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Das Märchen von der Pille danach

24. Januar 2013, 12:00 | Kategorien: Lebenswelt | Schlagworte:

Dass die Pille danach eine reine Notfallverhütung ist, ist ein Märchen. Dass die normale Verhütungspille nur verhütet, ist auch ein Märchen. Dass die Spirale ein Verhütungsmittel ist, ist übrigens auch eins.

Da wir nun schon mitten in der Märchenstunde sind, lesen Sie hier das Märchen von der Pille danach.

Es war einmal eine Ideologie, die wollte, dass Frauen genauso sind wie Männer, und dass man gar keinen Unterschied mehr merkt, damit sie alle gleich sind. Deshalb musste man den einzigen nicht zu beseitigenden Unterschied irgendwie in den Griff kriegen und den Sex am besten gleichzeitig vom Kinderkriegen trennen, damit es noch lustiger würde.

Eine schlaue Frau namens Sanger machte das früher mit Sterilisation, vor allem für, wie sie es nannte, “Schwachsinnige” und so. Die sollten nämlich möglichst gar keine Kinder kriegen. Dann traf sie jemanden, der sich etwas ganz Tolles ausgedacht hatte. Eine Pille, die sogar schon ein hochgelobtes Jubiläum hatte. Da aber der weibliche Körper nicht immer macht, was man will, ging das mit dem Trennen nicht so ganz. Diese doofe Pille verhütet nämlich nicht nur, indem sie den Eisprung verhindert. Wenn das Ei nun schon gesprungen ist und einen hübschen Samen gefunden hat, mit dem es sich freudig vereint hat, ist es gar kein Ei mehr. Sondern ein neuer Mensch. Man kann ihn auch Kind nennen. Dieses neue Kind will jetzt, was sein gutes Recht ist, durch den Eileiter in die Gebärmutter wandern, um sich dort gemütlich einzunisten und zu wachsen, bis es nach etwa 9 Monaten zu eng wird. Aber die Gebärmutter ist vielleicht schon von einer Spirale besetzt, die den gemütlichen Einzug verhindert und das Kind gleich wieder rausschmeißt. Und vorher ist da noch die doofe Pille oder die noch doofere Pille danach, die das auch erledigen, wenn sie den Eisprung schon nicht verhindern konnten oder wie die Pille danach eben hinterher genommen werden. Wenn das Kind überhaupt bis in die Gebärmutter kommt. Denn die Pillen machen auch die Eileiter unbeweglicher, so dass es vielleicht schon vorher entsorgt wird.

Als nun die Ideologen und die Pharmakonzerne merkten, dass man das gar nicht trennen kann, beschlossen sie, das ganze einfach mal anders zu nennen. Schwanger? Ach, ist man ab jetzt erst, wenn das Kind in der Gebärmutter ist. Verhütung? Ach, ist ab jetzt alles, was vorher wirkt. Kind hin oder her. Bis in die Gebärmutter nennen wir es einfach mal befruchtetes Ei. Wie bei einem Huhn. Merkt bestimmt keiner. Und wenn das mit der Verhütung nach unserer Art nicht geklappt hat und wir bis in die Gebärmutter gehen müssen, um das unrechtmäßig dort befindliche Kind zu entsorgen, nennen wir das Gebärmutterinhalt oder Schwangerschaftsgewebe. Spart Diskussionen und macht das ganze zu einer harmlosen Sache.

Und mit diesem kleiderlosen Kaiser hantieren alle seitdem herum und kaum einer merkt es mehr. So werden seit der Erfindung all dieser Pillen und Spiralen Millionen von klitzekleinen Kindern entsorgt, ohne dass man es merkt. Millionen von Frauen nehmen ein Zeug, dessen ganze Wirkung sie nicht kennen, weil sie nicht mal im Beipackzettel steht. Und keiner will das mehr wissen. Außer den bösen Lebensrechtlern. Und den bösen Katholiken. Und deshalb schimpft man immer mit denen. Dabei sind sie in dieser Beziehung nur wissenschaftlich genau. Und eben nicht so nackt wie die anderen. Schon blöd für die Ideologen, die ja nix haben außer dieser Lüge. Und schön blöd für die Pharmakonzerne, die ja nix haben außer den Dollarzeichen in den Augen.

Und wenn wir nicht endlich alle aufwachen, geht das noch ganz lange so weiter.

 

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8 Kommentare auf "Das Märchen von der Pille danach"

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