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28.05.2012
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Lissabon-Vertrag: Kompromiss steht
Weitere Themen: Allgemein, Reformen



Berlin. Am Montagabend traf sich die Arbeitsgruppe der Unionsfraktion zum letzten Mal, um über das Begleitgesetz zum Vertrag von Lissabon zu diskutieren. Dabei konnte sich endgültig die Linie von Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen (CDU) durchsetzen. Die CSU wollte, dass die Bundesregierung dem Parlamentswillen unterworfen wird. Sie wäre an Beschlüsse des Bundestages zur Europapolitik "zwingend" gebunden gewesen. Nun sieht das Gesetz zwar stärkere Berücksichtigung des Parlaments vor, aber die Regierung ist nicht zwangsläufig daran gebunden.

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Der Kompromiss, zu dem sich nun auch die CSU bekennt, sieht vor, dass der Bundestag nun zu allen EU-Plänen Stellungnahmen abgeben darf, die auch Berücksichtigung in der Verhandlungsführung mit der EU finden müssen. Allerdings kann die Bundesregierung bei "wichtigen" Gründen den Parlamentswillen ignorieren. Röttgen sprach nach Beratungen in der Union und mit den anderen Parteien von einem "vernünftigen Ergebnis". Über das Begleitgesetz besteht nun weitgehende Einigkeit unter CDU, CSU, SPD, den Grünen und der FDP. Die Fraktionen wollen diese nun in der nächsten Woche gemeinsam in den Bundestag einbringen. Fraglich sind nur noch letzte details, die im Lauf des heutigen Tages geklärt werden sollen.

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Welt Online

Foto: pauline/pixelio



Redaktion, 18.08.2009 12:14 | Kommentare (3)


Nachricht zum Thema auf FreieWelt.net



 
  Kommentare (3)

Horatio Nelson, 19.08.2009 01:27
Tut mir Leid Gladstone und Heti. Sie und ich sind Leidensgenossen. Sie hier und ich in meiner von der "EU" überzogenen Heimat. Wenn es um die "EU" geht, gibt es WEDER Demokratie NOCH sogenannte Defizite. Die "EU" mit ihrer alleinherrschenden "Kommission" und ihrem Scheinparlament stellt bekanntlich keine Demokratie dar. Der Rat und die Kommission sind an keinerlei Weisungen gebunden, tragen KEINE (nicht einmal MORALISCHE) Verantwortung für die Folgen ihrer Handlungen. Sie sind despotisch. Sie sind autokratisch. Wir können sie nicht wählen oder befragen (kriegen keine Antworten), können ihre Personalauswahl nicht hinterfragen. Die Rechnungsprüfer unterzeichnen seit Jahren ihre "Haushaltsvorlagen" nicht mehr. Die bereits jahrhundertelang bestehenden Rechte, Gesetze und Traditionen unserer Hematländer degradieren sie zum Kuhhandel - und dies dulden wir Bürger noch immer. Wir haben keine Postämter mehr. Mehrwertsteuer steigt kometenhaft empor. Wer von uns hat noch ein zuverlässiges Gesundheitssystem? Ich fahre meinen umweltschädlichen Pkw weil kaum einer mehr der inzwischen sehr teueren Züge rechtzeitig erscheint. Alles "EU"-Beschlüsse. Für die paar "Kröten", die uns aus dem generösen "Brüsseler" Gnadentopf gnädigst hinuntergereicht werden (sprich: "Vorhaben finanziert durch die EU"(!)) überweisen wir das Vielfache an die korrupten "Brüsseler" Konten. Also keine Demokratie. Ganz klar. Aber Defizite? Die gibt es auch sowieso nicht in der "EU", weil "Defizite" lediglich "gewisse Mängel" sind. Da aber die "EU" strukturell unmöglich je eine Demokratie sein kann oder wird - sie kann nur eine Diktatur sein - ist das Wort "Defizite" nicht nur geschmeichelt, sie ist selbst schlicht und einfach Betrug. Das Straßburger-Brüsseler "Parlament" ist exorbitant und weltfremd. Durch ihre Entscheidungen tragen seine fürstlich "belohnten" Mitglieder keine finanziellen Verantwortung. (Pöttering bekommt ¤108700,- jährlich allein für seine Mitgliedschaft. Sein "Gehalt" und "Spesen" nicht eingerechnet). Deswegen können sie den normalverdienenden Bürger alles Mögliche aufbürden. Für einen Kontinent freier Völker ist dies alles Gift. Wir brauchen politische Freiheit und wirtschaftliche Biegsamkeit. Luft zum Atmen. Keine Zwangsjacke, keine Hegemonie der sozialistischen Theorie. "Europa" kann strukturell nie funktionieren. Es kann kein gesamteuropäisches Volk geben und ein "Wahlvolk" ist deswegen Kokolores. Ich verstehe z.B. weder die Griechen noch die Deutschen. Ich kann ihre Anliegen somit nicht Teilen. Ich kapiere ihre - und sie meine - Denkweise nicht. Begleigesetz? Die CSU lenkt ein. Was haben wir sonst in der BRD erwartet? Die "Volksvertreter" der etablierten Parteien sind einig. Ja sagt bitte mal: Wer veräppelt wen hier? Sind die Wähler so eingellult, daß sie nicht mehr merken wie sie hintergangen werden? Für wen oder für was hält uns diese "Elite" der Politik? Daß Bundestag und Bundesrat mitmischen "dürfen" ändert absolut nichts an der bestehenden unreifen undemokratischen Lage zwischen Bundesregierung und Bundstag bzw. Bundesrat - zum Ausschluß des Volkes. Alles bleibt beim alten. Wie im undemokratischen Artikel 23 GG. Die "Volksvertreter" (mit verschwindend geringen Ausnahmezahlen) im Reichstag werden alles "EU" sowieso weiterhin blindlings durchwinken und die sogenannte Bundesregierung wird weiterhin selbstherrlich in "Brüssel" "im Namen des Volkes" aushandeln, ausverkaufen (Merkel 2005) und "Hoheitsrechte übertragen". "Zusammenarbeit" wie gehabt. Das BVerG, die drei Säulen einer Demokratie? Hierzulande, in dieser noch unreifen politischen Einheit, zählen sie selbsverständlich nicht mehr. Aber..... warten wir ab ......
Grüße
Horatio Nelson


Gladstone, 18.08.2009 13:05
Da hat die CSU Herrn Gauweiler im Regen stehen lassen.

Heti, 18.08.2009 13:04
Na prima, so weit waren wir doch neulich schon, vor der lästigen Entscheidung des BVerfGerichts!


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