Dipl-Ing. Burkard Reimer Energiewernde teuer und riskant

Dipl-Ing. Burkard Reimer (AfD) warnt vor Energiewende

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Dipl-Ing. Burkard Reimer ist Mitglied des AfD-Bundesfachausschuss für Energiepolitik. Der Koordinator der Arbeitsgruppe Energie- und Umweltpolitik Landesverbandes Berlin kritisiert die Energiewende der schwarz-gelben Bundesregierung als "teuer und riskant".

FreieWelt.net: Herr Reimer, derzeit speisen die „Erneuerbaren" ca. 20 bis 25 % des Strombedarfes in das deutsche Netz ein. Die Preise an der Leipziger Strombörse werden dadurch massiv gedrückt. Dies sollte zum Vorteil der Verbraucher an ihn weitergegeben werden. Warum tun das die Versorger nicht?

Burkard Reimer: Durch die Liberalisierung des Strommarktes Ende der 90ziger Jahre ist der Strompreis in Deutschland deutlich gefallen. So musste nach der Strompreisanalyse Mai 2013 des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. BDEW ein Drei-Personen-Haushaltes im Jahre 2000 knapp 14 ct/kWh bezahlen. In diesem Jahr hingegen muss der gleiche Haushalt bereits fast 29 ct/kWh an seinen Versorger entrichten, also mehr als das Doppelte. Diese in der Geschichte Deutschlands seit dem 2. Weltkrieg einmalige Verteuerung unserer wichtigsten Energieform Strom in so kurzer Zeit führt trotz zunächst breiter Zustimmung in der Bevölkerung für die "Energiewende" zunehmend auf  Unverständnis und Empörung, zumal der grüne Spitzenpolitiker Jürgen Trittin, einer der Initiatoren des EEG, den Menschen erklärte, dass der Umbau der deutschen Stromversorgung mit dem Preis für eine Eiskugel pro Monat zu bezahlen sei.

Nachdem nun das Desaster, das mit der Energiewende in Deutschland angerichtet wird, immer deutlicher zu Tage tritt, wird von den Initiatoren, den Profiteuren und Lobbyisten der "Erneuerbaren" wie Prof. Dr. Claudia Kemfert vom DIW immer wieder ins Feld geführt, dass natürlich nicht das EEG und die "Erneuerbaren" an der exorbitanten Preissteigerung schuld sind sondern die Versorger. Diese gäben die sich an der Leipziger Strombörse bildenden niedrigen Strompreise, die "dank" der Einspeisung der "Erneuerbaren" stark gefallen sind, nicht an die Stromkunden weiter, um ihren eigenen Profit zu erhöhen. Dabei „vergessen“ diese „Wissenschaftler“ und Politiker zu sagen, dass der „so billige“  Strom aus „Erneuerbaren“ zuvor höchst teuer in jeder Menge – also auch viel mehr als gebraucht wird- von den Netzbetreibern aufgekauft werden musste (Vorrangeinspeisungszwang dank EEG) und dann an der Strombörse zu jedem Preis, auch mit Zuzahlungen (negativer Preis) an den jeweiligen Abnehmer, weiter verkauft werden muss. Daraus ergibt sich die irrationale Situation, dass  je mehr  "erneuerbare" Energie produziert wird, umso stärker ist der Druck auf den Börsenpreis. Das erhöht die Differenz und damit zusätzlich die EEG-Umlage, die schon allein wegen des Zubaus ständig steigt.

Schaut man sich nun zusätzlich in der BDEW-Analyse an, wie sich der Strompreis für Haushalte zusammensetzt,  wird deutlich, dass nicht der Börsenwert des Stroms den Preis bestimmt. Allein 50% des Preises machen die Steuern und Abgaben aus, rund 20% die regulierten Netzentgelte, nur rund 30% tragen die Strombeschaffung und der Vertrieb zum Strompreis bei. Und nur der letzte Posten wird vom Markt bestimmt. Im Jahr 2013 müssen die privaten Verbraucher für die EEG-Umlage 5,277 ct/kWh bezahlen. Das ist mit 18,4% der größte Posten bei den Steuern und Abgaben. In 2014 wird die Umlage nach vorläufigen Berechnungen  erneut auf ca. 7 ct/kWh steigen.

