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Luftangriff: Bundesregierung unter Druck
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Der von der Bundeswehr angeforderte Luftangriff auf zwei von Taliban gekaperten Tankwagen gerät immer mehr in die Kritik. Nachdem der französiche Außenminister den Vorfall als Fehler bezeichnet hatte, werfen die Opposition und auch Teile der SPD Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) schlechte Informationspolitik vor. Dieser wiederum verteidigt den Einsatz weiterhin, es habe akute Gefahr für die Soldaten bestande.

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Kanzlerin Merkel versprach rasche Aufklärung über den Luftangriff.

Die Bundeskanzlerin forderte zudem ein baldige Afghanistan-Konferenz, um die Ziele der ISAF-Mission klar zu definieren und eine richtige Strategie zu entwickeln. Derweil ist immer noch unklar wie viele Tote es bei dem Luftangriff gegeben hat und wie viele Zivilisten zu Opfern wurden. Jung spricht von 56 Toten, die sämtlich Taliban-Kämpfer seien. Laut einem bericht der "Washington Post" soll es 125 Tote gegeben haben, von denen mindestens 20 Zivilisten waren.

Mehr bei stern.de

Foto: M. Kappeler/ddp



Redaktion, 07.09.2009 08:56 | Kommentare (2)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (2)

Freigeist, 07.09.2009 17:09
Hallo,
wie viel Kinder hat eine afghanische Durchschnittsfamilie? 2, 4, 8?. Ratet Sie mal.
Ein Sohn kann die Position des Vaters übernehmen, die anderen müssen ihr Auskommen anderweitig finden. Nur, es gibt kaum Wirtschaftswachstum und wird es auch in Zukunft kaum geben, aufgrund der geografischen Struktur des Landes. Was machen nun die Söhne, die kein Einkommen finden können in einer Industrie, die es kaum geben wird?
Gut gedacht, lieber Leser, diese Söhne werden von einer der kriegführenden Parteien bezahlt werden als Soldaten oder Taliban. Endlos Söhne-Nachschub für die Taliban. Es wäre wohl billiger, man würde ein afghanische Armee seitens der Nato bezahlen, so könnten die Afghanen selbst aufeinander schießen, bomben etc. bis sie sich zusammengefunden haben werden.
Grüße
Freigeist


Kriegsberichterstatter, 07.09.2009 09:41
Deutschland will wieder wer sein in der Riege der kriegführenden Völker und auf Anhieb hat es geklappt. Keine andere militärische Aktion hat auf einen Schlag so viele Tote verursacht. Deutschland ist damit gleich mal wieder an die Spitze getreten mit der bekannten deutschen Gründlichkeit.

Bei der Figur des Verteidigungsministers Jung sollte sich jeder an die Zeit seines Treibens in der hess. Staatskanzlei erinnern. Damals waren es die "jüdischen Vermächtnisse" eines Roland Koch, in deren Publikation auch der damalige Wegbegleiter des Herrn Koch, dieser heutige Verteidigungsminister Jung, verstrickt war. Bis zum Beweis des Gegenteils wird in diesen Kreisen gelogen, dass sich die Balken biegen, gleiches gilt fürs Beschönigen.

Was sind da schon die Worte des amerikanischen Oberbefehlshabers, der vor laufender Kamera von zivilen Opfern spricht, was sind da schon die Worte, da wurde gegen NATO-Regeln verstoßen !

Ein deutscher Soldat handelt wie ein deutscher Beamter, nämlich immer korrekt, fehlerfrei und strickt nach den Buchstaben des Gesetzes, was anderes darf er doch auch gar nicht tun.

Schuld an diesem Massaker wird das Wetter sein, die Tageszeit, die sich getarnt habenden Taliban, die mangelhaft beleuchtete Szene, von der die F-15E der Amerikaner schlechte, also unbrauchbare Videobilder nur gemacht hat und dann die nicht kalkulierbare Sprengkraft einer 500-Pfd. Bombe gepaart mit einer Tankwagenladung Benzin. Also wo ist da noch ein Verschulden des deutschen Befehlsgebers zu entdecken und wenn, dann doch nur marginal.

Wie steht es aber mit der Spekulation, es sollte spektakuläres geschehen, um den Wahlkampf auf deutschem Boden zu beflügeln? Sicherheitsschäuble braucht doch die Erkenntnis, dass Taliban sich mit Treibstoff versorgt, auf den Weg zum deutschen Wahlkampf gemacht haben, um die Stimmabgabe mit terroristischen Mitteln zu beeinflussen. Da hat man die Gelegenheit beim Schopf gefasst, brennende Tankwagen geben ein buntes Bild in der Wahlkampfpresse, nur jetzt ist das Ding zum Rohrkrepierer geworden, Gott sei Dank.



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