Zu den Präsidentschafts- und Provinzwahlen am 20. August sind rund 17 Millionen Afghanen wahlberechtigt. Die Angriffe der Taliban in der letzten Zeit stehen, wie auch der jetzige Anschlag, in direktem Zusammenhang mit dem Boykott-Aufruf. Die Einschüchterungstaktik soll möglichst viele Wähler von den Urnen abhalten und so die Wahl delegitimieren. Daher ist auch bewußt mit vielen afghanischen Opfern gerechnet worden. Im Diplomatenviertel von Kabul sind sowohl die Botschaften als auch das NATO-Hauptquartier gut geschützt. Allerdings sind immer viele Zivilisten unterwegs und vor allem auch kleine Kinder, die dort Zigaretten und anderes auf der Straße verkaufen.
Verteidigungsminister Jung sagte in einem Interview mit dem HR, dass man unglaubliche Anstrengungen unternehmen werde, um die Wahllokale zu schützen. Die Bundeswehr könnte nach Aussagen von Jung noch 5 bis 10 Jahre in Afghanistan bleiben müssen.
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Foto: M. Kappeler/ddp