Damit ist die EEG-Umlage, die für den Ausgleich der Differenz zwischen niedrigem Börsenpreis und der weit über dem Marktpreis liegenden garantierten Einspeisevergütung erhoben wird, ist der eigentliche Preistreiber beim Strom.

Wie leicht auszurechnen ist, bleibt für den herkömmlichen Kraftwerksbetreiber  keinerlei Spielraum. Die niedrigen Börsenpreise ergeben sich ausschließlich auf seine Kosten, da er keine feste Einspeisevergütung erhält. Auch er muss mehr oder weniger den Strom zu den niedrigen Börsenpreisen abgeben.

Ganz im Gegenteil, durch die Vorrangeinspeisung der "Erneuerbaren" sinken die aktiven Betriebsstunden  der herkömmlichen thermischen Kraftwerke immer mehr, sodass ein wirtschaftlicher Betrieb bei Unterschreiten einer bestimmten Anzahl von Betriebsstunden nicht mehr gewährleistet ist. Diese unrentablen Kraftwerke müssten vom Netz genommen werden. Da aber häufig der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, muss immer ein Kraftwerkspark auf Basis von fossilen und Kernbrennstoffen, der in diesem Fall die gesamte Stromversorgung in  Deutschland übernehmen muss, vorgehalten werden. Um das sicher zu stellen, kann laut EEG die Bundesnetzagentur festlegen, dass diese unrentablen Stromerzeugungs-Anlagen am Netz bleiben. Das Vorhalten und unrentable Betreiben dieser Kraftwerke muss durch weitere Subventionen durch die Verbraucher zusätzlich bezahlt werden. Je mehr Wind- und Sonnenstrom in die Netze zu den überhöhten Preisen eingespeist wird, desto höher werden auch die Subventionen für die vorgehaltenen bzw. unwirtschaftlich betriebenen thermischen Kraftwerke. Ein Kosten-Perpetuum mobile ohne Ende. Von einer Marktwirtschaft kann im Stromsektor nicht mehr gesprochen werden. und alles zahlen die Verbraucher.

FreieWelt.net: Durch den Atomausstieg sind bisher 9 Kernkraftwerke vom Netz genommen worden.  Deren Strom fehlt also im Angebot. Einen Blackout, also einen  großflächigen Stromausfall, haben wir auch nicht erlebt. War es also nur Panikmache interessierter Kreise, oder befürchten Sie  das genau das passieren wird?

Burkard Reimer: Bis zum Inkrafttreten des Erneuerbare-Energien-Gesetzes EEG  am 1. April 2000 besaß Deutschland eines der modernsten und sichersten Stromversorgungssysteme der Welt, der die Haushalte, die öffentliche Hand und die Industrie mit Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen versorgte. Ein Drei-Personen-Haushalt zahlte im Jahre 2000 für eine kWh Strom knapp 14 ct. Heute bezahlt dieser Haushalt mit 29 ct/kWh bereits doppelt so viel. Weitere Preiserhöhungen sind für die nächsten Jahre bereits programmiert. Die sichere Stromversorgung hingegen muss zunehmend infrage gestellt werden.  .

Zunächst unbemerkt aber dann mit der Energiewende 2011 schlagartig kann von einer stabilen Stromversorgung nicht mehr gesprochen werden. Durch das sofortige Abschalten von 9 Kernkraftwerken KKW sind, wenn der erzeugte  Wind- und Solarstrom gegen Null geht, kaum Kraftwerksreserven für Lastspitzen vorhanden. Selbst wenn der Wind weht, kann der vorwiegend im Norden im Überschuss erzeugte Windstrom wegen fehlender Hochspannungsleitungen nicht nach Süddeutschland transportiert werden. So kam es schon  im Winter 2011/2012 zu größeren Schwierigkeiten. In Süddeutschland z.B. fehlten laut Bundesnetzagentur nun eine Leistung von 500 Megawatt. Als es im Februar 2012 in weiten Teilen Europas  kalt wurde, drehten die Gasnetzbetreiber den Gaskraftwerken den Hahn zu, da auch das Erdgas wegen fehlender Lieferungen aus Russland knapp wurde und sie vorrangig Industrie und Haushalte mit Gas versorgen mussten. Das führte fast zu einem Blackout. Dem Netzbetreiber Tennet gelang es im letzten Moment mit Strom aus einem in Österreich wieder in Betrieb genommenen alten Ölkraftwerk die kritische Situation zu überbrücken.

