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Gastbeitrag Hans von Storch und Nico Stehr: Climate and Society
Weitere Themen: Allgemein



Nico Stehr und Hans von Storch publizieren dieser Tage in englischer Sprache im World Scientific Verlag in Singapur ihr Buch „Climate and Society“.
Das Buch richtet sich an ein internationales Publikum, das an der Geschichte und dem heutigen Forschungsstand der Klimawissenschaft, sowie den politischen Bemühungen durch
eine bestimmte Klimapolitik konkrete Antworten auf die Frage nach dem gesellschaftlichen Umgang mit den Folgen der Klimaerwärmung interessiert ist.

Es handelt sich um Themen an denen alle Menschen heute und in Zukunft starkes Interesse haben sollten. Später in diesem Jahr, erscheint im Barbara Budrich Verlag unter dem Titel „Klima-Wetter-Mensch“ ein ähnliches Buch von Nico Stehr und Hans von Storch in deutscher Sprache. Übersetzungen in weitere Sprachen sind in Vorbereitung. Wie wir wissen, ist „Klima“ (wieder) in aller Munde – öffentlich geht es gegenwärtig meist um Klimawandel, bzw.die „Klimakatastrophe“, die „Klimarettung“ und ähnliches – weniger öffentlich geht es um den klimatischen Determinismus, der in der Vergangenheit so „elegant“ offensichtliche gesellschaftliche Ungleichheiten in der Welt als klimabedingt zu erklären vermochte.

In der Tat ist Klima eine machtvolle Resource; eine Macht, die uns zu unserem eigenen Vorteil zu angemessem Verhalten zwingt. Solange wir es richtig machen, geht alles gut; dann belohnte und belohnt uns das Klima -- in historischen Zeiten -- mit Regelmäßigkeit und Berechenbarkeit; wenn wir den Signalen aber nicht folgen, ist die Konsequenz Unglück und Verderben - so ein verbreitetes Verständnis. „Die Natur schlägt zurück“, wie es so griffig heißt.

Das Klima zwingt uns zu Änderungen unseres Lebensstils, unseres alltäglichen Verhaltens, z.B. zum Fahrradfahren, zum Einsatz neuartiger Glühlampen, zum Abschalten von standby Funktionen von elektischen Geräten, zum bewußten Umgang mit Fernreisen usw. In der Vergangenheit „zwang“ uns das Klima, den von einem scheinbar angenehmen Klima benachteiligten Menschen zu helfen, den richtigen Weg zu finden, was man heute eher unter Kolonialismus verbucht. „Angenehm“ bedeutet hier: ein tropisches Klima, das ein angeblich sorgloses Leben ermöglicht, und so keine Herausforderung darstellt, eine intellektuell, wirtschaftlich und politisch erfolgreiche Gesellschaften herauszubilden.

Klima dominiert den Diskurs, insbesondere bei uns. Die wirtschaftliche entwickelte Welt versucht den Rest der Welt davon zu überzeugen, dass gegenwärtiger Hunger und Armut irgendwie doch weniger wichtig sind als möglicherweise zusätzlicher Hunger und Armut in der Zukunft, die der Klimawandel vor allem über die weniger entwickelten Regionen bringen wird.

Tatsächlich ist die Welt nicht so eindimensional; das Klima herrscht nicht absolut über uns; es steckt und Grenzen und ermöglicht Perspektiven. So formuliert etwa Wilhelm Lauer in einer Zusammenfassung von Forschungsarbeiten über die Entwicklung auf dem mexikanischen Hochland: "Das Klima ist für die Gestaltung des Schauplatzes, auf dem sich das menschliche Dasein – die Menschheitsgeschichte – abspielt, tatsächlich von Bedeutung, denn es steckt im weitesten Sinne den Rahmen ab, beschränkt Möglichkeiten, setzt Grenzen für das, was auf der Erde geschehen kann, allerdings nicht, was geschieht oder geschehen wird.

