Gespräch mit Beatrix von Storch über das Scheitern der Jamaika-Gespräche

»Die AfD hat den Linkstrend gestoppt«

Die Sondierungsgespräche zur Jamaika-Koalition sind gescheitert. Merkel ist angeschlagen, im Ausland zeigt man sich besorgt, das Wort der Staatskrise macht bereits die Runden. AfD-Vize Beatrix von Storch spricht im Interview Klartext zum Scheitern der Sondierungen.

Quelle: Facebook
Veröffentlicht: | Kategorien: Interviews, Interviews - Empfohlen, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Interview, AfD-Vize, Beatrix von Storch, Sondierung, Jamaika-Koalition, Scheitern
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Sie haben gesagt, das Scheitern von Jamaika sei das Scheitern von Angela
Merkel. Wie haben Sie das gemeint?

Merkel hat bei der Bundestagswahl das schlechteste Ergebnis seit 1949 eingefahren. Das war schon eine klare Botschaft der Bürger. Sie hätte die Konsequenzen ziehen und gehen müssen. Aber sie versuchte stattdessen, ihre gescheiterte Kanzlerschaft durch die Jamaika-Koalition zu retten.  Während der Jamaika-Verhandlungen hat sie wieder einmal gezeigt, dass  ihr Inhalte und die Zukunft Deutschlands herzlich egal sind. Sie wäre bereit gewesen, jeden Koalitionsvertrag zu unterschreiben, egal wie schädlich er für Deutschland gewesen wäre, nur um die Grünen zufrieden zu stellen. Das Scheitern der Jamaika-Gespräche ist ihre ganz persönliche Niederlage.

Also begrüßen sie das Scheitern der Jamaika-Gespräche?
Die Grünen sind die Partei, die für unbegrenzte Masseneinwanderung, für die Gender-Ideologie und für die Deindustrialisierung Deutschlands durch eine ideologisch verblendete Klimapolitik stehen. Dass die Grünen jetzt nicht an der Regierung beteiligt sind, ist gut für Deutschland. Der Abbruch der Jamaika-Gespräche ist im Grunde vor allem ein Erfolg der AfD.

Was hat die AfD mit dem Ende der Jamaika-Gespräche zu tun?
Hätten FDP und CSU nicht so viel Angst vor der AfD gehabt, dann hätten sie den Grünen alles gegeben, was diese gefordert haben. Denken Sie einmal daran, wie das in der Vergangenheit war. Es war die FDP, die mit Angela Merkel die Energiewende und den ESM beschlossen hat, die CSU hat den Doppelpass und Merkels Flüchtlingspolitik hingenommen. Vor vier Jahren wäre eine Jamaika-Koalition unkomplizierter gewesen als heute.
Erst der Einzug der AfD in den Bundestag hat Union und FDP so unter Druck gesetzt, dass die Hürden für eine Zusammenarbeit unüberwindlich wurden. Der größte Erfolg der AfD ist, dass wir den Jahrzehnte andauernden Linkstrend erst einmal gestoppt haben.

Wie beurteilen Sie das Verhalten der FDP?
Ich denke, dass es eine Inszenierung war, die Lindner schon länger geplant hat. Lindners ursprünglicher Plan war, nach der Bundestagswahl Oppositionsführer zu werden und in Ruhe abzuwarten, bis sich die GroßeKoalition verbraucht hat, um dann nach der nächsten Bundestagswahl Minister zu werden. Lindner ist 38 Jahre, mit 42 Jahren Minister zu werden, passt gut in seine Lebensplanung. Lindner wollte nicht denselben Fehler machen, wie Philipp Rösler und Daniel Bahr und zu früh in die Regierung eintreten und sich dann schnell verbrauchen.
Als die AfD drittstärkste Kraft wurde und die SPD der Großen Koalition eine Absage erteilt hat, hat das seinen ursprünglichen Plan durchkreuzt. Man sah ihm am Wahlhabend an, dass er darüber nicht glücklich war. Er wollte nicht mit einer angezählten Bundeskanzlerin an die Regierung, für die es nur noch bergab geht. Linder hatte auch vor der Bundestagswahl viel versprochen, weil er nie damit gerechnet hat, dass er es einhalten musste. Ihm drohte jetzt das Schicksal von Westerwelle nach der Bundestagswahl 2009. Er hatte Angst, der AfD Angriffsfläche zu bieten. Deshalb ist er geflüchtet.


