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19.05.2013
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Analyse: Inflation hat unterschiedliche Folgen
Weitere Themen: Finanzkrisen, Wirtschaftspolitik


Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com/pixelio.de

Für die merkwürdige Diskrepanz zwischen der Leere, die der Preisanstieg im eigenen Portemonnaie hinterlässt, und den Beteuerungen der Statistiker, dass die Inflationsrate gleichgeblieben sei, hat ein Experte der Deutschen Wirtschaftsnachrichten eine interessante Erklärung vorgelegt. Er behauptet, dass die offiziellen Angaben die Wirklichkeit nur verzerrt wiedergeben.

Der Autor nennt zwei Gründe: erstens Grad der Betroffenheit durch unterschiedliche Konsumgewohnheiten, zweitens Ignoranz der Statistik gegenüber Produktivitätssteigerungen.

Beide Faktoren könnten durch die Ermittlungsmethode der Statistiker nicht wirklichkeitsgetreu abgebildet werden.

Als Erklärung heißt es: »Kurz gesagt, Energie und Nahrungsmittel sind deutlich teurer geworden, was jedoch durch einen ebenfalls deutlichen Preisrückgang bei technischen Geräten aufgefangen worden ist. Genau dieser Trend ist im Verbraucherpreisindex seit Jahren zu beobachten, und seine Ursachen sind offensichtlich. Die enormen Produktivitätssteigerungen in der Elektronikbranche durch neue Erfindungen und die Möglichkeit der Massenproduktion haben zu stark fallenden Preisen geführt. Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln ergeben sich vor allem daraus, dass es in diesen Bereichen kaum noch Produktivitätssteigerungen gibt und die Geldmengenerweiterung hier stärker zum Tragen kommt.«

Auch wenn die Behörde also sagt, dass die Verbraucherpreise konstant geblieben sind, leiden manche sehr wohl unter der Inflation. Den Regierungen kommt das vor allem in Krisenzeiten wie diesen zupass. Das Fazit der Untersuchung lautet: »Die aktuelle Methode wiegt die Konsumenten in Sicherheit und gibt den Zentralbanken die Legitimation, ohne Hemmungen Geld zu drucken. Es ist eigentlich nicht einzusehen, dass es im Zeitalter der Algorithmen, die die Aktienmärkte dominieren, nicht auch Berechnungsmethoden zu entwickeln und anzuwenden, die der tatsächlichen Inflation näher kommen als der Warenkorb aus der Steinzeit der Statistik.«

 

Mehr dazu auf deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

(oe)

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Redaktion, 02.10.2012 11:03 | Kommentare (1)




 
  Kommentare (1)

Hans von Atzigen, 02.10.2012 15:16
Gratulation an diesen Experten.Scheint es gibt vereinzelt doch noch Experten die diesen Namen auch verdienen.Der leigt einwandfrei Richtig.Ein weiterer Mechanismus der in die gleiche Richtung wirkt ist der Umstand das die Realleistungsblanz der EU und USA durch Billigimporte,bezahlt aus der Notenpress,diesen Wirtschaftsraeumen einen Scheinwohlstand nicht auf Realleistung beruhenden,NICHT nachhaltigen Wohlstand beschert hat.Eine weitere Erklaerung in dieser Richtung.Der scheinbar ueberraschende Ausbruch der aktuellen Finanzkriese war MIT NICHTEN EINE UEBERRWSCHUNG.Volks-Wirtschaftsleistungen werden in Geldeinheiten erfasst.Innerhalb der letzten rund 20 Jahre wurde die Geldmenge vor allem in EU und USA massiv ausgeweitet.Damit wurde ueber diesen langen Zeitraum ein geschoentes Bild vermittelt.Die Bilanzen in Geldeinheiten konnten in dieser Zeit im schwarzen bereich gehalten werden.Es entstand eine verheerende Diskrepanz zwischen Realwirtschaftsgeschehen und Realgeldwert.Insbesondere die USA und EU leben laengst mit Inflationierten = Geldmengen-Geschoenten-Bilanzen.Wuerden die Wirtschaftsdaten zumindest Geldmengenbereinigt erfasst waere dieser SELBSTBETRUG laengst aufgeflogen.Die Inflation manivestiert sich laengst schleichend nicht mehr in steigenden Geld-Waren-Preisen sondern in einem schleichenden Verfall der Realeinkommen abgemildert durch Billigstproduktion-Importe insbesondere aus dem Asiatischen Raum.Fundamental Fatale Fehler die die Zeitgenoessische Wirtschaftslehre und Vorschung offenbar immer noch nicht umfassend erkannt hat.


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