Der Streit um den Plagiatsvorwurf an Wissenschaftsministerin Annette Schavan geht in die nächste Runde: Am Vorabend des Entscheids der Universität Düsseldorf über die Aufnahme eines Verfahrens, das zur Aberkennung des Doktortitels führen kann, streiten die Professoren offen über den Fall. Es geht nicht nur um inhaltliche, sondern auch um formale Fragen.
Die großen Forschungseinrichtungen wie Max-Planck-Gesellschaft und Humboldt-Stiftung waren vor kurzem für die Ministerin in die Bresche gesprungen und hatten sie gegen den Vorwurf verteidigt. Jetzt hat sie der Deutsche Hochschulverband (DHV) kritisiert: »Hochrangige Vertreter der Wissenschaft erweisen der Wissenschaft einen Bärendienst, wenn sie den fatalen Eindruck entstehen lassen, politisch wünschenswerte Ergebnisse könnten öffentlich herbeigeredet werden«, sagte deren Präsident Bernhard Kempen.
Kritisiert worden war unter anderem, dass der Professor, dessen Gutachten die Entscheidungsgrundlage der Fakultät ist, nicht vom selben Fach ist wie Schavan und dass er als Ankläger und Richter in einer Person auftrete. Universitätspräsident Tassilo Schmitt verwahrte sich gegen diesen Versuch, wie er meinte, mit »unangemessenen Vorwürfen und Unterstellungen öffentlich Druck« auszuüben.
In dem Gutachten von Stefan Rohrbacher ist von »leitender Täuschungsabsicht« in Schavans Doktorarbeit, die vor rund 30 Jahren entstand, die Rede. Das Verfahren, über dessen Einleitung jetzt entschieden wird, muss nicht zwangsläufig mit der Aberkennung des Doktorgrades enden.
Mehr dazu auf sueddeutsche.de
Der Streit um den Plagiatsvorwurf an Wissenschaftsministerin Annette Schavan geht in die nächste Runde: Am Vorabend des Entscheids der Universität Düsseldorf über die Aufnahme eines Verfahrens, das zur Aberkennung des Doktortitels führen kann, streiten die Professoren offen über den Fall. Es geht nicht nur um inhaltliche, sondern auch um formale Fragen.
Die großen Forschungseinrichtungen wie Max-Planck-Gesellschaft und Humboldt-Stiftung waren vor kurzem für die Ministerin in die Bresche gesprungen und hatten sie gegen den Vorwurf verteidigt. Jetzt hat sie der Deutsche Hochschulverband (DHV) kritisiert: »Hochrangige Vertreter der Wissenschaft erweisen der Wissenschaft einen Bärendienst, wenn sie den fatalen Eindruck entstehen lassen, politisch wünschenswerte Ergebnisse könnten öffentlich herbeigeredet werden«, sagte deren Präsident Bernhard Kempen.
Kritisiert worden war unter anderem, dass der Professor, dessen Gutachten die Entscheidungsgrundlage der Fakultät ist, nicht vom selben Fach ist wie Schavan und dass er als Ankläger und Richter in einer Person auftrete. Universitätspräsident Tassilo Schmitt verwahrte sich gegen diesen Versuch, wie er meinte, mit »unangemessenen Vorwürfen und Unterstellungen öffentlich Druck« auszuüben.
In dem Gutachten von Stefan Rohrbacher ist von »leitender Täuschungsabsicht« in Schavans Doktorarbeit, die vor rund 30 Jahren entstand, die Rede. Das Verfahren, über dessen Einleitung jetzt entschieden wird, muss nicht zwangsläufig mit der Aberkennung des Doktorgrades enden.
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