Die nahezu absolut sichere Stromversorgung, die wir in Deutschland bisher kannten, ist nach dem Abschalten der 9 KKW nicht mehr gegeben. So wird bei Bedarf  für entsprechend hohe Preise  Strom aus den Nachbarländern importiert, solange dort nicht gerade auch ein kalter Winter oder eine andere Notsituation herrscht. Hatten wir in den früheren Jahren nur einige wenige Eingriffe um die Netzstabilität zu sichern, waren es in den letzten beiden Jahren schon jeweils rd 1000. Von den Netzbetreibern wurden daher Notfallpläne erarbeitet, die zu stundenweisen Stromabschaltungen in bestimmten Regionen führen. Damit kann im Prinzip ein Blackout oder großflächiger Stromausfall verhindert werden. Die Stromversorgung wird sich allerdings aus ganz anderen Gründen weiter destabilisieren.

Wie schon aus der Antwort zu Frage 1 erläutert wurde, müssen die thermischen Kraftwerke, einschließlich KKW,  mit einer Kapazität vorgehalten werden, die den vollen Strombedarf Deutschlands bei einer Höchstlast von ca. 70.000 MW abdecken. Da man noch eine Sicherheit braucht müssen also 80.000 MW ständig vorgehalten werden, wenn Wind und Photovoltaik total ausfallen.  Mit dem ungebremsten Zubau weiterer Anlagen für die unstete Stromerzeugung und deren Vorrangeinspeisung verkürzen sich die Laufzeiten der konventionelle Kraftwerke immer mehr. Sie arbeiten ab einer bestimmten Jahreslaufzeit unwirtschaftlich. Dann werden bis 2022 alle KKW, die gegenwärtig noch 16% des Stromes erzeugen, vom Netz gehen und die durch Zubau fossil gefeuerter Kraftwerke  zu ersetzen sind. Große Stromerzeuger haben bereits die Abschaltung von Kraftwerksblöcken angekündigt. Wer investiert für neue fossile Kraftwerke, wenn sie nie rentabel laufen werden? Wird der Staat die jetzigen Betreiber zwingen die unrentablen Anlagen weiter zu betreiben oder sie ebenfalls zu subventionieren? Wird der Staat den Neubau fossiler Kraftwerke selbst finanzieren und in die Hand nehmen? Fragen über Fragen, die nicht erst in ein paar Jahren beantwortet werden können sondern bei einer verantwortungsvollen Energiepolitik schon lange hätten beantwortet werden müssen.  Von einer sicheren Stromversorgung entfernen wir uns also immer weiter.

FreieWelt.net: Wie sieht die Situation bei den Stromnetzen aus? Sind die Netze in der Lage den Strom aus den Wind- und Photovoltaik-Anlagen  aufzunehmen und die sichere Stromverteilung im Zusammenspiel mit dem Strom aus den thermischen Kraftwerken vorzunehmen?

Burkard Reimer: Bis zum groß angelegten Zubau der Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen waren die Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze für eine Richtung des Stromtransportes ausgelegt. Die großen Kraftwerke lieferten den Strom über Hochspannungsleitungen und Umspannwerke in die Mittelspannungsnetze. Diese verteilten den Strom über Transformator-Stationen in die Niederspannungsnetze, die dann direkt zu den Verbrauchern führen. Die gesamte Mess-, Steuer- und Regelungstechnik war für diese eine Richtung des Stromtransportes ausgelegt.

