Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan nimmt in der Bundesrepublik die Debatte um den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch wieder an Fahrt auf. Ex-Verteidigungsminster Peter Struck (SPD) beklagte im Interview mit der "Märkischen Allgemeine", es fehle ein klares Bekenntnis von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) "zu diesem gefährlichen, aber auch notwendigen Einsatz." Die Kanzlerin mache den Menschen zu wenig klar, dass es in Afghanistan nicht um einen Feuerwehreinsatz in Uniform gehe, sondern um einen Kampfeinsatz.
FDP-Verteidigungsexperte Jürgen Koppelin forderte von der Bundesregierung eine klare Strategie. Mit der derzeitigen Vorgehensweise sei der Kampf nicht zu gewinnen, sagte er der Bildzeitung. Zudem bemängelte der Bundeswehrverband die schleppende Ausbildung afghanischer Polizisten und die Hilfsoranisation Oxfam die ineffiziente Verteilung ausländischer Hilfsgelder.
Das Interview mit Jürgen Koppelin finden Sie bei BILD, das Interview mit Peter Struck bei der Märkischen Allgemeinen. Eine Zusammenfassung der Debatte und Informationen zu den jüngsten Anschlägen im Vorfeld der Wahl in Afghanistan bietet SPIEGEL ONLINE.
Foto: Michael Kappeler/ddp
Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan nimmt in der Bundesrepublik die Debatte um den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch wieder an Fahrt auf. Ex-Verteidigungsminster Peter Struck (SPD) beklagte im Interview mit der "Märkischen Allgemeine", es fehle ein klares Bekenntnis von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) "zu diesem gefährlichen, aber auch notwendigen Einsatz." Die Kanzlerin mache den Menschen zu wenig klar, dass es in Afghanistan nicht um einen Feuerwehreinsatz in Uniform gehe, sondern um einen Kampfeinsatz.
FDP-Verteidigungsexperte Jürgen Koppelin forderte von der Bundesregierung eine klare Strategie.