Also kein heroischer Abgang?
Ganz und gar nicht. Vielmehr ein Sprung ins Rettungsboot. Lindner hat die Titanic verlassen, bevor sie auf den Eisberg aufgeprallt. Bei FDP und CSU war die Angst vor der AfD zu spüren. Zum ersten Mal in der Geschichte gibt es eine starke Oppositionspartei rechts von der Union. Durch die Angst vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen haben sie kalte Füße bekommen. Im Grunde ist auch die CSU erleichtert, dass es zu Jamaika nicht gekommen ist.


Die AfD wirkt also?
Das ist ganz deutlich geworden. Wie würde Deutschland denn ohne die AfD aussehen? Entweder hätten wir eine schwarzgrüne Regierung oder eine schwarzgelbe Regierung, die aber rotgrüne Politik macht, so wie damals Merkel und Westerwelle. Bevor die AfD kam, war die FDP der lauteste Vorkämpfer für den Doppelpass und den Türkeibeitritt. Christian Lindner hat sich in der Bild-Zeitung für die „Refugees welcome“-Politik der Bundeskanzlerin stark gemacht. Erst nach dem Aufstieg der AfD hat die FDP ihre Haltung korrigiert. Ohne die AfD wäre der Familiennachzug bei den Koalitionsverhandlungen gar kein Thema gewesen.

Bereiten Sie sich jetzt auf Neuwahlen vor?
Wir bereiten uns auf alles vor. Darauf, dass es eine Wiederauflage der großen Koalition gibt. Darauf, dass die FDP an den Verhandlungstisch zurückkehrt und auf Neuwahlen. Das liegt in der Hand des Bundespräsidenten, der nach unserem Grundgesetz das letzte Wort hat, wenn es um die Auflösung des Bundestages geht. Wir suchen vor allem die inhaltliche Auseinandersetzung.

Um welche inhaltlichen Fragen geht es Ihnen?
Es geht gerade in diesem Jahr nicht um Farbspiele, sondern um die Zukunft Deutschlands. Es geht darum, die Masseneinwanderung über den Familiennachzug zu stoppen. Es geht darum, die Migranten, die durch Merkels Einladung nach Deutschland gekommen sind, in ihre Heimatländer zurückzuführen. Dazu hat die AfD-Fraktion bereits einen Antrag mit Blick auf Syrien formuliert. Es geht auch darum, dass es im nächsten Sommer kein neues Griechenlandrettungspaket geben darf.
Wir müssen außerdem die gefährlichen Ideen des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron verhindern. Die EU darf kein Superstaat werden und den Nationalstaat entmachten. Es geht dabei um den Erhalt unserer Demokratie und um unsere nationale Souveränität.

Und dafür braucht es die AfD?
Ohne starke AfD wird der Familiennachzug kommen, ohne starke AfD wird es keine Rückführung der 1,5 Millionen illegalen Migranten geben, ohne starke AfD wird das nächste Eurorettungsprogramm kommen und Macron wird seinen EU-Superstaat bekommen. Machen wir uns nichts vor, ohne den Druck der AfD wird sich nichts in Deutschland ändern. Das ist nicht nur die Erfahrung der letzten Jahre. Das ist die Erfahrung der letzten Jahrzehnte.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Petra