Die im März 2011 durch den gewaltigen Tsunami in Japan zusätzlich ausgelöste Katastrophe durch die Zerstörung des Kernkraftwerks in Fukushima löste in Deutschland hektische Reaktionen aus. die einmal zum führte. Mit dem Gesetzespaket der Bundesregierung zur Energiewende im Juni 2011 wurden nicht nur der schnellere Ausstieg aus der Kernkraft, sondern auch Maßnahmen ohne ausreichende Einbeziehung der Fachleute beschlossen, die die bis dato stabilen deutschen Stromnetze durch einen ungebremsten Zubau von volatilen Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen und den Zwang zu deren Vorrangeinspeisung zwangsläufig zu zunehmender Instabilität führen. Dann fehlen immer noch etwa 3000 km Hochspannungsleitungen, die vorrangig den Strom aus den Windparks und Photovoltaik-Anlagen vom Norden in den Süden transportieren. Es handelt sich auch hier um Milliarden-Investitionen, die zumindest parallel zum Ausbau der "Erneuerbaren" hätten begonnen werden müssen.  Zusätzlich müssen die Mittel- und Niederspannungsnetze ebenfalls erweitert werden. Hier sprechen wir von insgesamt 220.000 km. Die Kosten dafür liegen bei mehreren 100 Mrd. €.

Wie gerade in einem Vortrag des Siemens-Managers Dr. Frank Büchner am 24. Juli 2013 im Magnus-Haus der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Berlin eindrucksvoll dargelegt worden ist, macht sich diese Instabilität in den Netzen u.a.dadurch bemerkbar, dass in den Hochspannungsnetzen erste Spannungsprobleme durch fluktuierende Einspeisung dezentraler Energieerzeugung auftreten. In den Mittelspannungsnetzen sind zunehmend thermische Überlastung und Spannungsband-Verletzungen durch Rückeinspeisung von Wind- und Solarstrom über die Niederspannungs-Abzweige festzustellen. Für Niederspannungsnetze gilt das Gleiche, thermische Überlastung und Spannungsbandverletzungen durch Einspeisung "erneuerbarer" Energie mit Überlastung von Ortsnetztrafos und Problemen bei der Stromqualität wie Spannung, Frequenz usw.

Das hat bereits in München und anderen Gebieten zu Ausfällen von Trafostationen durch thermische Überlastung geführt. Wenn der Ausbau der "Erneuerbaren" so wie bisher weitergeht und der erforderliche Umbau und die Erweiterung der Netze nicht voran kommt, wird es mit Sicherheit zu größeren und häufigeren Netzausfällen kommen. Leitungsüberlastungen und Netzengpässe in den Kuppelleitungen zwischen den s.g. Regelzonen treten immer häufiger auf. Während früher die Netzbetreiber äußerst selten Maßnahmen gegen diese Instabilitäten im Netz ergreifen mussten, gehört das heute schon zum täglich Brot.

Um die Stromnetze unter den Bedingungen der Energiewende wieder auf ein sicheres Gleis zu setzen,  müssen die Hoch-, Mittel-, und Niederspannungsnetze so ausgerüstet werden, dass diese Netze den Strom nicht nur sicher in eine Richtung vom Kraftwerk zum Verbraucher verteilen, sondern auch den dezentral produzierten Strom aufnehmen und in umgekehrter Richtung zu den Verbrauchern bringen, wenn die Wind- und Photovoltaik-Anlagen arbeiten und die thermischen Kraftwerke heruntergefahren werden. Dazu wäre ein illigentes Last- und Verbrauchsmanagement nötig, das durch s.g. Smart Grid Lösungen erreicht werden soll. Dazu müssten  allerdings die gesamte Mess-, Steuer-, und Regelungstechnik, alle Trafo- und Umspannstationen und viele Leitungen erneuert werden. Für den Verbraucher bedeutet das, dass er sich der Liefersituation in seinen Konsumgewohneheiten anzupassen hätte. Eine Rückkehr zur Mangelsituation wie unmittelbar im und nach dem Krieg. Und das in Friedenszeiten.

Ein solches Milliarden-Unterfangen würde alle Verbraucher noch einmal in Größenordnungen belasten und ist von daher schon eine der großen Illusionen, die die Energiewende von Anfang an zu einem unrealistischen Ziel haben werden lassen.

FreieWelt.net: In der Öffentlichkeit wird oft der Eindruck erweckt, als ob die „rechnerische“ Versorgung von soundsoviel Haushalten z.B. durch Solar- oder Windparks der realen Versorgung gleichwertig ist. Bitte klären Sie unsere Leser über die Unterschiede und deren Folgen auf.