Das Klima stellt allenfalls Probleme, die der Mensch zu lösen hat. Ob er sie löst, und wie er sie löst, ist seiner Phantasie, seinem Willen, seiner gestaltenden Aktivität überlassen

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Oder in einer Metapher ausgedrückt: Das Klima verfaßt nicht den Text für das Entwicklungsdrama
der Menschheit, es schreibt nicht das Drehbuch des Films, das tut der Mensch allein."

Wir bieten mit unserem Buch eine Kulturgeschichte des „Klimas“. Als zwei Autoren, von denen einer Professor für Kulturwissenschaften (Nico Stehr) und der andere Professor für Meteorologie (Hans von Storch), glauben wir, daß wir die Dualität des Begriffs Klima, d.h. als soziales und als wissenschaftliches Konstrukt, besonders umfassend und kritisch erfassen und darstellen können. Wir haben unser 140-Seiten Buch in vier Kapitel strukturiert; nach einem Überblick über die Entwicklung des wissenschaftlichen Begriffs Klima – das bei den klassischen griechischen Autoren mit Beobachtungen zur Wirkung des Klimas gerade auf die Gesundheit und das Gemüt der Menschen und Gesellschaften begann, im 19 Jahrhundert durch eine geographische zahlenbasierte Buchführung der Klimate der Regionen dieser Welt überging. Mitte des 20.Jahrhunderts wurde Klima von den Meteorologen und Ozeanographen eine “Physik der Atmosphäre bzw. des Ozeans“ konzipiert und begrifflich ausgeformt. Schließlich rückten seit den 1980er Jahren wieder die Wirkungen des Klimas, genauer des Klimawandels, in den Mittelpunkt von Forschung und öffentlichem Diskurs, wobei in diesen Auseinandersetzungen Klimaforscher oder Mediziner ebenso wichtig sind wie Geographen oder Wirtschaftswissenschaftler.

Anschliessend analysieren wir das unveränderliche Klima als Rahmenbedindung menschlichen Handelns – als Jedermanns Umwelterfahrung, als Gegenstand von Wissenschaft und Management, den erklärenden wissenschaftlichen Überbau, warum Klima ist wie es ist, und schließlich den schon erwähnten klimatischen Determinismus, dessen zentrale Aussahe davon ausgeht, dass Mensch und Gesellschaften weitgehend von den
herrschenden klimatischen Bedingiungen mitbestimmt sind. Die Barbaren, die Fremden – waren in den Augen ihrer Gegner eben Barbaren wegen ihres sie benachteiligenden Klimas.

An das statische, berechenbare Klima haben sich die Gesellschaften dieser Welt in historischen Zeiten in der Regel erfolgreich angepaßt; sei es durch technische Entwicklungen, wie beispielsweise den Klimaanlagen oder einer Infrastruktur, die es erlaubt, in einem auskömmlichen Mikroklima zu leben. In vieler Hinsicht ist es dem Menschen deshalb gelungen, sich von den Einflüssen des Klimas zu emanzipieren. Im dritten Abschnitt betrachten wir das Klima als etwas Veränderliches – wobei ideengeschichtlich schon seit mindestens dem 19. Jahrhundert verstanden wurde, daß Klima nicht konstant sei. Dies wurde in wissenschaftlich anspruchsvoller Weise und in einem methodisch auch heute noch anerkannten Vorgehen von dem deutsch-baltischen Klima- und Gletscherforscher Eduard Brückner dokumentiert. Schon damals wurde zwischen temporären
und permantenten Klimaänderungen unterschieden.

Wir rekapitulieren, was naturwissenschaftlich zu natürlichen Klimaschwankungen, die kommen und gehen, gesagt wurde und was zum Thema menschgemachter Klimawandel, der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt und bleibt. Wieder geht es um die Dualität von
sozialen und wissenschaftlichen Konstruktionen, von Einfluß der Menschen auf das Klima, vom Klima auf den Menschen.