@Dr. Böhm und Kommentatoren gesamt.
Ihre Kommentare zu den informativen Artikeln der freien Welt sind viel zu schade nur von den Insidern der AfD-Gemeinde (mit nachweislich höherem IQ als die rot-grünen Chaoten) gelesen zu werden, die sowieso AfD wählen.
Ich habe es ausprobiert und einige ausgewählte Beiträge der freien Welt nebst Kommentaren ausgedruckt und verteilt. Der Effekt war gewaltig, zuerst haben die durch Fernsehen und Lügenpresse völlig einseitig informierten Menschen, vor Allem ältere Menschen, diese Inhalte gar nicht für möglich gehalten, aber dann nach Aufklärung über die hochrangigen Verfasser der Artikel z.T mit akademischen Graden, den Inhalten weitgehend zugestimmt. Das Problem der FreienWelt ist dass eine große Anzahl ältere Wähler mit einem Zugang zum Internet Probleme haben und deshalb nicht an deren hervorragende Inhalte kommen. Deshalb ist in Altenheimen etc. die Zustimmung für Merkel ungewöhnlich hoch, obwohl vor Allem alte Leute die gesamte Palette von Merkel, Rot-Grünem Sozialismus, Genderwahn, Islamisierung, Zerstörung unserer Familien und Umvolkung unseres Landes kategorisch ablehnen. In Deutschland ist für die AfD ein Potential von weit über 30% vorhanden und eine Regierungskoalition mit der FDP möglich. Bedenken sie, dass die FDP diesmal hart geblieben ist und erst das Scheitern von Jameika und ermöglicht hat und damit Merkel massivst in Schwierigkeiten bringt. Der Proteststurm der Rot-Grünen Chaoten gegen die FDP zeigt es überzeugend. (wie das Aufheulen des Hundes wenn er vom Stein getroffen wird). Frau v.Storch versucht laufend mit überzeugenden Argumenten die Wähler aufzuklären und fordert den Rücktritt Merkel seit vielen Jahren, ist aber leider eine einsame Ruferin in der Wüste. Ich schäme mich jedes Mal wenn diese hässliche, fette eingespachtelte Unperson in ihrer Uniform, Hosenanzug (schwarze Hose mit 35 verschiedenen Oberteilen) zur Verdeckung ihrer Unförmigkeit auf meinem Fernsehschirm bei mir zuhause auftaucht.
. Packen wirs an und übernehmen den Gruß ( in vielen CDU und CSU-Zirkeln schon üblich) „MMW“. „Merkel“ „Muss“ „Weg“.
Nach DDR-Gesetzen war eine Ausbürgerung von derartigen Staatsfeinden möglich.
Petra

Gravatar: Philip P.

Ich habe AfD gewählt und bin froh, das getan zu haben. Ich stimme Frau von Storch in allen Punkten zu.

Den ersten Kommentar von Andreas Berlin kann ich leider nicht nachvollziehen. Frau von Storch hat auf einen psychologischen Druck verwiesen; einen unmittelbaren Einfluss konnte die AfD gar nicht haben. Und ich halte Frau von Storchs Argumente für stichhaltig. Es ist kein Fehler, herauszustellen, dass sich AfD-Wählen lohnt; mit Selbstbeweirucherung hat das nichts zu tun und war so sicher auch nicht gemeint.

Eine Koalition aus Union, FDP und AfD wird es natürlich nicht geben, da dies die anderen Parteien nicht wollen. Es wird noch nicht einmal über eine Tolerierung geredet werden, obwohl das Angebot aufrecht erhalten werden sollte.

Wenn ich einen Tipp abgeben soll: Neuwahlen mit der Absicht, die FDP stärker als die AfD zu machen; dann schwarz-rot - mit oder ohne Merkel - und FDP als Oppositionsführer. Das wäre den Establishmentparteien so wohl am liebsten. Für Deutschland wäre es natürlich schlecht. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen müssen. Die FDP könnte für viele grüne Journalisten zum Buhmann und daher heruntergeschrieben werden. Große Unbekannte: Wahlbeteiligung.

Gravatar: Sigmund Westerwick

Angelast Theater mit unerwartetem Ausgang

Unsere Nochkanzlerin hat sich das so gut ausgedacht, da wirft sie denen, die noch an einem Posten interessiert hin, ein paar Glasperlen zu und die Eingeboren schlagen sich um die Pensionen, währenddessen zieht sie im Hintergrund die Fäden und sagt läßt sich dann 2 Monate nach der Wahl zur deutschen Königin krönen.
Was nicht unbedingt zu erwarten war ist die Erkenntnis der EIngeborenen, dass es eigentlich ein unwürdigendes Schmierentheather ist, das zur Aufführung kommt.
Und dass es die FDP diesmal standhaft ist und sich über 2 Monate noch zu ihren Wahlversprechen bekennt, das ist nun wirklich sehr unwahrscheinlich gewesen.