Burkard Reimer: Die Bundesregierung, alle im Bundestag vertretenen Parteien und insbesondere natürlich die Nutznießer und Lobbyisten der "Erneuerbaren" werben immer mit der Nennleistung von Anlage für die Stromerzeugung aus Wind und Sonne. Es wird suggeriert, dass z.B.bei einer Nennleistung  einer Anlage von 1 MW die Verbraucher rund um die Uhr mit dieser Leistung versorgt werden können oder dass sich eine ganze Kommunen praktisch mit "erneuerbarer"  Energie versorgen und auf die herkömmliche Stromversorgung verzichten könne.

Diese Behauptungen entsprechen  natürlich nicht der naturgegebenen und technischen Realität. Genau genommen handelt es sich sogar um Betrug. Die Natur liefert nun einmal völlig unabhängig vom Willen des Menschen Wind und Sonne schon im Verlaufe eines Tages mit großen Schwankungen von Null auf volle Verfügung und umgekehrt und das auch noch in kurzen Zeitintervallen. Im Monat Januar 2013 erzeugte in Deutschland die Sonne 0,35 TWh, der Wind 5,0 TWh und die Konventionellen 36,3 TWh Strom. Für April 2013 sahen dann die Zahlen wie folgt aus: Sonne 3,2 Twh, Wind 3,3 TWh und Konventionelle 30,6 TWh. Schon diese Zahlen zeigen, dass die "Erneuerbaren" im Januar nur 12,8% und im April denn immerhin schon 17,5% der erforderlichen Elektroenergie lieferten. Wenn man den "Erneuerbaren" die Erzeugung von  25% des Jahresbedarfs an Elektroenergie zubilligt, fehlen immer noch 75 %, die vor allem von den thermischen Kraftwerken geliefert werden müssen. Solange die Elektroenergie nicht in erforderlicher Größenordnung gespeichert werden kann, muss praktisch jeder Verbraucher mindestens 75% seines Stromes von den herkömmlichen Kraftwerken beziehen. Das gilt natürlich auch für jede Kommune, es sei denn sie hat noch eine Biogasanlage mit angeschlossenem Generator. Aber auch dann wird sie sich hüten, den Stromverbund mit dem Versorgungsnetz zu kappen.

Die Ingenieure  wussten schon Ende des 19. Jahrhunderts,  dass der Wind kein geeigneter Energielieferant für ein stabile und kontinuierliche Stromversorgung war. Die Segelschifffahrt wurde abgeschafft und selbst die Windmühlen waren in Deutschland schon 1985 zu 75% auf Dampfkraft umgestellt, obwohl der  Wind keine Rechnung schickt. Erst weit über 100 Jahre später macht sich in Deutschland eine von grüner Ideologie infiltrierte Gesellschaft auf den Weg, die Gesetze der Natur, Technik und Ökonomie außer Kraft setzen zu wollen. Wie das enden wird, sollte langsam jedem, der seinen gesunden Menschenverstand behalten hat, klar sein.

 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans Meier

Herr Reimer beschreibt zutreffend, welche destruktive Energiepolitik die Altparteien betreiben, weil sie komplett mit Lobbyisten durchsetzt sind.
Das Destruktive Geschehen spiegelt sich in den wirtschaftlichen Fakten ab, wie: die Solar-Branche ist pleite, Bosch, Siemens und viele mehr haben Riesenverluste gemacht und im Windgeschäft passiert das Gleiche.
Aktionäre, Anleger und Arbeitnehmer verlieren, genauso wie die Stromverbraucher, denen Kaufkraft für „Killefitt“ entzogen wird.
Auch zusätzlicher Aufwand an Netzen und Regelungstechnik verteuert den Strom, für dessen Herstellung immer mehr Windmüller und Solareinspeiser anstehen, um Festpreise von der Leipziger Verrechnungstelle laut EEG zu beziehen. Wer auf Kosten des lobby-politisch „amtlich verordneten Strompreises“ glaubt einen Vorteil realisieren zu können, der handelt absolut asozial gegenüber allen ärmeren Haushalten.
Weiter entsteht volkswirtschaftlich ein enormer Gesamtschaden für Deutschland, wenn nicht wie unter klugen Menschen mit gesundem Verstand, mit einem geringen Aufwand, sondern einem maximalem Zusatz-Aufwand, die Stromversorgung um ein vielfaches verteuert und auch noch störungsanfälliger wird.
Die Lobbyisten-Parteien interessiert nur das Schmiergeld, so wie den Dealern das Schicksal der User nicht juckt, solange Geld rüberwächst.

