Auf der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen ist Deutschland auf dem weltweit 17. Platz gelandet. »Problematisch ist hier vor allem die abnehmende Vielfalt der Presse«, lautet die Hauptkritik, die sich auf die Zusammenlegung und Schließung von Redaktionen bezieht. Durch ein Gesetz seien Redaktionen allerdings besser vor Durchsuchungen geschützt worden.
Am unteren Ende des Rankings befinden sich die üblichen Verdächtigen wie Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Andere Länder, in denen es um die Pressefreiheit übel bestellt ist, sind Somalia, Afghanistan, Türkei und Ägypten. In Europa liegt Ungarn auf Platz 56 ganz weit hinten.
So interessant und mit Sicherheit verdienstvoll das Engagement von Reporter ohne Grenzen und der Index der Pressefreiheit auch sein mögen, so lässt er doch Fragen offen. Wenn an der Situation in Deutschland bemängelt wird, dass Verleger sparen und Redaktionen zusammenlegen oder schließen müssen – was heißt das im Umkehrschluss? Dass der Staat eingreifen und die Presse finanziell stützen sollte? Könnte ein wichtiger Grund für die Schwierigkeiten der Verleger nicht sein, dass sie ein nicht mehr tragfähiges Geschäftsmodell verfolgen oder dass der Staat mit dem üppig alimentierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Markt verzerrt, mithin ein Hauptgrund für die Schwierigkeiten ist? Der Index der Journalistenvereinigung hat also eine Blindstelle und gibt insofern nur bedingt Auskunft über den Grad der Pressefreiheit in Deutschland.
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Auf der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen ist Deutschland auf dem weltweit 17. Platz gelandet. »Problematisch ist hier vor allem die abnehmende Vielfalt der Presse«, lautet die Hauptkritik, die sich auf die Zusammenlegung und Schließung von Redaktionen bezieht. Durch ein Gesetz seien Redaktionen allerdings besser vor Durchsuchungen geschützt worden.
Am unteren Ende des Rankings befinden sich die üblichen Verdächtigen wie Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Andere Länder, in denen es um die Pressefreiheit übel bestellt ist, sind Somalia, Afghanistan, Türkei und Ägypten. In Europa liegt Ungarn auf Platz 56 ganz weit hinten.
So interessant und mit Sicherheit verdienstvoll das Engagement von Reporter ohne Grenzen und der Index der Pressefreiheit auch sein mögen, so lässt er doch Fragen offen. Wenn an der Situation in Deutschland bemängelt wird, dass Verleger sparen und Redaktionen zusammenlegen oder schließen müssen – was heißt das im Umkehrschluss? Dass der Staat eingreifen und die Presse finanziell stützen sollte? Könnte ein wichtiger Grund für die Schwierigkeiten der Verleger nicht sein, dass sie ein nicht mehr tragfähiges Geschäftsmodell verfolgen oder dass der Staat mit dem üppig alimentierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Markt verzerrt, mithin ein Hauptgrund für die Schwierigkeiten ist? Der Index der Journalistenvereinigung hat also eine Blindstelle und gibt insofern nur bedingt Auskunft über den Grad der Pressefreiheit in Deutschland.
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