Permanente, sich durchsetzende klimatische Veränderungen über längere Zeiträume führen dazu, daß die gelungene gesellschaftliche Anpassung an die Rahmenbedingungen des Klimas nicht mehr funktionstüchtig sein wird, so die Sorge; deshalb befürchtet man, das Mensch und Klima sich zunehmend in einem ungleichgewichtigen Zustand finden werden; und diese sich wandelnen Lebensbedingungen letztlich die menschlichen Existenz gefährden, zumindest im Gegensatz zu den Lebensformen, die wir gegenwärtig als existentiell vertretbar interpretieren.

Nicht nur, daß das Klima mit Extremereignissen in neuartiger Intensität und Häufigkeit „zuschlägt“, auch ganzheitlich gesehen ist das System in Unordnung, und wir werden die Leidtragenden sein. Daß diese kulturell konstruierten Vorstellungen wenig mit den naturwissenschaftlichen Erklärungen zu tun haben, tut der gesellschaftlichen Wirkung dieser Überlegungen keinen Abbruch.

Unsere Folgerungen für die gegenwärtige wissenschaftliche und politische Debatte fassen wir in 10 Punkten im unserem des Zeppelin-Manifests zusammen – „Zeppelin-Manifest“ deshalb, weil Nico Stehr an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen am Bodensee lehrt. Demnach haben wir es real mit der Perspektive signifikanter Klimaveränderungen als Folge der fortgesetzten Akkumulation von Treibhausgasen in der Atmosphäre zu tun.
Temperaturen steigen, Meeresspiegel steigt, andere Größen werden vermutlich in einiger Zeit ebenfalls deutliche Änderungen zeigen. Die gegenwärtig geplante Klimapolitik wird diese Veränderungen vermindern können, verlangsamen können, nicht aber verhindern oder gar rückgängig machen. Neben der sicher auch aus anderen Gründen vernünftigen Beschränkung der Emission von klimarelevanten Gasen, entsteht also ein neuer Bedarf an Anpassung an die Klimagefahren. Eine duale Strategie der Beschränkung der Emissionen und der verbesserten Anpassung ist erforderlich – eine Einsicht, für die Hans von Storch noch 2003 nach einem
entsprechenden Interview in der SPIEGEL Vorwürfe des Defaitismus einstecken mußte, ist inzwischen bei den Nachdenklicheren in der Politik und Planung angekommen, obwohl scheinbar immer noch viele glauben, man könne dem Problem mit symbolischen Akten beikommen. Daß es aber auch um eine bessere Anpassung an die gegenwärtigen Klimagefahren geht, das wird gerne weiter übersehen.

Ob das Buch Thesen vertritt? Es ist nicht der Zweck des Buches, handlungsleitende Thesen zu entwickeln. Vielmehr geht es darum, den Gegenstand eines aktuellen Diskurses in seinem gesellschaftlichen Kontext zu sehen, wobei wir hier Wissenschaft als Teil der Kultur der
Gesellschaft sehen. Aufgrund dieser Prämisse kann man abschliessend zwei generelle Thesen formulieren:

Klima ist schon immer ein sozial konstruierter Gegenstand, und unsere Sorgen über das Klima hängen nicht nur mit dem Klima zusammen sondern auch damit, wie wir darüber im Einklang mit unseren sonstigen Vorstellungen und tradierten Wertevorstellungen denken und sprechen.

Der menschgemachte Klimawandel sollte ernst genommen werden, und nicht zu einem allgemeinen Argument der Mensch- und Weltverbesserung mißbraucht werden. Es geht zu allererst um die Steuerung der bzw. Anpassung an veränderliche Wetterstatistik (also das
Klima) und weniger um die Moral.

