Krumme13-Redakteur Dieter Gieseking

»Pädophile werden langfristig vom Bildungsplan profitieren«

Dieter Gieseking ist der wahrscheinlich bekannteste Pädophilen-lobbyist Deutschlands. Von seinem Aufruf zur Unterstützung einer Pro-Bildungsplan-Demo in Stuttgart haben sich LSBTTIQ-Aktivisten erst nach öffentlichem Druck distanziert. Für Gieseking gehört Pädophilie zur »Sexuellen Vielfalt« dazu. Vom Bildungsplan erhofft er sich Akzeptanz auch von Pädophilie und ihre Behandlung im Schulunterricht.

Veröffentlicht: | Kategorien: Interviews, Interviews - Empfohlen | Schlagworte: Akzeptanz, Bildungsplan 2015, Dieter Gieseking, Homosexualität, Missbrauch, Neigung, Pädophilie, krumme13.org, sexuelle Identität, sexuelle Vielfalt
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Einige Worte zur Vorgeschichte dieses Interviews. „Kein Platz für Pädophile“ – mit diesen Worten distanzierte sich nach langem Zögern und Lavieren der CSD Stuttgart aufgrund der Berichterstattung von FreieWelt.net und anderen schließlich doch noch von den pädophilen Bildungsplan-Unterstützern um den wegen des Vertriebs von Kinderpornographie vorbestraften Pädophilen Dieter Gieseking und die Krumme13. Herr Gieseking kritisierte die Formulierung „Kein Platz für Pädophile" als „übertrieben“, denn „natürlich“ hätten auch Pädophile einen Platz auf der Demo der Bildungsplan-Unterstützer. FreieWelt.net wollte es daraufhin genau wissen. Welche Visionen und Hoffnungen verbinden Pädophile eigentlich mit dem grün-roten Bildungsplan-Projekt? Die untenstehenden Antworten von Herrn Gieseking machen eines sehr deutlich: für Kinder, Eltern und alle, denen der Schutz von Kindern am Herzen liegt, würde die Verwirklichung der pädophilen Träume zum Alptraum. Wohin führt die Reise auf dem Weg zur „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ wirklich und wer darf  auf diesem Ticket alles mitreisen? Es wird Zeit, dass die Regierung Kretzschmann endlich klare Antworten darauf gibt.

Freiewelt.net: Sie haben zur Teilnahme an der Demonstration für den grün-roten Bildungsplan über Ihre Plattform Krumme13 aufgerufen und dabei ausdrücklich auch die "Pädophilenszene" angesprochen. Was ist Ihre Motivation zur Unterstützung des Bildungsplanes?

Dieter Gieseking: Bei meinem Aufruf zur Teilnahme an der Demo für den Bildungsplan BW ging es mir nicht nur um Erwachsene, sondern insbesondere geht es ja um die Schülerinnen und Schüler an den Schulen in Baden-Württemberg. Schwule Jungs und lesbische Mädchen werden in den Schulen oft gemobbt, ausgegrenzt, beschimpft oder sogar schlimmeres, wenn Ihre Homosexualität bekannt wird. Der neue Bildungsplan soll auch für mehr Toleranz und Akzeptanz Sorge tragen. Das Coming- In und Out der Kids soll erleichtert werden.

Freiewelt.net: Pädophilie bezeichnet das primäre sexuelle Interesse an Kindern, die noch nicht die Pubertät erreicht haben. Gehört die Pädophilie Ihrer Meinung nach ebenfalls zur „sexuellen Vielfalt“?

Dieter Gieseking: Offiziell gehören die Pädophilen bekanntlich nicht zur Community LSBTTIQ und der IG CSD Stuttgart. Damit gehören die Pädophilen auch nicht zur „sexuellen Vielfalt“ aus der Sicht dieser Interessengemeinschaft aus Schwulen & Lesben. Es gab bisher auch noch keine Gespräche oder gar Verhandlungen, die Pädophilen in die LSBTTIQ(P) aufzunehmen. Wenn ich mir die jüngste Distanzierung auf der Webseite der IG CSD Stuttgart anschaue, dann hat dies wohl kaum Aussicht auf Erfolg. Ich persönlich bin natürlich schon der Meinung, dass auch die Pädophilen zur „sexuellen Vielfalt“ gehören sollten.

Freiewelt.net: In welchem Verhältnis steht die Pädophilie Ihrer Meinung nach zu anderen sexuellen Orientierungen?

Dieter Gieseking: Wer meine Positionen auf meinen Webseiten K13online kennt, der weiß, dass ich mich dort für eine Gleichstellung der Pädosexualität (Pädophilie) mit der Homosexualität, Heterosexualität, Bisexualität, Transsexualität etc. einsetze. Auch die Pädophilen haben als sexuelle Minderheit Anspruch auf Anerkennung und Akzeptanz auf allen gesellschaftlichen und politischen Ebenen. Pädophile gibt es in allen Berufen und sozialen Schichten. Nach Schätzungen der Berliner Charite gibt es rund 250.000 Pädophile in Deutschland. Wir sind Teil der Gesellschaft und dürfen nicht ausgeschlossen werden….

