Leszek Balcerowicz sieht Polen auf einem guten Weg. Balcerowicz, der Polen nach 1989 in die Marktwirtschaft führte, sieht das Pro-Kopf-Einkommen Polens unter Berücksichtigung der Kaufkraft in zwanzig Jahren auf demselben Niveau wie beim westlichen Nachbarn Deutschland. »Was hier seit 1989 geschieht, sind Ereignisse von historischer Dimension«, sagte er der Welt.
Einen Grund für Polens Erfolg sieht er in der effektiven Ausnutzung der EU-Strukturbeihilfen, mit denen das Land in zwanzig Jahren sein Nationaleinkommen verdoppeln konnte. Für einen Eurobeitritt sieht er Polen deshalb gut gerüstet – unter einer Voraussetzung: »Man muss in der Lage sein, bei Bedarf die Löhne zu senken. Die Löhne dürfen nicht schneller wachsen als die Produktivität. Sonst sinkt die Konkurrenzfähigkeit.«
Für ein weiteres Zusammenwachsen der europäischen Wirtschaften sieht er noch viele Möglichkeiten. Dabei kritisiert er die alten EU-Mitglieder wie Deutschland und Frankreich, denen er eine Verwässerung der EU-Dienstleistungsrichtlinie vorwirft: »Wir in Ostmitteleuropa haben uns weit geöffnet für die westlichen Dienstleistungen. Die Deutsche Bank durfte kommen. Aber der polnische Klempner wurde in Westeuropa zum Dämon erklärt. Der freie Markt muss vollendet werden.«
Mehr dazu auf welt.de
(oe)
Leszek Balcerowicz sieht Polen auf einem guten Weg. Balcerowicz, der Polen nach 1989 in die Marktwirtschaft führte, sieht das Pro-Kopf-Einkommen Polens unter Berücksichtigung der Kaufkraft in zwanzig Jahren auf demselben Niveau wie beim westlichen Nachbarn Deutschland. »Was hier seit 1989 geschieht, sind Ereignisse von historischer Dimension«, sagte er der Welt.
Einen Grund für Polens Erfolg sieht er in der effektiven Ausnutzung der EU-Strukturbeihilfen, mit denen das Land in zwanzig Jahren sein Nationaleinkommen verdoppeln konnte. Für einen Eurobeitritt sieht er Polen deshalb gut gerüstet – unter einer Voraussetzung: »Man muss in der Lage sein, bei Bedarf die Löhne zu senken. Die Löhne dürfen nicht schneller wachsen als die Produktivität. Sonst sinkt die Konkurrenzfähigkeit.«
Für ein weiteres Zusammenwachsen der europäischen Wirtschaften sieht er noch viele Möglichkeiten. Dabei kritisiert er die alten EU-Mitglieder wie Deutschland und Frankreich, denen er eine Verwässerung der EU-Dienstleistungsrichtlinie vorwirft: »Wir in Ostmitteleuropa haben uns weit geöffnet für die westlichen Dienstleistungen. Die Deutsche Bank durfte kommen. Aber der polnische Klempner wurde in Westeuropa zum Dämon erklärt. Der freie Markt muss vollendet werden.«
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(oe)