Von Hans von Storch und Nico Stehr

Stehr, Storch, 2009, "Climate and Society: Climate as Resource, Climate as Risk", Singapur, World Scientific Publishing

(Foto: gnubier/pixelio.de)



Hans von Storch und Nico Stehr, 02.09.2009 10:32 | Kommentare (13)

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  Kommentare (13)

Adiaphoron, 05.03.2010 14:49
Sie sagen einerseits, niemand wüsste wie Klima definiert ist, schmeißen allerdings andererseits im Verlauf ihres Beitrags selbst Klima und Wetter immer wieder in einen Topf.
Klima ist der durchschnittliche Atmosphärenzustand, nach WMO in einem Referenzzeitraum von 30 Jahren, in seinen Wechselwirkungen mit Lithosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und Pedosphäre.
Es geht nun also nicht darum, das Wetter oder die genaue globale Temperatur zu einem Zeitpunkt exakt zu bestimmen, da dies wie sie richtig gesagt haben schon aufgrund der chaotischen Prozesse in der Atmosphäre nicht möglich ist und daher auch kein Modell der Welt hierzu jemals deterministische Ergebnisse liefern wird.
Wobei es in der Klimaforschung geht, ist langfristige Trends im Klimasystem zu erforschen. Hierfür werden werden Klimamodelle basierend auf bekannten physikalischen Zusammenhängen entwickelt und anhand von Messwerten und Rekonstruktionen der relevanten Einflussgrößen überprüft. Aufgrund des stark zunehmenden Wissens über die physikalischen Prozesse, über die Wirkung von Treibhausgasen weiß man heute sehr gut bescheid und die Absorptionswirkung von CO2 kann in jedem gut ausgestatteten physikalischen Labor überprüft werden, und die mittlerweile sehr große Menge an Messdaten, ist es dann möglich Szenarien zu entwickeln, vielfach zu simulieren und Prognosen über langfristige Trends zu geben. Diese Vorgehensweise ist also durchaus wissenschaftlich und führt auch in vielen anderen Bereichen (Stichwort Monte-Carlo-Simulation), in denen man häufig noch weitaus weniger über die Beziehungsstruktur weiß als in der Klimaforschung, zu guten Ergebnissen.
In der Klimaforschung arbeiten nun des weiteren an jeder Universität zig Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, von Meteorologen, Physikern hin zu Geologen, Glaziologen, Hydrologen,.. die sich allesamt vielfach besser auskennen und von ihrer Forschungsarbeit persönlich nicht einen Bruchteil von dem haben, was ein Max Meineiner und Konsorten, die von Klima ungefähr soviel verstehn wie ein Frosch vom Kühe melken, mit jedem ihrer so wahnsinnig aufsehenerregenden Beiträge alles verdienen.
Bei aller gesunden Skepsis des Menschen sollte man sich daher aber schon fragen, ob man sich erstens gut genug informiert weiß, um Leute zu kritisieren, die einem in ihrem Fachbereich um jahrelange Forschungsarbeit voraus sind und zweitens sich lieber auf irgendwelche dahergelaufenen Journalisten und ein paar wenige, aus teilweise zwielichten Gründen klimaskeptische Wissenschaftler häufig einschlägiger amerikanischer Denkfabriken verlassen möchte. Immerhin bleibt einem selbst bei Unglauben gegenüber dem IPCC AR auch noch die Möglichkeit, die in diesem zusammengefassten wissenschaftlichen Orginalquellen im ISI web of knowledge selbst zu lesen.

Etwas anderes wiederum ist dann, ob zum einen es psychologisch sinnvoll ist, die Leute ununterbrochen mit Katastrophenszenarien zu konfrontieren und nicht lieber gezielter Lösungen vorzuschlagen und auch optimistischere Aussichten für Ziele, die erreicht werden können und erreicht wurden zu geben und zum anderen ob die Politik, so wie sie im Moment die Probleme, und nicht nur die des anthropogenen Klimawandels, sondern auch die von Ihnen angesprochen Energie- und Ressourcenprobleme, die ja alle auch stark zusammenhängen, angeht, richtig handelt, oder ob es nicht z.B. wichtiger wäre, wirtschaftliche Energieeinsparpotentiale durch beispielsweise umfassendere Information auszureizen und mehr Anreize für Energieeffizienz zu schaffen, als Glühbirnen zu verbieten und damit bei vegleichsweise geringer Wirkung für einen großen Missmut in der Bevölkerung gegenüber der ganzen Thematik zu sorgen.
Und das ist ein Punkt wo wir vielleicht eher wieder auf einen grünen Zweig kommen können.


