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19.05.2013
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»Absichten rechtschaffener Natur«
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Daniel Model, Unternehmer aus der Schweiz, war der staatlichen Bevormundung überdrüssig und gründete kurzerhand seinen eigenen Idealstaat. Er spricht im Interview mit FreieWelt.net über seine Motivation, Philosophie und natürlich seinen Staat.

FreieWelt.net: Herr Model, wenn man über Sie und Pilosophie liest, könnte man denken, Sie haben Ayn Rands Buch »Atlas Shrugged« gelesen.

Daniel Model: Ja, Sie haben richtig gedacht.

FreieWelt.net: Sie sind Erbe eines erfolgreichen und wachsenden Unternehmens. Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang Verantwortung für Sie?

Daniel Model: Der Begriff „Erbe“ stimmt in meinem Fall in einem tiefer liegenden Sinn und nicht im rein Materiellen. Und genau daraus kann Verantwortung in einem schönen Sinn wachsen. Das Unternehmen ist 1882 von meinem Urgrossvater gegründet worden und die Vorstellung, wie viele Menschen das Unternehmen in diesen 130 Jahren ernähren konnte, ist wunderbar.

FreieWelt.net: Wem gegenüber fühlten Sie sich verantwortlich als sie den Entschluß fassten, Avalon zu gründen?

Daniel Model: Zuerst mir gegenüber, weshalb der Staat zu Beginn auch nicht „Avalon“ hiess, sondern „Selbststaat“. Dann gegenüber meinen Kindern, denen ich nicht hätte erklären können, warum ich Bürger oder besser Bürge eines Staates bin, der – wie praktisch alle europäischen Staaten – das dunkle Spiel der Misstrauenskultivierung spielt.

FreieWelt.net: Welche Ihrer Erwartungen sind bei der Gründung nicht eingetreten?

Daniel Model: Ich hatte keine Erwartung, wusste jedoch, dass diese Tat Konsequenzen haben würde – und siehe da, so war es.

FreieWelt.net: Wie wird in Avalon Recht gesetzt und im Zweifel durchgesetzt? Ist es eine Monarchie, eine Basisdemokratie, etwas ganz neues?

Daniel Model: Der Arbeitsbegriff lautet „Staatsform der Mitte“. Man kann erst einige Duftnoten benennen:

  • Gesunder Menschenverstand
  • Der Mensch ist das Mass aller Dinge.
  • Abwesenheit von Politik
  • Respektierung der Ökonomie
  • Jeder macht, was er kann.
  • Das Soziale ist eine Kunst, die sich nicht in Umverteilung äussert.
  • Meritokratie
  • Liebevolle Strenge
  • Das Gute, das Schöne und das Wahre als Schlüsselideale.

FreieWelt.net: Ihre Ideen fallen aus dem Rahmen des üblicherweise Bekannten. Aus welchen Quellen beziehen Sie ihre Inspiration?

Daniel Model: Die Bibliothek wächst unaufhörlich und die Anzahl Gespräche auch, und so bin ich am Schluss (nur) das, was ich von andern gelernt habe.

FreieWelt.net: Die Schweiz wirkt für manchen in Deutschland wie ein gelobtes Land. Sie haben sich da ganz anders geäußert. Warum ist die Eidgenossenschaft nicht so vorbildlich?

Daniel Model: Die Schweiz hat eine Sonderstellung in der Welt, weil sie aus dem starken Willen und der Sehnsucht nach Freiheit gegründet ist. Die markant zunehmende Verletzung dieses Ideals während der letzten rund 50 Jahre erzeugt stärkere Erschütterungen und Schmerzen als in einem Land, in welchem obrigkeitliches und zentralistisches Gebaren Tradition hat.

FreieWelt.net: Der Staat könnte Ihr Projekt theoretisch mit schierer Macht beenden. Gehen Sie Kompromisse ein, um das zu vermeiden?

Daniel Model: Aus den Duftnoten wird sichtbar, dass meine Absichten rechtschaffener Natur sind.

FreieWelt.net: Stichwort Kompromisse. Sie tragen Verantwortung für eine Familie, ein Unternehmen und nun auch einen Staat. Was käme zuerst, wenn dies nicht mehr miteinander vereinbar ist?

Daniel Model: Die Staatsgründung war genau nötig, damit das miteinander vereinbar bleibt.

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Redaktion (og), 14.12.2012 08:56 | Kommentare (1)




 
  Kommentare (1)

mariowalz, 15.12.2012 09:31
Sorry, dass ich dem widerspreche. Es gibt hier in Deutschland sehr viele freiheitlich denkende Philosophen, Macher und auch wirtschaftlich denkende Unternehmen. Es gibt positive Lebensmodelle, die letztlich nur noch umgesetzt werden müssten. Aber je enger das Gefängnis wird, desto freier wollen die Menschen sein...


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