Freiewelt.net: Ausweislich Ihrer Internetseite setzen Sie sich für „einvernehmliche Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen“ ein: Wie wollen Sie Einvernehmlichkeit bei sexuellen Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern feststellen und ab welchem Alter eines Kindes ist Ihrer Meinung nach Einvernehmlichkeit möglich?

Dieter Gieseking: Ich setze mich nicht für einvernehmlichen Sex mit Kindern ein, sondern dafür, dass einvernehmliche Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen nicht mehr mit Strafe bedroht wird. Das ist ein Unterschied. Mir ist es also nicht wichtig, dass möglichst viele Menschen Sex mit Kindern haben, sondern das solche Beziehungen nicht mehr diskriminiert und kriminalisiert werden. Eine Strafverfolgung bei Einvernehmlichkeit ist nicht rechtsstaatlich. Beim Alter würde ich für eine Senkung des Schutzalters (Einwilligungsalters) von 14 auf 12 Jahre plädieren.

Freiewelt.net: Wie stellen Sie sich das sexuelle Begehren von Kindern vor? Wie wollen Sie sicher sein, daß sich hinter dem Sexualinteresse eines Kindes nicht in Wahrheit das Bedürfnis des Kindes nach Zuneigung und Zuwendung verbirgt?

Dieter Gieseking: Zu einer pädophilen Beziehung gehört grundsätzlich auch immer die Zuneigung und Zuwendung des Jungen/Mädchens zum Pädosexuellen, ebenso umgekehrt. Eine solche Beziehung besteht bei Weitem nicht nur aus dem sexuellen Anteil, sondern dazu gehört überwiegend auch die Freundschaft und viel an Freizeitgestaltung des Tag täglichen Leben. Der Pädosexuelle muss sich in einer solchen Beziehung immer an den Wünschen und Bedürfnissen des Kindes orientieren. Die vom Kind gesetzten Grenzen dürfen nicht überschritten werden. Wer Kinder liebt, wird sich daran halten.

Freiewelt.net: Wo ziehen Sie die Grenze zum Mißbrauch?

Dieter Gieseking: Es geht auch um die sexuelle Selbstbestimmung des Kindes. Das Kind soll selbst entscheiden können, ob und was es zulässt und was nicht. Geschieht etwas, was das Kind nicht möchte, dann beginnt der sogenannte sexuelle Missbrauch. Sexuelle Gewalt gegen Kinder – egal in welcher Form - will niemand von uns oder der Pädophilenszene legalisieren. Die Grenzen zum sexuellen Kindesmissbrauch dürfen niemals überschritten werden.

Freiewelt.net: Sie unterstützen den Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg. Sollte auch Pädophilie in schulischen Lehrplänen behandelt werden?

Dieter Gieseking: Ich habe die Petition für den Bildungsplan 2015 mitgezeichnet. Es wäre natürlich sinnvoll, wenn die Lehrpläne sich nicht nur mit Homosexualität und den anderen sexuellen Identitäten beschäftigen würden, sondern auch die Pädophilie mit einbezogen wird. Das ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber wenn es möglich wäre, dann stellt sich natürlich die Frage, wie soll das Thema der Pädophilie dann dargestellt werden. Eine solche Diskussion müsste erst noch geführt werden. Ich wäre dafür offen und bereit….

Freiewelt.net: Wie stellen Sie sich die Darstellung von Pädophilie in Lehrbüchern und im Unterricht vor?

Dieter Gieseking: Pädophilie in Lehrbüchern muss vielleicht nicht unbedingt sein. Im Schulunterricht sitzen bekanntlich die Schülerinnen und Schüler. Wenn das Thema der Homosexualität zur Sprache kommt, dann werden die Jungs und Mädchen sicherlich auch auf das Thema der Pädophilie zu sprechen kommen. Die Lehrkräfte sollten darauf dann vorbereitet sein. Auch deshalb, weil einige Kids in den Schulklassen sein könnten, die eine pädophile Beziehung hatten oder aktuell gerade pflegen oder gerne eingehen wollen.

Freiewelt.net: Was erhoffen Sie sich für die Pädophilen, wenn Kinder und Jugendliche die Vielfalt von sexuellen Begehrens- und Verhaltensformen zu akzeptieren lernen?

Dieter Gieseking: Von einem Bildungsplan für mehr Akzeptanz der Homosexualität werden langfristig sicherlich auch die Pädophilen profitieren. Allerdings nur dann, wenn die Pädophilie als die Liebe zu Kindern dargestellt wird – und eben nicht als etwas Böses, was es nicht geben darf. Homosexuelle Kinder bedürfen auch in der Schule Hilfe und Unterstützung in Ihrem Coming- In und Out. Sexuelle Vielfalt und Toleranz gegenüber allen sexuellen Minderheiten sollte nicht nur allein den Eltern überlassen sein, sondern gehört auch in die Schulen, denn es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Kinder in diesem Sinne stark machen – das kann ich sofort unterschreiben….