Eurocus, 04.03.2010 23:35
Zunächst- das Klima ist im Wandel, das war es immer und wird es immer bleiben. Der Mensch hat darauf keinen Einfluß, da die Naturkräfte, Sonnenflecken, Erdmagnetfeld etc. wesentlich größere Dimensionen haben, als das bißchen Atmosphären-CO2 von 0,03% und von welchem über 90% noch nicht einmal menschlichen, sondern natürlichen Ursprungs sind. Die meisten, die heute vom Klimawandel reden, wissen noch nicht einmal, was "Klima" eigentlich ist und wie es definiert ist. Also, Klima ist, wie an der Börse, der 30-jährige gleitende Durchschnitt der im übrigen chaotischen Wetterdaten eines Beobachtungsraumes. Will man also einen Wetterwert, eine Temperatur oder auch die Erdmitteltemperatur für in 30 Jahren voraussagen, muß man über diesen Zeitraum alle Zwischenwerte der Temperatur kennen. Wir wissen, daß es den Metereologen, den „Klimaexperten“ offensichtlich nicht, schwerfällt das (chaotisch ablaufende) Wetter und stellvertretend dafür z.B. die Temperatur für die nächsten 7 Tage zu prognostizieren. Dieselben Leute wollen uns dann weismachen, um wieviel Grad sich die Erde in 30 Jahren erwärmt haben wird. Dies entspricht der Aufgabe den GD des DJ für die nächsten 30 Jahre am heutigen Tage festzulegen. Das wenige CO2 in der Atmosphäre verhält sich energetisch genauso passiv, wie das Dach eines Treibhauses für grüne Gurken, dessen Innenraum ebenfalls nachts, wenn die Sonneneinstrahlung fehlt, wieder die Temperatur der Umgebung annimmt. Die Erde hat ein Strahlungsfenster, was dem Treibhausdach entspricht. Wenn also die Klima"experten" genau wissen, wie warm es in 30 Jahren ist, dann machen wir doch einmal einen Test. Sie sollen das Wetter, das Klima und die Erdmitteltemperatur für den 17.12.2010 exakt voraussagen. Dieser Termin liegt wesentlich näher an heute, als der 17.12.2039, es müßte also ein leichtes sein, die Erdmitteltemperatur recht exakt für 2010 zu prognostizieren. Dieses Experiment hätte man übrigens schon am 17.12.2008 beginnen und heute abschließen können, dann wären wir heute schon schlauer. Das Ergebnis wäre, vermute ich, verheerend sein. Warum also dann die ganze Klimahysterie, die schlimmer ist, als die Panik beim Auftreten des Halleyschen Kometen im Mittelalter, den man für Machtinteressen bereits erfolgreich nutzte. Warum unterdrücken die Medien alle gegenteiligen Meinungen zur "Klimakatastrophe"? Nun es geht um Macht, Posten, Einfluß und Geld. Bestimmte politische Gruppen, die sonst kaum Lösungen für unsere wirklichen Probleme haben, treten in bestimmten Abständen Apokalypsevisionen los, um Wähler zu keilen, Steuern und Abgaben zu erhöhen, einträgliche Posten zu erlangen, Nobelpreise in Empfang zu nehmen, die man wie Al Gore sonst nie erhalten hätte, und die Menschen zu bevormunden. Weder ist der Wald gestorben, noch sind wir alle den Atomtod durch KKW gestorben, Ozonloch und Feinstaub haben uns nicht umgebracht und die Erde wird auch nicht durch gentechnisch veränderte Monster heimgesucht. In diesem Sinne wird die "Klimakatastrophe" auch ausbleiben, die -hysterie uns aber wohl noch eine Weile erhalten bleiben. Der Klimaschwindel ist die Vorbereitung einer gigantischen Abzocke und Umverteilung von Mitteln und Ressourcen getriggert durch geschürte Angst und Panik bei den Menschen. Es wird neue Klimasteuern geben, deren Erhebung dem Klima herzlich gleichgültig sein wird. Es sind die Posten von Klimasekretären und Klimabeauftragten zu besetzen, Grüne können durch Panikmache Wahlen gewinnen, Frau Roth die erste Klimaverwaltungsministerin Deutschlands werden, Entwicklungsländer können an Milliarden deutscher Steuergelder kommen, bestimmte Klimaindustrien sich eine goldene Nase verdienen u.v.a.m. Die Möglichkeiten sind unerschöpflich und es wird einige Gewinner geben. Die Sonnenflecken aber werden sich nicht um Kopenhagen scheren. Was ist grundsätzlich richtig an einer sachlichen, aber nicht hysterischen Diskussion? Energieeinsparung und Ressourcenschonung durch neue Technologien. Dies ist aber auch das einzige!