Dass die Verhandlungen gescheitert sind ist zum großen Teil der AfD zu verdanken, sie stand immer im Hintergrund, an ihr mussten sich die Politiker messen lassen, wenn es hart auf hart geht, und jeder EInwanderer mit Zustimmung der CSU kostet der Bayerpartei Stimmen bei der Landtagswahl, das konnten sie nicht riskieren.

Ich bin mir sehr sicher, ohne die AfD wären die Verhandlungen nach 3 Wochen durchgewesen und Merkel Königin von Deutschland.

Gravatar: Petra

@Petra Nachtrag
Das Problem Merkel, die fast jeden infrage kommenden Konkurrenten entsorgt hat, unter Anderem den bestmöglichen Kandidaten Friedrich Merz, der mit seinem hervorragendem Können eine eindrucksvolle Karriere bei einem der größten Finanzkonzerne der Welt "Blackrock" gemacht hat. Dies wäre der absolut geeignete Mann Frau Merkel bei einer Neuwahl bestens zu ersetzen. Da auch der unzuverlässige Seehofer angezählt ist und Marcus Söder nicht mehr zu verhindern ist (Es war die einzige von Merkel wichtige Forderung an Seehofer: absolute Verhinderung Söder als bayerischen Ministerpräsiden. Sein fränkischer Ausspruch:wer zahlt, schafft an) Die von Söder vertretenen Thesen, haben große Ähnlichkeit mit denen von Friedrich Merz und haben viele Gemeinsamkeiten mit denen der AfD. Danach wäre die Reaktion von Macron wieder so wie bei einer Berufung des Herrn Lindner als FDP-Finanzministers und Ablösung des frankophilen Scheubleins. , dann bin ich Macron tot.
Diese Lösung wäre die Rettung unseres Landes vor der Dummheit der rot-grünen Chaoten (siehe Hamburg, da haben sie sich geoutet) und ihren Thesen zur Vernichtung und Islamisierung Deutschlands. Das Hauptanliegen der Grünen bei Jameika, nicht zu kontrollierender Familiennachzug der islamischen Analphabeten nach Deutschland und eine Multikulti-Gesellschaft mit dem geistesgestörten Wählerschreck Claudia Roth als Identifikationsperson

Gravatar: Werner

Die AfD sollte auch in Zukunft ihren eingeschlagenen Weg weiter gehen.
Koalitionen nur eingehen, wenn Andere den Juniorpartner spielen. Wenn sie nur eine eingehen, um an die Regierung zu kommen, werden sie von den etablierten Ganoven geschluckt und wir haben den gleichen korrupten Schweinskram, wie seit Jahrzehnten.
Immer klar Linie beibehalten und langsam aber sicher an das Ziel.

Gravatar: karlheinz gampe

Eine durchaus treffende Analyse seitens Fr. von Storchs !

Gravatar: Cornelia T.

Die ersten Interviews, mit Frau von Storch, haben mir persönlich ein solides Bild von Hintergrundwissen, ruhige Sachlichkeit und trotzdem ein klares Benennen der Tatsachen, gezeigt. Ich persönlich danken Ihnen Frau von Storch.

Ansonsten bin ich wirklich nicht glücklich darüber, wie Parteien, außerhalb der AfD ihre Seele für ein bißchen Macht und Mitregieren verkaufen. Es ist entsetzlich das mit an zu sehen.

Gravatar: P.Feldmann

Beatrix v. Storch ist eine brillante Politikerin, die die Interessen Deutschlands (und Europas!) im Blick hat.
Und wie man bspw. an Prof. Meuthen, Gauland, A. Weidel pp sieht, gibt es davon einige in der AfD. (Ich nenne Höcke nicht, aber selbstverständlich vertritt auch er wichtige Positionen und ist keinesfalls der Buhmann, den man aus ihm machen will!)
Eigentlich können sich all die treu(doofen) Unionswähler und fdp-Wähler bei diesen echten Politikern einer kommenden Volkspartei bedanken.

