Berlin. Das schlechteste Ergebnis bei einer Europawahl jemals, ein Abwärtstrend in den Umfragen und ein Spitzenkandidat, der an Boden verliert, die SPD ist tief verunischert. Die geplante Verabschiedung des Programms für die Bundestagswahl ist für Frank-Walter Steinmeier und Franz Müntefering vor allem zu einer Krisensitzung, auf der es gilt die Sozialdemokraten wieder aufzurichten. Der Vize-Kanzler gab sich vorab kämpferisch, man werde "Schwarz-Gelb" verhindern.
Der SPD-Parteichef Franz Müntefering ging bereits gestern nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" die Bundeskanzlerin an. Er hielt ihr vor, sie rede "hochgradig populistisch" und lasse es wiederholt zu, das Beschlüsse der Bundesregierung durch Politiker der Union nicht eingehalten werden. Angela Merkel (CDU) zerstöre die Autorität der Bundesregierung, mit diesem präsidialen Stil könne es nach der Bundestagswahl nicht mehr funktionieren. Unionsfraktionschef Volker Kauder macht sich indessen Sorgen über die "schwierigen Lage" der SPD.Verschiedene SPD-Politiker riefen denn auch vor dem Parteitag zu Einigkeit auf. Das kann aber die Anzeichen eines Richtungsstreit innerhalb der Partei nicht überdecken.
Mehr bei sueddeutsche.de
Aktuelle auf tagesschau.de
Foto: A. Schmidt/ddp
Berlin. Das schlechteste Ergebnis bei einer Europawahl jemals, ein Abwärtstrend in den Umfragen und ein Spitzenkandidat, der an Boden verliert, die SPD ist tief verunischert. Die geplante Verabschiedung des Programms für die Bundestagswahl ist für Frank-Walter Steinmeier und Franz Müntefering vor allem zu einer Krisensitzung, auf der es gilt die Sozialdemokraten wieder aufzurichten. Der Vize-Kanzler gab sich vorab kämpferisch, man werde "Schwarz-Gelb" verhindern.
Der SPD-Parteichef Franz Müntefering ging bereits gestern nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" die Bundeskanzlerin an.