Adiaphoron, 29.01.2010 13:27
Und ich kann Leute nicht mehr hören, die hier mit ihrem Halbwissen um sich werfen. Waldschäden und Ozonloch sind auch noch heute ein Thema, auch wenn zahlreiche Maßnahmen mittlerweile positive Wirkung zeigen.
Trotz Aufforstungen, etc. weisen immer jedoch noch weit über die Hälfte der Bäume in Deutschland Schäden auf (http://www.bmelv.de/cln_182/cae/servlet/contentblob/865062/publicationFile/54407/ErgebnisseWaldzustandserhebung2009.pdf oder von 2007:http://www.bmelv.de/cae/servlet/contentblob/383616/publicationFile/22185/ErgebnisseWaldzustandserhebung2007.pdf)
Und wer das Ozonloch für einen großen Schwindel hält kann sich auf der Seite der WMO gerne selbst überzeugen: http://lap.physics.auth.gr/ozonemaps2/

Und pauschal jeden, der für Maßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz ist, als Kommunisten abzustempeln, zeugt von ziemlicher Ignoranz und Dummheit. So ein Buch halte ich also nicht für lesenswert. Abgesehen davon, dass man als Kritiker von Umwelt- und Klimaproblemen heute weitaus mehr Geld machen kann.

Zum Klima würde ich dann noch empfehlen, die nächstgelegene Universität in Ihrer Umgebung aufzusuchen und sofern man den IPCC AR in Frage stellt sich dort im ISI web of knowledge selbst zu informieren sowie um eine IR-Spektroskopie-Vorstellung zu bitten..


Jewa, 27.01.2010 15:49
Ich kann das Thema Klima nicht mehr hören.Nach Ozonloch und Waldsterben nun auf ein Neues.(...treffliches Instrumentarium, viel Geld zu machen)
Ich verweise auf das Buch"Rote Lügen im grünen Gewand" von Torsten Mann im Kopp-Verlag!


Adiaphoron, 08.01.2010 21:39
Wieso hält sich dieser Blödsinn mit den gesättigten CO2 Banden eigentlich immer noch so hartnäckig. Man kann bereits über IR-Spektroskopie super zeigen, dass die Banden alles andere als gesättigt sind.

