Die Euro-Krise

27. März 2013, 01:23 | Kategorien: Im Fokus | von Redaktion
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Foto: Wilhelmine Wulff/ Pixelio.de

Finanzminister Wolfgang Schäuble will sich mit dem ESM ein bleibendes Denkmal setzten, glaubt Roland Vaubel. Des Weiteren beschreibt der Volkswirtschaftsprofessor im Interview mit FreieWelt.net, wie die Bailout-Fonds die Zentralisierung in der EU vorantreiben und welche Gefahren die neuerliche Geldschwemme durch die EZB mit sich bringt.

Was sind die politischen Ursachen der Euro-Krise und warum versagen die deutschen Eliten beim Umgang mit ihr? Inwiefern glich der EU-Gipfel in Brüssel einer Schönheits-OP am offenen Herzen?

Antworten geben: Michael von Prollius, Hans-Olaf Henkel und Christian Weilmeier

Nachricht im Fokus

Nach Milliardenflut läßt EZB Leitzins auf Rekordtief

Nach der kürzlichen Milliardenflut für Geldhäuser bleiben Europas Währungshüter in Lauerposition: «Wir sehen viele Anzeichen dafür, dass das Vertrauen in den Euroraum zurückkehrt», versucht der Präsident der EZB, Mario Draghi, zu überzeugen. Für die Euro-Zone erwartet die Notenbank eine leichte Rezession, die Währungshüter mussten ihre Prognose senken. Mit Spannung wird der Streit zwischen Draghi und Bundesbankpräsident Jens Weidmann beäugt. Weidmann hatte sich letzte Woche in einem Brandbrief kritisch zu Draghis Politik geäußert und eine Rückkehr zum alten Sicherheitsrahmen gefordert.

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Nachricht im Fokus

Umschuldung Griechenlands entschieden

Mit rund 85,8 Prozent hat die Mehrzahl der Gläubiger Griechenlands den Schuldenschnitt laut Nachrichtenagentur Reuters akzeptiert. Halter von Anleihen im Wert von rund 172 Milliarden Euro hätten sich nach Angabe des griechischen Senders Skai zu ihrem Verzicht bereiterklärt. Das gesamte Anleihevolumen beträgt über 206 Milliarden Euro. Die Griechen haben damit die angestrebte Zustimmung von 90 Prozent erreicht. Kurzfristig ist für den Moment eine ungeordneten Pleite des Landes abgewendet. Nach Einschätzung der Citigroup bedeutet dies trotzdem einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone und eine Rückkehr zur Drahme.

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Nachricht im Fokus

Schuldenkrise: Deutsches Risiko beträgt 72,9 Mrd. Euro

In der EU-Schuldenkrise macht Deutschlands Anteil an den Finanzpaketen so viel aus wie der Haushalt für Verteidigung, Gesundheit und Verkehr im letzten Jahr zusammen. Erst auf die Anfrage des Haushaltsausschusses hin stellte Finanzminister Wolfgang Schäubles (CDU) Ministerium erst die Zahlen zusammen und zur Verfügung. Dies zeigt erstmals ganz deutlich, wie gross das finanzielle Risiko der Bundesrepublik ist. Allein die Bailouts Irlands, Griechenlands und Portugals betragen für Deutschland 72,9 Milliarden Euro. Verluste hat Deutschland jedoch schon längst gemacht.

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Interview im Fokus

Wirtschafts-Experte: EZB-Geldschwemme bedroht Deutschland

Roland Vaubel, Professor am Lehrstuhl für Volkswirtschaft und politische Ökonomie der Universität Mannheim,hat in einem Interview mit abgeordneten-check.de deutliche Kritik an dem internationalen Vorgehen zur Bewältigung der Euro- und Griechenlandkrise geübt. Vaubel plädiert für einen Euro-Austritt Griechenlands und kritisiert den ESM als Werkzeug, mit dem Finanzminister Wolfgang Schäuble "sich wohl ein bleibendes Denkmal setzen" wolle. Die durch ein 500-Milliarden-Kreditpaket an die Bankwirtschaft von der EZB verursachte "Geldschwemme" erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer Inflation und sorge dafür, dass "Deutschlands Haftungsrisiken dramatisch steigen". Freiewelt.net dokumentiert das Interview ungekürzt.

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Blog im Fokus

Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel
Die deutsche Elite versagt!

Politiker, Manager und Journalisten haben viel zu lange am Euro festgehalten. Inzwischen haben sie längst eingesehen, dass die Gemeinschaftswährung nicht funktioniert. Nur öffentlich zugeben will das niemand.

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