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Die Sonnenanbeter

05. Januar 2013, 10:51 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte: , ,

Ein steinreicher amerikanischer Investor bekennt sich ebenfalls zu ihnen: Warren Buffet

Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Ein ewiges Auf und Ab seit Ewigkeiten. Zwischendurch liefert die Sonne Tageslicht, ist aber nicht immer zu sehen. In Deutschland macht sich der Sonnenschein eher rar. Von den 8760 Stunden, die ein Jahr hat, erreicht die Sonnenscheindauer hier weniger als 2000 Stunden, denn nachts fällt Sonnenschein ohnehin aus. Umso merkwürdiger ist, dass ausgerechnet unser relativ sonnenscheinarmes Land mit seiner installierten Kapazität von Strom aus Sonnenlicht (Fotovoltaik) vor allen anderen Ländern an der Spitze steht. Kein Wunder, denn nirgends sonst wird die Branche mit einem solchen Subventionsregen überschüttet, der sie ins Kraut schießen lässt.  Ohne diesen Regen wäre sie tot. Aber mit Subventionen geht alles. Die Menschen würden, bekämen sie Geld dafür, sogar sinnlose Löcher ausheben und anschließend wieder zuschaufeln. So eilt denn die Installation von Solarstromanlagen in Deutschland von Rekord zu Rekord. Aber Sonnenanbeter gibt es nicht nur bei uns, sondern auch in Amerika. Einer von ihnen heißt Warren Buffet.

Die goldene Hand

Buffet ist als die „Börsenlegende“ bekannt. Der steinreiche amerikanische Investor genießt an den Finanzmärkten den Ruf, dass er eine goldene Hand hat: Was immer sie anpackt, wird zu noch mehr Geld. Fast fühlt man sich an die Sage vom König Midas aus der griechischen Antike erinnert: Was seine Hand anpackte, wurde, wie er es sich von Dionysos, dem Gott des Weines und des Rausches, unbedacht gewünscht hatte, zu Gold. Dummerweise geschah das auch dann, wenn er nach Speis’ und Trank griff, so dass er zu verhungern und zu verdursten drohte.

Was Buffet von König Midas unterscheidet

Dieses Malheur ist Warren Buffet bisher nicht passiert. Seine Hand weiß, zwischen lebenswichtigem Konsumgut und renditeträchtigem Investitionsgut wohl zu unterscheiden, denn immerhin nähert er sich schon seinem 83. Lebensjahr, Hunger- und Verdurstungstod ereilten ihn also nicht. Wer solange mit einer goldenen Hand überlebt, muss durch einen anderen Zauber begünstigt sein. Der mag darin bestehen, dass Buffet über nichts weiter als Geschick verfügt. Nun hat diese seine geschickte Hand nach dem größten globalen Solarprojekt gegriffen und dafür 2,5 Milliarden Dollar hingeblättert. Es entsteht in Kalifornien, fängt per Fotovoltaik Sonnenlicht ein und macht daraus Strom. Die Solar-Branche  jubelt, sieht sich im Auftrieb, feiert ihn gleichsam als Flaggschiff für dieses zwielichtige Metier, das ihn als seriöses Aushängeschild gut gebrauchen kann, zumal Buffet an zwei anderen großen Solarprojekten schon beteiligt ist.

Buffets Projekt wird bestimmt funktionieren

Zwielichtig? Ja, das ist es, weil die Existenz des  CO2-freien Solarstroms auf dem Betrug beruht, anthropogenes CO2 heize das Klima auf, und weil dieser Strom daher subventioniert wird. Solarstrom nämlich ist der teuerste Strom überhaupt, jedenfalls hierzulande. Ob das in Kalifornien anders ist? Sonnenschein jedenfalls ist dort reichlich vorhanden. Aber subventioniert wird Solarstrom dort trotzdem. Buffets Projekt wird bestimmt funktionieren. Der Strombezug ist vertraglich schon gesichert. Buffet muss viel Vertrauen darin haben, dass der blinde Glaube auch der Amerikaner an die CO2-Aufheizung noch lange, lange währen wird. 

Ach ja, wie hieß es doch einst? Die Sonne schickt keine Rechnung? Stimmt, tut sie nicht. Doch sollten sich die Investoren, die Hersteller und die Betreiber der Solaranlagen daran ein Beispiel nehmen und ebenfalls keine schicken. Dann wäre Sonnenstrom  d e r  Super-Strom.

 

Zuvor erschienen auf meiner Blog-Seite www.kpkrause.de  Hier sind auch meine sämtlichen Beiträge seit Beginn am 18. März 2008  verfügbar.

 

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1 Kommentar auf "Die Sonnenanbeter"

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