Elmar Oberdörffer, 12.12.2009 15:29
Sehr geehrter Herr von Storch, von Ihnen als Klimawissenschaftler hätte ich dann doch gerne einen Beweis für die auch von Ihnen vertretene These, daß der Anstieg des CO2-Gehalts der Atmosphäre einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur, also ein wärmeres Klima, verursacht. Und erzählen Sie mir bitte nicht, CO2 sei ein Treibhausgas. Das weiß ich und das bestreite ich auch nicht. Aber die Wirkung dieses Treibhausgases ist bereits erschöpft: innerhalb der Absorptionsbanden des CO2 kann schon bei weniger als der Hälfte des heutigen CO2-Gehalts praktisch keine IR-Strahlung mehr die Atmosphäre durchdringen. Und mehr als alle diese Strahlung kann auch von noch so viel CO2 nicht absorbiert werden. Bitte erklären Sie mir, wie der vorhandene, bereits maximale Treibhauseffekt des CO2 noch gesteigert werden kann. Wenn Sie das können, dann werde ich auch noch zum Klimaschützer.

Ebenherz, 06.12.2009 22:46
@The Duke

So edel Ihre Prinzipien auch klingen moegen, sie werden eine Utopie bleiben.
Unter unserer duennen Schicht von angelerntem zivilisierten Benehmen, ist das Handeln nach tierischen Instinkten immer gegenwaertig.
Es kommt immer genau dann zum Ausbruch, wenn irgendwelche Ressourcen knapp werden an die zu diesem Zeitpunkt ein bestimmter Wert geknuepft wird.
Die Loesung des Problems ist so einfach wie unmoeglich durchzusetzen: Sorgen wir dafuer, dass nie zu viel Menschen oder zu wenige von diesen als benoetigt erachteten Ressourcen auf einem Territorium vorhanden sind.


The Duke, 13.11.2009 16:57
Jeder Krieg der auf dieser Erde geführt wird, schlägt allen Bemühungen , das Klima zu stabilisieren ins Gesicht.
Diese Erde würde mehr als 10 Milliarden Menschen vertragen, wenn sie nicht durch Kriege, Raub Abbau von Wäldern für sinn- und hirnlose Kriege,unfruchtbar gemacht worden wäre. Auch die Chemie tut das Ihre dazu!
eine zerstörte Umwelt hinterlassen wurde. Diese ERde ist nicht das Zufallsprodukt einer "toten" Evolution, sondern die Schöpfung eines liebenden Vaters im Himmel.
Leider hat der Rebell Satan durch Lügen und Missachtung der Gesetze Gottes, den Globus in den Ruin getrieben. Es gibt zu viele ,die sich ihm verschworen haben . Der Lohn dafür ? Reichtum, Macht über die anderen Menschen,Wir werden überrascht sein, wozu unsere Mitmenschen bereit sind!


Klimaschutz - nein danke, 23.10.2009 19:45
Seit Menschengedenken ändert sich das Klima - auch ohne das Zutun von Menschen. Inseln kommen und verschwinden, ebenso wie Küstengebiete oder Gletscher.

Doch mittlerweile bauen Menschen Häuser auf die Gebiete, die mal kommen und gehen. Dann fordern die dieselben Menschen, daß Klima dürfe sich ab sofort nicht mehr ändern, sonst wäre es eine Katastrophe.

Wer gibt dem arroganten Menschen das Recht, vom "Klima" etwas zu fordern oder zu erwarten - nämlich keine Veränderung?

Lasst doch das Klima machen, was es will und respektiert die Natur(Klima ist Natur pur!).


Freigeist, 07.09.2009 00:55
@Klaus Peter Krause
Hallo,
angenommen, der Klimawandel ist antropogen, also vom Mensch verursacht, und angenommen die Menschheit macht so weiter wie bisher, also noch mehr Schadstoffe in die Atmosphäre entlassen - wollen wir dies riskieren? Wer könnte überhaupt die Verantwortung tragen, sich nicht auf die sichere Stelle zu begeben? Diejenigen, die heute den Klimawandel ablehnen, werden schon lange tot sein, bevor sie zur Rechenschaft gezogen werden könnten.
Ich würde auch nur zu gerne wissen, was wirklich Sache ist. Zwischenzeitlich wähle ich den sichereren Weg.
Grüße
Fregeist




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