. China hat sich gewandelt und ist weiter im Wandel begriffen.
Die VR China blickt nach vorne, in eine Zukunft, in der man sich als Großmacht, im militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen, sieht. Mao scheint nur noch ein Symbol für diese Träume. Der "lange Marsch" legendär verklärt, bleiben Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit aus. Der "Große Sprung nach vorn" und die "Kulturrevolution" mit ihren Millionen Opfern werden verdrängt, ebenso wie die Abkehr vom Kommunismus hin zu einer Parteiendiktatur mit Staatskapitalismus unter Deng Xiaoping. Präsident Hu Jintao wird die beiden Helden Chinas heute hoch loben, aber den Blick in die Zukunft Chinas richten, die bei allem wirtschaftlichen Aufstieg und einem Mehr an Freiheiten, immer noch eine Ein-Parteien-Diktatur sein.
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Foto: Torsten Wiedemann/ddp
Am 1. Oktober 1949 verkündete Mao Tse-tung die Gründung der Volksrepublik China. Der 60. Jahrestag wird mit einer großen Militärparade auf dem Platz des himmlischen Friedens begangen. Dieses Relikt aus Zeiten des Kalten Krieges und die Alleinherrschaft der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) scheinen jedoch die einzigen Überbleibsel von Maos Staat. China hat sich gewandelt und ist weiter im Wandel begriffen.
Die VR China blickt nach vorne, in eine Zukunft, in der man sich als Großmacht, im militärischen, diplomatischen und wirtschaftlichen, sieht.