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22.05.2013
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Krise steigert Wut der Nachbarn auf Deutschland
Weitere Themen: Finanzkrisen, International, Wirtschaftspolitik


Bild: Gerd Altmann/Shape:photoshopgraphics.com/pixelio.de

Die Verärgerung der Nachbarn über Deutschland nimmt mit jedem Tag, den die Krise andauert, zu. Heute morgen hat sich der Chef der französischen Linkspartei Parti de Gauche, Jean-Luc Mélenchon, geradezu hasserfüllt im Deutschlandfunk über Deutschland und Kanzlerin Merkel geäußert. Er warf ihr vor, brutale Interessenpolitik auf Kosten schwächerer Länder zu machen.

Auch der italienische Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi sagte, Deutschland sei »ein Hegemonialstaat, kein solidarisches Land«. Es lasse Italien in der Krise »immer weiter verarmen«.

Berlusconi würde einen Austritt Deutschlands aus der Eurozone nicht bedauern; das wäre seiner Meinung nach eine Möglichkeit, die Krise zu lösen.

Mélenchon richtete eine unverhohlene Warnung über den Rhein: »Die Deutschen sollten aufpassen, dass sich durch ihr Benehmen nicht alle Welt gegen sie richtet.« Von der deutschen Politik sprach er als einem »Alptraum«, aus dem man »aussteigen« müsse.

Angela Merkel nannte er »eine Politikerin vom rechten politischen Spektrum. Sie betreibt eine engstirnige und sehr dogmatische Politik. Sie beharrt auf ihrem Kurs, auch wenn diese Politik zu einem Misserfolg führt. Die deutsche Regierung hat in brutaler Weise und oft beinahe grobschlächtig darauf bestanden, dass die Griechen das umsetzen, was ihnen auferlegt wurde. «

Merkels Kurs habe aber auch Folgen für Frankreich, das wirtschaftlich eigentlich sehr gut aufgestellt sei. »Frankreich verliert Weltmarktanteile, seitdem die deutsche Regierung uns einen lächerlich hohen Eurokurs aufgezwungen hat, um die Einkünfte vor allem der kapitalgedeckten Renten in Deutschland zu schützen.«

 

Mehr dazu auf dradio.de und welt.de

 

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Redaktion, 28.09.2012 10:00 | Kommentare (7)




 
  Kommentare (7)

Heike Vetter, 06.10.2012 06:13
Dass sich Club med incl. Paris diese Suppe selbst eingebrockt haben steht wohl ausser Zweifel. Paris wollte die Stärke der DM brechen und Club Med wollte genauso reich werden wie Deutschland. Ähnlich wie bei den Rufen: Wir wollen die DM gab es die Rufe wir wollen den EURO. Man hat schlicht übersehen, dass der Besitz einer Währung nicht automatisch Wohlstand bring. Club Med mit immer weiteren Mrd. zu stützen, verbundenmit diversen Spargrogammen und unter Beibehaltung des ¤ kann und wird nie funktionieren. Dazu muss man nur in die Geschichte blicken. Die gross Demos in den Südländern zeigen wohin die Reise gehen wird. Unsere verlogene politische 'Elite' verfolgt einen illusorischen Plan gegen alle Gesetze der Vernunft. Man fragt sich warum ?!

Joergi, 29.09.2012 11:20
..tja liebe Franzosen,was wollt ihr jetzt eigentlich? Fuer Mitterand war der Fall der DM die Bedingung fuer die Einheit und F hoffte den starken Mann im Osten dadurch in Schach zu halten. Nun ist der Euro da jetzt ist es auch wieder nicht recht. Italien lebt vor allem seit Berlusconi ueber seine Verhaeltnisse. Jetzt wo es auffaellt sind die andern wieder Schuld. Silvio geh lieber zu Deinen Bunga Bunga Partys da verstehst Du mehr von.. Und noch schlimmer sind die Medien die solche Leute/Brandstifter noch zu WORT kommen lassen.Liebe "FreieWelt" berichtet besser ueber Bohlen und Co. da koennt ihr nichts anrichten!

Clemens Gutsche, 29.09.2012 11:10
Hätte man die einschlägigen Gesetze wie insbesondere Art. 125 I AEUV eingehalten, wäre es nie zu dieser Situation gekommen. Die deutsche Verantwortung dafür liegt bei all denen, die im Bundestag diese Gesetzesmißachtung mitgetragen haben!

Freigeist, 29.09.2012 00:33
Man sollte die Linken in anderen Staaten nicht so ernst nehmen. Die Linken in anderen Staaten sollten erst mal bei sich zu Hause aufräumen, mit Korruption, Steuerhinterziehung etc..

Karin Weber, 28.09.2012 11:33
@ Meier

Zitat: "... wo liegen die Fehler?"

Wenn du das die politische Klasse und deren Führungselite so ganz konkret fragen würdest, dann würde die Antwort im Stile einer Dienstaufsichtsbeschwerde wie folgt lauten: "Wir haben sorgfältig geprüft .... keine Fehler festgestellt ... wir weisen Ihre Beschwerde deshalb zurück!"

Unter Erich Honecker hatte eine Beschwerde gelegentlich Erfolg. Damals lebten wir in einer Diktatur. In was leben wir eigentlich heute?


Werner, 28.09.2012 11:31
"...dradio.de und welt.de..."

Sagt eigentlich alles !

mfg. Werner


Bürger, 28.09.2012 10:26
Das gleiche Verhalten wie von Kindern, die von ihren Eltern ständig mehr Taschengeld fordern, sich aber nichts sagen lassen wollen. Was sollten Eltern solchen Kindern sagen? "Ich bin es leid, dich zu belehren und will es auch gar nicht! Steh bitte auf eigenen Füßen." Sind die Europäer außerhalb Deutschlands nicht erwachsen?


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Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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