Lindner ist, wie v.Storch treffend diagnostiziert, auch nur ein Fähnchen im Wind des mainstream. Leute wie er (wen gibt es da denn sonst noch in dieser Partei?) werden dieses Land kaum wieder in positiverem Licht erstrahlen lassen...

Gravatar: henry paul

Die letzten Bemerkungen der Autorin zeigen ein Bild einer klugen Politikerin, die die Realität aber nicht wahrhaben will.
Die Mitgliedsländer der Eu sind entstaatlicht, sind entnationalisiert, sind ent-demokratisiert, werden langsam aber sicher ent-ökonomisiert, werden ent-finanziert und ent-kultiviert. Die EU und ihre Hintermänner wie NATO und USA mutual contracts soll die Vereingten Staaten von EU werden und alles ist gerichtet. Die EZB autonom und unkontrollierbar. Der IWF mitten im Zentrum aller Kredite. Der ESM ebenso autonom und unkontrollierbar. Die UN und ihre Hilfsorganisationen UNHCR etc haben ein vitales Interesse an ihrer erfundenen Umvolkung und verkaufen es als Rettung gegen eine alternde Gesellschaft.
Die Schulden-Progression ist derzeit bereits so hoch, dass der ökonomische Kollaps der wichtigsten Staaten Europas nur eine Frage der Zeit ist: 3-4 Jahre maximal.
Bei Brexit und Jamaika geht und ging es nicht um Politik oder Koalitionen oder Zusammensetzung des BT. Hier ging und geht es um die Vor-herrschft der US.Corporation und den erhalt ihrer unilateralen Welt- die zum Glück durch China und Russia bröckelt. Nur darum geht es in der Politik seit 2015 und in den nächsten drei Jahren!

Gravatar: Klaus Peters

AfD wirkt. Auch auf das Schicksal von "Jamaika". Das ist unbestritten. Schließlich repräsentiert die Partei, auch und besonders in Person von Frau von Storch, hinreichend viele Vernünftige, Selbstbewusste, Vaterlands-liebende unter uns Deutschen. Doch sie sollte der FDP nicht absprechen, von denen auch ein gerüttelt Maß davon in ihren Reihen und unter ihren Wählern zu haben. Wenn mir klar ist, der Dämpfer ist auf Crashkurs und ich kann das nicht ändern, zeugt es von Vernunft, Selbstachtung und Verantwortung rechtzeitig von Bord zu gehen. Lindners "Sprung ins Rettungsboot" kann ich nicht als panische Flucht ansehen. Die Absage der FDP an ein grünschwarz dominiertes Jamaika trägt zur Verstetigung des Abwärtstrends linker Deutungshoheit in Deutschland bei. Schon das allein sollte Grund für die AfD und ihre Funktionäre sein, sich jetzt nicht am FDP-Bashing zu beteiligen. Die beiden Parteien verbindet eine bedeutsame Schnittmenge an Interessen und Zielen, man denke nur einmal an den wichtigen und dringend notwendigen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss gegen Merkel bzw. wegen ihrer verhängnisvollen Grenzöffnungs-/Flüchtlingspolitik. Der hätte nur eine Chance mit den Stimmen der FDP-MdB! Es wird angesichts der durchaus in der Öffentlichkeit noch ausreichenden Dämonisierung der AfD und nach ihrem Jamaikaausstieg für die FDP schwer genug sein, mit ihr zu stimmen. Diesen Keil zwischen den Konservativen zu verfestigen, ist für Merkel, Trittin & Co. wie eine Garantie, mit einer Minderheitsregierung an der Macht zu bleiben und über die Runden zu kommen. Die Hauptstrommedien setzen schon an, eine Minderheitsregierung schönzureden. Merkel ist für eine solche bereit und sei es geschickter Weise als dazu "Getriebene".

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