Die obenstehenden schriftlichen Antworten auf einen Fragenkatalog von FreieWelt.net sind von Herrn Gieseking vollständig und im Original zur Veröffentlichung freigegeben worden. Die FreieWelt.net-Redaktion hat – abgesehen von einigen geringfügigen orthografischen Korrekturen – keine Kürzungen oder Veränderungen daran vorgenommen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Melanie

Herzlichen Dank an DIE FREIE WELT für dieses Interview!
Hat noch irgendjemand Zweifel, dass der Bildungsplan die Büchse der Pandora öffnet?

Gravatar: Greg

Keiner kommt auf die Welt und sagt sich: "ich will Pädophil werden" oder "ich will Lesbe werden". Es geht um eine sexuelle Veranlagung, für die einen/eine nicht schuldig sein darf. Was man/frau mit dieser Veranlagung macht, wie man/frau mit ihr umgeht - das ist Kern der Sache. Endlich mal muss man die pädophil veranlagten Menschen eine Chance geben, meisten von denen tragen eine große Last und Verzweiflung und wollen nicht pädophil sein! Wo sind entsprechende Therapieformen, Beratungsstellen? Die Homoszene hat sich alles bereits erkämpft. Die Pädophile werden immer noch verpönt. Vorsicht: ich spreche nicht über Pädokriminellen! Dort sind nicht nur Pädophile dran.

Gravatar: MicroHirn

Euphemistische Ersetzung von Begrifflichkeiten, um einem Tabubruch Vorschub zu leisten.
Die Büchse der Pädora ist wohl dann die Hoffnung auf Öffnung der Büx , um der 'Liebe zu Kindern' einen körperlichen Aspekt zu verschaffen.

Gravatar: T. K.

Hübsch gesagt. Habe tüchtig geschmunzelt.

Gravatar: Christian Mayer

Auf Seiten der Bildungsplanbeführworter gibt es fragwürdige Gestalten: Linksradikale, die Giordano-Bruno-Stiftung und einen pädophilen Onlineredakteur. Auf der Seite der Bildungsplangegner gibt es sie aber auch: Neonazis, fundamentalistische Evangelikale, Pius-Brüder und AfDler. Es wäre die Pflicht der Veranstalter sich von den ihnen eigenen Extremisten zu distanzieren, da versagen beide Gruppen auf voller Linie (die Bildungsplangegner leider zusätzlich auch was Mythen, Ängste und Fehlinformationen bezüglich des Bildungsplans angeht).

Ich hoffe darauf, dass sich der gesunde Menschenverstand durchsetzt und das heißt für mich, dass verantwortungsvoller Aufklärungsunterricht, der vor Sprachlosigkeit bei sexuellem Missbrauch (vor dem Gott unsere Kinder beschützen möge) schützt, möglichst früh Pflicht sein soll und dass Kinder lernen sollten, dass auch wenn Mama und Mama oder Papa und Papa zusammen kein Kind bekommen können, sie generell gut Kinder aufziehen können. Die Eheverbindung zwischen Mann und Frau darf auch gerne weiterhin primäre Keimzelle des Lebens sein.

Gravatar: Stella

Nicht nur Pädophile profitieren hiervon, sondern auch Sodomisten. Sodomie ist in Deutschland übrigens nicht verboten!

Gravatar: MicroHirn

Kinder sind keine Sexualobjekte! Das ist krankhaft und muß doch mal in die Köpfe der Pädophilen reingehen. Nein, wir möchten auch nicht lesen, wie Kinder umworben und verführt werden sollen, um dann 'freiwilligen' Sex zu bekommen. Wahrscheinlich hinterher noch die berüchtigte Tafel Schokolade, weil der Kleine so brav war und Belohnung verdient hat.

Gravatar: bulli

Was soll denn sonst primäre Keimzelle des Lebens sein?

Gravatar: Koch Hanspeter

Kommt meinen Kindern zu nahe, Pädos! Das überlebt Ihr nicht! Meine Meinung !

Gravatar: Bagoas

Hallo Redaktion,

ich haette sehr gerne mal was von Ihnen erfahren:

a.
wieso machen Sie mit dem Gieseking ein Interview um seine Ansichten Ihrem Leservolk nahezubringen und werten ihn und seine Aussagen bereits in Ihrem Vorwort zum Interview gleich zweimal durch spezielle Betonung ab? Finden Sie das nicht selber reichlich manipulativ?
Ich zitiere Sie:
"...um den wegen des Vertriebs von Kinderpornographie vorbestraften Pädophilen Dieter Gieseking..."
und
"Die untenstehenden Antworten von Herrn Gieseking machen eines sehr deutlich: für Kinder, Eltern und alle, denen der Schutz von Kindern am Herzen liegt, würde die Verwirklichung der pädophilen Träume zum Alptraum."

b.
Vor Allem bezueglich des zweiten von mir zitierten Satzes von Ihnen:
Woran bitteschoen machen Sie bezueglich der Inhalte der von Gieseking gegebenen Antworten den 'Alptraum' im Rahmen einer ggf. 'Verwirklichung der pädophilen Träume' fest?

*neugierig Ihre Antwort erwarte*
Bagoas

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