Gravatar: Michael Ziefle

Ist alles richtig was Sie sagen Herr Reimer!
Das schlimme ist, dass die Deutschen bis 2020 die Forschung der Nukleartechnik fast ganz einstellen wollen. Und es gibt gerade in Deutschland gute Ansätze der Weiterentwicklung! Die anderen Länder können sich schon auf diese Wissenschaftler freuen. Ausser diese wollen in Deutschland den Fahrraddynamo neu erfinden.

Gravatar: Gerhard Bleckmann

Sie schreiben 1985 wurden Windmühlen durch Dampfmaschinen ersetzt, es muß natürlich 1885 heißen! Dazu passt:

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Aus der Mühle schaut der Müller,
Der so gerne mahlen will.
Stiller wird der Wind und stiller,
Und die Mühle stehet still.
So gehts immer, wie ich finde,
rief der Müller voller Zorn.
Hat man Korn, so fehlts am Winde,
Hat man Wind, so fehlt das Korn.

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Sehr geehrter Herr Reimer, Sie beschreiben sehr klar und anschaulich, welche Verheerungen die Energiewende, insbesondere mit der Förderung der sogenannten "erneuerbaren" Energien, anrichtet. Der volkswirtschaftliche Schaden wird größer sein, als der Schaden, der voraussichtlich durch die Eurorettung entstehen wird. Die Konsequenz aus ihren Worten kann doch nur sein, den Ausbau und die Förderung der "Erneuerbaren" sofort einzustellen. Der Schaden, den die bestehenden Anlagen zur Gewinnung "erneuerbarer" Energie noch anrichten werden, ist schon groß genug. Daher erwarte ich von der AfD, daß sie sich klar gegen den weiteren Ausbau der "Erneuerbaren" ausspricht. Aber Herr Prof. Lucke plädiert er für die Reservehaltung von Gas- und Kohlekraftwerken. Die von den Altparteien gepriesene Wind- und Sonnenenergie sei aufgrund der natürlichen Schwankungen als alleiniger Energieträger zu unsicher. Was ist das nur für ein Wischiwaschi! Wind- und Sonnenenergie sind vollkommen überflüssig und für die Stromversorgung Deutschlands absolut ungeeignet. Die "Reservehaltung" von Gas und Kohlekraftwerken macht diese unwirtschaftlich, ihr Betrieb muß dann auch subventioniert werden. Das einzig sinnvolle ist die Rückkehr der Stromversorgung zu thermischen Kraftwerken, ergänzt durch ein paar Wasserkraftwerke. Das muß auch die Führung der AfD endlich kapieren, sonst kann sie Deutschkland nicht retten.

Gravatar: Thomas D.

" Ein Drei-Personen-Haushalt zahlte im Jahre 2000 für eine kWh Strom knapp 14 ct. Heute bezahlt dieser Haushalt mit 29 ct/kWh bereits doppelt so viel."

Mal davon abgesehen, dass ich den Zusammenhang zwischen Preis und Anzahl Personen im Haushalt nicht ganz nachvollziehen kann (und ich persönlich erst bei 24c bin), könnte man gerade diese Rechnung als PRO-Argument für EE sehen: 15c Preiserhöhung, aber nur 5,3 durch das EEG - wo kommen die anderen 9,7c her? Im Jahr 1999 kostete ein Liter Bezin ca. 80c, jetzt (ebenfalls) fast das Doppelte. Ob es hier einen Zusammenhang gibt?!? Oder ist da auch das EEG dran schuld?
Zusätzlich werden die EEG-Zulagen weniger und laufen irgendwann ganz aus, während die Netze auch irgendwann mal umgebaut sein werden. Spätestens dann wird man froh sein, dass die Milliarden für Energie nicht in den Nahen Osten und nach Russland fließen, sondern im Land bleiben. Was das kostet, wird sich zeigen,

Der ist auch gut: "Dazu müssten allerdings die gesamte ... Regelungstechnik ... und viele Leitungen erneuert werden ... Eine Rückkehr zur Mangelsituation wie unmittelbar im und nach dem Krieg"

Technik und Leitungen müssen erneuert werden und das führt zu Mangelsituationen? Jetzt noch ein wenig Zusammenhang und es kann vielleicht jemand folgen. Gewisse Verhaltensanpassungen seitens der Abnehmer wären Vorteilhaft, da das Angebot effizienter (mit weniger Speicher) genutzt werden könnte, was dem Verbraucher mit niedrigeren Strompreisen honoriert würde. Was hat das mit Mangel und Kriegszeiten zutun (plötzliche Stromausfälle)?!?

