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Der Staat als Kinder- und Jugendverderber

29. September 2011, 08:03 | Kategorien: Lebenswelt | Schlagworte: ,

Im 14. Jahrhundert hatten die osmanischen Türken die Angewohnheit der Knabenlese: Sie verschleppten in den gewaltsam unterworfenen christlichen Ländern Jungen aus den christlichen Familien, erzogen sie zu fanatischen Muslimen und rekrutierten so ihre Elite-Kampftruppe, die Janitscharen. 

Die rot-roten Kulturrevolutionäre in Berlin und anderswo tun eben dies: Durch schamlosen Missbrauch der staatlichen Macht über Schulcurricula werden Kinder und Jugendliche in ihrer Identität als Mädchen und Jungen verunsichert, sie werden durch Wort und Bild, Rollenspiele und Körperübungen sexuell aktiviert und in die die ganze „Vielfalt“ jenseits der Heterosexualität praktisch eingeführt. Es genügt nicht mehr, Neunjährige zu Verhütungsexperten auszubilden, indem sie im Klassenverband üben, Kondome über Plastikpenisse zu ziehen; jetzt sollen die Erstklässler auf queer  getrimmt werden. Damit werden die Kinder aus den Familien herausgebrochen, welche kaum noch eine Chance haben, gegen den Zugriff von Schule und Medien die Werte zu vermitteln, welche Kinder zu bindungs- und leistungsfähigen Menschen machen. Sexualisierte Kinder verlieren das Interesse an der Entfaltung ihrer Fähigkeiten und der Entdeckung der Welt. Der Reifeprozess der Persönlichkeit kommt ins Stocken, das Sensorium für die Dimension des Glaubens verschwindet. Wie Sigmund Freud feststelle, „beeinträchtigt jede frühzeitige Sexualtätigkeit die Erziehbarkeit des Kindes“. 

Nicht nur die Erziehbarkeit durch die Eltern, sondern auch durch die Schule. Nach dem pädagogischen Offenbarungseid der Neuköllner Rütli-Schule vor fünf Jahren erreichte wieder ein Brandbrief der Berliner Heinrich-Mann Schule den Bildungssenator Jürgen Zöllner: Das Lehrerkollegium stellt eine „zunehmende Respektlosigkeit, Gewaltbereitschaft und Gewaltausübung und geringe Lernbereitschaft“ fest.

In London brannten vor kurzem Straßenzüge. In einer Regierungserklärung sagte David Cameron: „Wenn wir irgendeine Hoffnung haben wollen, unsere zerbrochene Gesellschaft zu heilen, dann müssen wir mit der Familie und Elternschaft beginnen… Ich will, dass der Familien-Test an alle politischen Maßnahmen angelegt wird. Das muss unsere erste Priorität sein.“ Vom  Gender-Mainstreaming zum Familien-Mainstreaming – dies ist eine Existenzfrage der europäischen Kultur. 

• Stärkt man ein Kind, wenn man es zwingt daran zu zweifeln, ob es Junge oder Mädchen ist? 

• Sollten Kinder nicht vor den erheblichen psychischen und physischen Risiken des homosexuellen Lebensstils gewarnt werden? 

• Ist es im Interesse der Kinder und Jugendlichen, zu Anal- und Oralsex angeleitet und mit der örtlichen Schwulenszene verlinkt werden, wie das durch die „Handreichung zu lesbischen und schwulen Lebensweisen“ des Berliner Senats und die Schriften der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geschieht? 

Ob es uns passt oder nicht: Familien beruhen auf Monogamie. Zerstört man mit politischer Strategie und Macht die moralische Basis, so zerstört man die Familie und damit das Fundament der europäischen Kultur. Richtig, Herr Wowereit, es ist in den letzten zweitausend Jahren gewachsen, weil sich unsere Vorfahren an den christlichen Geboten orientiert haben. Jetzt wird es im Interesse einer Minderheit, mit der Sie sich als Regierender Bürgermeister von Berlin gegen einen der größten Deutschen, Papst Benedikt XVI., verbünden, ruiniert. 

Weil die Familie die Basis der Kultur ist, darum hat das Grundgesetz „Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ gestellt und „das natürliche Recht der Eltern auf Pflege und Erziehung der Kinder“ festgeschrieben. Aber gerade das ist den gewählten sexualpolitischen Kulturrevolutionären ein Dorn im Auge, denn sie wollen „weg von der Vater-Mutter-Kind-Familie“.  

Die Änderung des Grundgesetzes betreiben Rote und Grüne und Gelbe mit aller Macht, in dem sie den völlig willkürlichen Begriff der „sexuellen Identität“ als Kriterium für Diskriminierungsschutz ins Grundgesetz bringen wollen, eine „Identität“, die man doch schon den Kleinsten zur „Wahl“ freistellen will. Wenn es gelingt, „sexuelle Identität“ als trojanisches Pferd ins Grundgesetz einzuführen, dann gute Nacht Demokratie. Dann kann jeder, der etwas dagegen hat, dass unsere Kinder nach dem Willen des Berliner Senats in den Schulen „Selbstbefriedigung“, „Orgasmus“, „Sado-Maso“ und „Darkroom“ pantomimisch darstellen sollen (so die oben genannte „Handreichung“ für Lehrer) wegen „Diskriminierung“ verurteilt werden. 

Sie wollen das nicht? Dann lassen Sie es nicht zu.

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