Gravatar: Thomas D.

Die Benzinpreise haben sich in den letzten 15 Jahren auch knapp verdoppelt, der für Uran vervierfacht (2007 kurzzeitig sogar vervierZEHNfacht) und Steinkohle hat auch ganz schön zugelegt - ganz ohne EEG und von den 15c Preiserhöhung sind immerhin 9,7c nicht durch dass EEG verschuldet. Langfristig kennen die Energiepreise eigentlich nur den Weg nach oben.

Energiewende ist trotz hoher Initialkosten ökonomisch ein Muss. Mag sein, dass es nicht kostenlos geht, aber das EEG wird irgendwann ausgelaufen und die Netze umgebaut sein und dann gehen die Milliarden nicht mehr in den Nahen Osten oder nach Russland.

Das WIE der Energie-Wende ist sicherlich diskutabel, aber wer meint, dass ohne WEnde die Preise auf ewig so bleiben werden und Atomkraft das (fast) kostenlose Allheilmittel ist, könnte ziemlich schnell von der Realität eines besseren belehrt werden.

Gravatar: Markus

Aber wie werden wir den grünen Wahnsinn wieder los? Bei 20 Milliarden EEG-Subvention jährlich, jeder Solardachbesitzer, Windmühler und Kleinswasserkraftanlagenbesitzer (letztere übrigens, töten und verstümmeln jährlich Tausende von Vögeln und Fischen) wird im Zweifel die Grünen wählen, schon alleine deshalb, um sich seinen Profit zu sichern.

Gravatar: Marita Haase

Die Ausführungen mögen alle richtig sein. Was ich jedoch bei der Kritik an der in Eile durchgepeitschten Energiewende vermisse, sind die immensen Schäden, die an der Tier- und Umwelt entstanden sind und weiter entstehen. Diese zumindest zu erwähnen, erwarte ich von einer Partei!

Gravatar: Karin Weber

Ich verstehe zwar nicht viele von den technischen Details, aber wenn ich den stetig explodierenden Strompreis sehe, dann erkenne auch ich, dass hier was falsch läuft.

Wir brauchen also zwingend eine Wende bei der Energiewende!

Gestern war ich spazieren und bin an einem "Solarfeld" vorbeigekommen. Die Platten dicht an dicht, aber am Rande konnte man "drunterschauen". Da wuchs nix mehr. Ich gehe mal davon aus, dass das auch als Lebensraum für Tiere nicht nutzbar ist. Läuft diese qkm-große Versiegelung unserer natürlichen Erdoberfläche noch unter der Rubrik "Naturschutz"?

Wenn irgendwo ein Eingriff in die Natur erfolgt, dann gibt's mittlerweile genügend Gesetze, die irgendwelche "Kompensationsmassnahmen" erzwingen. Da wird dann mit "Ökopunkten" jongliert und letztlich nur Geld abkassiert. Die Natur sieht einfach nur Sch*** aus. Wie wird eigentlich der Eingriff solcher "Solar-Versiegelungen" in die Natur bewertet? Ist solch ein Irrsinn geduldet? Sehe ich mir mittlerweile unsere Umwelt an, dann wird´s den sogenannten "Canaletto-Blick" bald nirgendwo mehr geben. Überall Windräder, überall Solar-Spiegelungen, überall gelbe Rapsfelder und Mais-Monokulturen. Werden Abgeordnete des Bundestages eigentlich in der Vorwahlphase auf ihre psychische Eignung hin untersucht? Bei dem was die alles an Irrsinn beschließen ist es ja nicht mehr nachvollziehbar, warum ausgerechnet Gustl Mollath zwangsweise seit Jahren in der Psychatrie sitzen muss und solche Leute im Bundestag. Ich verstehe diese Logik echt nicht.

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